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Theateraufführungen sollen wieder ein Höhepunkte der Herbstabende im Schloss Biedenkopf werden – Gisela-Maria Beck-Ensemble bringt „Erste Jugend“ von Christian Giudicelli auf die Bühne
(Pressemitteilung Nr. 419/2012 vom 26.10.2012)
Marburg-Biedenkopf – Einen Höhepunkt der Herbstabende im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf sollen auch in diesem Jahr wieder die beiden Theateraufführungen des Gisela-Maria Beck-Ensembles, der Theatergruppe der Volkshochschule (vhs) des Landkreises Marburg-Biedenkopf bilden. Sie spielt in der Inszenierung von Gisela Maria Beck das Stück „Erste Jugend“ von Christian Giudicelli. Aufführungstermine sind Samstag, 3. November, und Sonntag, 4. November, jeweils um 19:00 Uhr.

Das Stück „Erste Jugend“ setzt sich mit Gedanken auseinander, die der französische Schriftsteller Albert Camus (1913 bis 1960) in seinem Gedicht „Jung sein!“ behandelt hat. „Erste Jugend“ stammt aus der Feder des französischen Autors Christian Giudicelli, der 1942 geboren wurde und in Paris lebt.

Wer jetzt ein Stück für alte Menschen erwartet, täuscht sich. Wer eine philosophische Abhandlung erwartet, täuscht sich ebenfalls. Dieses Stück ist gerade für jungen Menschen gemacht, die sich wundern werden, was in zwei „alten Schachteln“ steckt und alle werden herzlich lachen. Dafür sorgen schon die beiden Schauspielerinnen Eleonore Plütschow und Helga Böhm, die mit dem komischen Text meisterlich umgehen.

Simone (Eleonore Plütschow), die Witwe eines fliegenden Händlers für Damenunterwäsche, trifft zufällig auf einem Schulfest Rene. Rene (Helga Böhm) ist das, was man eine alte Jungfer nennt, sie war an der Schule Lehrerin und besucht immer dieses Schulfest. Sie ist an ihrer Intellektualität gealtert. Das wirkliche Leben hat sie nie erfahren dürfen. Ihr Denken und Handeln ist dem „Höheren“ geweiht.

Simone dagegen hat täglich im Leben gebadet, nimmt kein Blatt vor den Mund. Ihr Wortschatz ist gefüllt mit kräftigen Ausdrücken, die Rene noch nie gehört hat. Ihr Mann, der auf den Märkten volksnah seine Ware verkaufte, war ein guter Lehrmeister. Sowohl Rene als auch Simone sind mit dem Leben, das sie führen müssen, unzufrieden. Beide beschließen, ihr Alter zu vergessen. Sie verabreden sich, auszubrechen. Sie wollen ein freies Leben führen und sind bereit, dafür einiges zu riskieren.

Bei ihrer Reise in die Freiheit, in die Jugend, erleben sie manches Abenteuer. Es ist dabei unglaublich, auf welche Lösungen sie kommen, wenn wieder ein, im ersten Moment, unlösbares Problem, den Weg versperrt.

Die Inszenierung von Gisela Maria Beck zeigt dem Publikum pralles, subtiles Theater. Das Stück ist vergnügt und vergnüglich, bis zum letzten Augenblick. Das Theaterstück ist am Samstag, 3. November, und am Sonntag, 4. November, jeweils ab 19:00 Uhr im Schloss Biedenkopf zu sehen. Der Eintritt kostet zehn Euro. Kartenreservierungen und Informationen unter der Telefonnummer 06461 924651 oder per E-Mail: hinterlandmuseum@t-online .de.

Aus technischen Gründen muss die für die ursprünglich für die Herbstabende vorgesehene Aufführung von „Ball der Diebe“ entfallen.

 

 

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