Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Gemeinsame Pressemitteilung der JUKO Marburg e.V. und des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Verantwortung übernehmen: Ehrenamtliche Konflikthelfer engagieren sich in Stadtallendorf und Gladenbach – 19 Absolventen des SEAL-Projekts erhalten nach 50-stündigem Kurs Zertifikate

(Pressemitteilung 419/2013 vom 6. November 2013)

Marburg-Biedenkopf – Gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und unterstützt vom Landkreis Marburg-Biedenkopf führt die Jugendkonflikthilfe Marburg e.V. (JUKO) seit August 2011 das Projekt „SEAL – Ausbildung zu Konflikthelfern" in den Regionen Gladenbach und Stadtallendorf durch. Die Abkürzung „SEAL“ steht für Sicherheit, Engagement, Anerkennung und Lebensnähe und beschreibt die Grundlagen des Integrationsprojekts. Jetzt ist der zweite Ausbildungsdurchgang, der in zwei Gruppen in Gladenbach und Stadtallendorf stattfand, mit insgesamt 19 Teilnehmenden abgeschlossen worden und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten am Dienstag im Marburger Landratsamt ihre Zertifikate.

Dr. Karsten McGovern, Erster Kreisbeigeordneter, Karl Nickel (Gladenbach) und Walter Mengel (Stadtallendorf), sowie Maria Flohrschütz, Sabine Schlegel und Thorsten Kubach von der JUKO Marburg e.V. würdigten das vorbildliche Engagement der neu ausgebildeten ehrenamtlichen Konflikthelferinnen und Konflikthelfer.

„Sie haben die Ausbildung in den Bereichen Konfliktlösung und Gewaltprävention erfolgreich abgeschlossen und können jetzt als ehrenamtliche Konflikthelfer in Ihrer Region tätig werden. Ich freue mich, dass wir Ihnen diese Zertifikate überreichen können“, sagte Maria Flohrschütz, Geschäftsführerin der JUKO Marburg e.V., zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Ich möchte mich sehr herzlich bei denen bedanken, die dieses innovative und in der Region einmalige Projekt ermöglicht haben“, betonte Flohrschütz mit Blick auf die dreijährige Förderung durch das BAMF und auf die Ko-Finanzierung durch den Landkreis Marburg-Biedenkopf: „Die erfolgreiche Projektprüfung durch das BAMF in diesem Sommer hat gezeigt, dass wir mit unserem Vorhaben den richtigen Weg beschritten haben. Wir sehen uns in der Pflicht, über die weitere Entwicklung dieses Modellvorhabens zu berichten und mit allen Akteuren die Weiterführung auch nach Ablauf der Förderperiode von drei Jahren zu planen".

Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern verwies auf die Bedeutung des Projektes für den Landkreis und die beteiligten Städte: „Es ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Verbesserung des Zusammenlebens der Menschen unterschiedlicher Herkunft. Mit dieser Ausbildung können die Teilnehmenden in ihrem jeweiligen Umfeld in der Nachbarschaft, Schule oder Verein bei interkulturellen Konflikten vermitteln und zum gegenseitigen Verständnis beitragen“, betonte er.

In 50 Zeitstunden wurde die Qualifizierung umgesetzt, verteilt auf 8 Seminartage sowie ein Wochenendseminar, an dem erstmals alle SEALs aus Gladenbach und Stadtallendorf gemeinsam miteinander arbeiteten. Die Ausbildung vermittelte Grundlagen und Wissen in Konfliktmanagement, Gesprächsführung und Konfliktlösung, Deeskalation und interkultureller Kompetenz.

Die SEAL-Absolventen des Stadtallendorfer Kurses sind Sema Aktag, Sevda Eroglu, Hülya Kirli, Fatma Altinisik, Zehra Demir, Pelin Oran, Frank Frohmüller, Ayse Cinar, Gizem Cinar und Ute Kanetscheider. Die SEALs des Gladenbacher Kurses sind Mahmure Yildiz, Neriman Orman, Edith Eckert, Bernd Südekum, Hannelore Renk-Javurek, Ulrike Hamel, Nadiye Turan, Lutz Hermann und Katharina Baumann.

Mit dem Ende der Ausbildung beginnt für die SEALs ein neuer Projektabschnitt. Gemeinsam mit der JUKO, den bereits ausgebildeten SEALs und dem entstehenden Netzwerk können nun Wege und Möglichkeiten eröffnet werden, diese aufgebauten Kompetenzen in dem jeweiligen Lebensumfeld zu nutzen. Um sie dabei auch künftig gut unterstützen zu können, wurden schon während der Ausbildung Kontakte zwischen den SEALs und wichtigen regionalen Akteuren wie den jeweiligen Stadtverwaltungen und dem Büro für Integration des Landkreises geknüpft. „Wir brauchen Menschen, die in ihrem Umfeld Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen und wir unterstützen die SEALs gerne dabei“, betonte Dr. McGovern.

Im November 2013 werden in Gladenbach und Stadtallendorf erneut Ausbildungskurse starten. Da es noch einige freie Plätze in den Ausbildungsgruppen gibt, können sich Interessierte bei Thorsten Kubach (für Gladenbach) und bei Sabine Schlegel (für Stadtallendorf) unter der Telefonnummer 06421 3078071 melden.

Am 14.11.2013 wird ein weiterer Info-Termin in Gladenbach stattfinden (17.30 Uhr, Dr. Leinweber Stube im Haus des Gastes, Karl-Waldschmidt-Str. 5). Bei dieser Gelegenheit können konkrete Fragen zur Ausbildung und zum Gesamtprojekt gestellt und Details zum Projekt erfragt werden.

Freuen sich über den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zu Konflikthelfern: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Vertreter der Kommunen, der Jugendkonflikthilfe und des Landkreises Marburg-Biedenkopf.  (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)


Freuen sich über den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zu Konflikthelfern: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Vertreter der Kommunen, der Jugendkonflikthilfe und des Landkreises Marburg-Biedenkopf. 

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

[ schliessen ]