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Naturschutzfachleute des Kreises geben Tipps für den Herbst: Bei der Gartenpflege auch an die Tiere denken. – Laub, Reisig und verblühte Blumen bieten Tieren Unterschlupf und Nahrung

(Pressemitteilung 431/2013 vom 11. November 2013)

Marburg-Biedenkopf – Die Tage werden kürzer und es wird langsam kälter, der Herbst ist da und die Tiere rüsten sich für den bevorstehenden Winter. Während wir es uns vor dem Ofen gemütlich machen, ist auch unsere heimische Tierwelt derzeit auf der Suche nach geeigneten Unterschlupf- und Nahrungsmöglichkeiten für den Winter. Schon mit geringem Aufwand können Gartenbesitzer den verschiedenen Tierarten über die kalte Jahreszeit hinweghelfen. Deshalb hier einige Tipps:

Bei der der Gartenpflege sollte an die Tiere gedacht und der Garten nicht blitzblank aufgeräumt werden, denn Laubreste, Reisighaufen und verblühte Blumen bieten den Tieren im Winter Unterschlupf und Nahrung. An den Samenständen von Blumen finden nämlich Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Ammern bestes Vogelfutter. Außerdem sollte man blühenden Efeu noch stehen lassen. Da die meisten Nektarquellen schon versiegt sind, dient der Efeu noch als Nahrungspflanze für Insekten.

Beim Zurückschneiden vom Bäumen und Stauden anfallendes Holz, können Gartenbesitzer in einer Gartenecke zu einem Reisighaufen aufschichten – dies ist ein idealer Überwinterungsplatz für Igel aber auch für Amphibien und Reptilien.

Auf Laubsauger sollten Hobbygärtner lieber verzichten. Sie schaden der Tier- und Pflanzenwelt und verursachen Lärmbelästigung sowie zusätzliche Abgase. Laubsauger saugen nämlich neben den welken Blättern auch verschiedene Kleintiere auf, häckseln und töten sie damit. Auch eingesaugte Pflanzensamen werden zerstört. Der Fachbereich Bauen, Wasser und Naturschutz des Landkreises Marburg-Biedenkopf empfiehlt daher die Benutzung von Rechen und Harke, um schädliche Abgase und Lärm zu vermeiden und Tiere, Pflanzen sowie auch die Menschen in der Umgebung deutlich weniger zu beeinträchtigen. Wenn das Laub einfach auf Beete und unter Gehölzen verteilt wird, verrottet es langsam während der Wintermonate und dient dem Boden, den darin lebenden Kleintieren und Pflanzen als Schutz. Im Frühling steht zudem ein natürlicher Dünger bereit, der in den Boden eingearbeitet werden kann.


Schon mit geringem Aufwand können Gartenbesitzer den verschiedenen Tierarten über die kalte Jahreszeit hinweghelfen - zum Beispiel mit Hilfe der Blätter, die im Herbst von den Bäumen fallen.  (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)


Schon mit geringem Aufwand können Gartenbesitzer den verschiedenen Tierarten über die kalte Jahreszeit hinweghelfen - zum Beispiel mit Hilfe der Blätter, die im Herbst von den Bäumen fallen. 

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)
 

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