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Schornsteinfeger bleiben ihren Kehrbezirken erhalten – Regierungspräsidium überreicht Bestellungsurkunden / Erster Kreisbeigeordneter verabschiedet zwei langjährige Schornsteinfeger

(Pressemitteilung 431/2014 vom 18.11.2014)

Marburg-Biedenkopf – Nach einer Zeit des Wartens steht nun für die Schornsteinfeger der Kreisgruppe Marburg fest: Sie dürfen ihre Kehrbezirke behalten. 17 Kehrbezirksinhaber erhielten nach einem Bewerbungsverfahren, das wegen einer Gesetzesänderung nötig war, im Marburger Landratsamt ihre Bestellungsurkunden.

Nach dem bundesweiten Wegfall des Kehrmonopols im Januar 2013 mussten sich die Schornsteinfegermeister erneut um ihren Kehrbezirk bewerben. Nach den Bestimmungen des neuen Schornsteinfeger-Handwerksgesetzes wird ein Kehrbezirk für die Dauer von sieben Jahren vergeben und muss dann wieder europaweit neu ausgeschrieben werden. Zuvor wurden die Kehrbezirke fest zugeteilt.

Ralph Klaus vom zuständigen Regierungspräsidium in Kassel überreichte die Urkunden und hoffte auf ein Wiedersehen mit den Bezirksinhabern im Jahr 2021 – nach erfolgreicher Bewerbung um die nächste Ausschreibung. Marian Zachow, Erster Kreisbeigeordneter, sprach den Schornsteinfegern seinen Dank aus. Er wusste aus eigener Erfahrung, dass den Schornsteinfegern im Landkreis die Türen offen stehen und die gesamte Zunft ein positives Image und großes Vertrauen genießt.

Trotzdem litten viele der Anwesenden in der Zeit der Ungewissheit darüber, ob sie ihren Bezirk wiederbekämen an „Bauchschmerzen“, so der Eindruck des Obermeisters der Schornsteinfegerinnung Kassel, Michael Maurer. Der Beruf sei eben für alle „Berufung“.

Zwei „Berufene“ legen aus Altersgründen jetzt nach 25 Jahren Schultereisen und Kehrbesen nieder und verabschieden sich in den Ruhestand: Gerhard Dziehel und Heinrich Schneider, die seit 1969 ihr Handwerk ausübten.

Der Stadtmensch Gerhard Dziehel hat seinem Kehrbezirk MR 27, ein reiner Stadtbezirk, immer die Treue gehalten. Die Bezeichnung dieses Kehrbezirks änderte sich mehrfach – der zuständige Schornsteinfeger blieb aber Gerhard Dziehel. Er setzte sich außerdem fünf Jahre lang als Techniker innerhalb der Kreisgruppe der Schornsteinfeger ein. Treue hält Gerhard Dziehel auch ehrenamtlich einigen Institutionen und Vereinen: der Freiwilligen Feuerwehr Marburg-Mitte seit 41 Jahren, dem 1. FC Waldtal, den er mitgründete, dem Arbeitskreis Soziale Brennpunkte Marburg, der Ketzerbachgesellschaft und vielen mehr.

Wie er hat auch Heinrich Schneider seinen Kehrbezirk im Ebsdorfergrund nie verlassen. Er war zudem viele Jahre Kassierer innerhalb der Schonsteinfegerkreisgruppe und im Landesinnungsvorstand. Er ist außerhalb des Berufs Sportler durch und durch. Er hat viele Jahre aktiv in Niederwalgern Fußball gespielt und er ist aktiver Skifahrer, Tennisspieler und Radfahrer.

Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow dankte beiden Jubilaren für ihren engagierten beruflichen und ehrenamtlichen Einsatz. Zwei neue Kollegen, die ihre Bestellungsurkunde am gleichen Tag erhielten, übernehmen die Kehrbezirke der Pensionäre.

17 Kehrbezirksinhaber erhielten nach einem Bewerbungsverfahren, das wegen einer Gesetzesänderung nötig war, im Marburger Landratsamt ihre Bestellungsurkunden.

17 Kehrbezirksinhaber erhielten nach einem Bewerbungsverfahren, das wegen einer Gesetzesänderung nötig war, im Marburger Landratsamt ihre Bestellungsurkunden.

Zwei Schornsteinfeger legten aus Altersgründen jetzt nach 25 Jahren Schultereisen und Kehrbesen nieder und verabschieden sich in den Ruhestand: Gerhard Dziehel und Heinrich Schneider, die seit 1969 ihr Handwerk ausübten: Eingerahmt von ihren Kollegen in der traditionellen Kluft der Schornsteinfeger mit Zylinder und Schultereisen, Marco Orthwein (links) und Manfred Burk (rechts), verabschiedeten der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (2. v. re.) und Rainer Fischer vom Fachbereich Bauen, Wasser und Naturschutz des Kreises (2. v. li.) die beiden Bezirksschornsteinfegermeister Gerhard Dziehel (3. v.li.) und Heinrich Schneider.

Zwei Schornsteinfeger legten aus Altersgründen jetzt nach 25 Jahren Schultereisen und Kehrbesen nieder und verabschieden sich in den Ruhestand: Gerhard Dziehel und Heinrich Schneider, die seit 1969 ihr Handwerk ausübten: Eingerahmt von ihren Kollegen in der traditionellen Kluft der Schornsteinfeger mit Zylinder und Schultereisen, Marco Orthwein (links) und Manfred Burk (rechts), verabschiedeten der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (2. v. re.) und Rainer Fischer vom Fachbereich Bauen, Wasser und Naturschutz des Kreises (2. v. li.) die beiden Bezirksschornsteinfegermeister Gerhard Dziehel (3. v.li.) und Heinrich Schneider.

(Fotos: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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