Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Landrätin Kirsten Fründt: „Ehrenamtliche sind der größte Schatz der Gesellschaft!“ – Ehrenbriefe als Auszeichnung für langjähriges bürgerschaftliches Engagement

(Pressemitteilung 409/2014 vom 04.11.2014)

Marburg-Biedenkopf – Bürgerschaftliches Engagement hat viele Facetten und lebt von den Menschen, die bereit sind, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Landrätin Kirsten Fründt hat am Dienstag vier Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, den Ehrenbrief des Landes Hessen überreicht. „Viele Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens würden ohne Ehrenamtliche kaum mehr existieren. Deshalb möchten wir mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen für den langjährigen Einsatz danken“, sagte die Landrätin.

Siegfried Spohner aus Stadtallendorf engagiert sich seit 19 Jahren ehrenamtlich für Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Sudetenland nach Deutschland gekommen sind. Von 1995 bis 1998 als stellvertretender Ortsbetreuer und seit 1998 als Ortsbetreuer organisiert er Treffen von Heimatvertriebenen aus Friedrichsdorf im einstigen Landkreis Römerstadt in der heutigen Tschechischen Republik. Der Ort gehörte bis 1919 zu Österreich-Ungarn, unter dem Namen Rýmařov bis 1938 zur Tscheslowakei und erhielt dann unter der deutschen Besetzung den Namen Römerstadt. Von 1996 bis 1998 war Siegfried Spohner zudem stellvertretender Vermögensverwalter des Vereins Heimatkreis Römerstadt/Altvater e.V., seit 2003 schließlich führt er die Kassengeschäfte als Vermögensverwalter.

Seit fast 15 Jahren engagiert sich Martha Röske aus Lohra für die internationale Hilfsorganisation „ADRA – Kinder helfen Kinder“. „ADRA“ steht für die englische Bezeichnung „Adventist Development and Relief Agency“, was übersetzt „adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe“ heißt. Martha Röske sammelt in jedem Jahr Sachen für Päckchen ein, die von der Grundschule Lohra, den Kindergärten in Lohra sowie von Bürgerinnen und Bürgern für bedürftige Menschen gespendet werden. Zusammen mit einigen Helferinnen werden Puppen wieder aufgearbeitet, Mützen und Schals gestrickt und die Spenden, darunter gut erhaltenes Spielzeug, Schreib- und Bastelutensilien, Kleinigkeiten zum Naschen und Dinge für den persönlichen Hygienebedarf in Päckchen gepackt. Mittlerweile hat diese Aktion eine so große Resonanz gefunden, dass nicht nur Kinder, sondern auch bedürftige Mitmenschen in Bosnien mit Spenden aller Art, insbesondere Kleidung und Bettwäsche versorgt werden. In 2013 zum Beispiel packten die fleißigen Helferinnen und Helfer um Martha Röske 568 Päckchen. Bewundernswert ist, dass sich Frau Röske mit ihren 85 Jahren unermüdlich um die Sachspenden kümmert und ihre eigene Wohnung leer räumt, um die vielen Päckchen bis zur Abholung zu lagern.

Hans Wilhelm Kisch aus Lohra setzt sich mit großem Engagement auf der kommunalpolitischen Ebende für seine Heimatgemeinde ein. Von 2001 bis 2006 gehörte er als Beigeordneter dem Gemeindevorstand in Lohra an. Seit 2006 ist er Mitglied der Gemeindevertretung. Von 2009 bis 2012 war er deren stellvertretender Vorsitzender, seit 2012 ist er der Vorsitzende des Gemeindeparlaments. Seit 2006 ist er außerdem Mitglied im Ortsbeirat des Ortsteils Rollshausen, wo er von 2006 bis 2011 auch Ortsvorsteher war.

Seit mehr als 40 Jahren setzt sich Wolfgang Stutzke aus Bad Endbach in verschiedenen Bereichen für das Gemeinwohl ein: Von 1973 bis 2003 war er Mitglied Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Günterod. In Günterod hat er seit 1979 auch das Amt des Vogelschutzbeauftragten Inne. Seit 1998 ist er außerdem Kassierer der Forstbetriebsvereinigung Günterod e.V. und seit 1994 ist er darüber hinaus Schriftführer bei der Jagdgenossenschaft in Günterod.

„Die Menschen, die wir heute geehrt haben, geben dem Ehrenamt ein Gesicht und vielen gesellschaftlichen Aufgaben auch eine Stimme. Für sie ist das Engagement für die Gesellschaft mehr als ein Hobby, oft ist es eine Lebensaufgabe“, stellte die Landrätin anerkennend fest. „Die Ehrung zeigt einmal mehr, dass nahezu alle gesellschaftlichen und sozialen Bereiche auf das Ehrenamt angewiesen sind!“ Die Ehrenamtlichen seien der größte Schatz, den die Gesellschaft habe. Dieser müsse bewahrt werden.

Hintergrund „Ehrenbrief des Landes Hessen“:

Der Ehrenbrief des Landes Hessen ist eine 1973 vom damaligen hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald gestiftete Auszeichnung für Verdienste um das Gemeinwohl. Mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet werden kann, wer sich mindestens zwölf Jahre lang in herausgehobener Position bei Vereinen, sozialen oder kulturellen Institutionen oder in der Kommunalpolitik ehrenamtlich verdient gemacht hat.

Landrätin Kirsten Fründt überreichte vier ehrenamtlich engagierten Menschen den Ehrenbrief des Landes Hessen. Gemeinsam mit den Vertretern der Kommunen dankte sie den Geehrten für langjährigen Einsatz. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Landrätin Kirsten Fründt überreichte vier ehrenamtlich engagierten Menschen den Ehrenbrief des Landes Hessen. Gemeinsam mit den Vertretern der Kommunen dankte sie den Geehrten für langjährigen Einsatz.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

[ schliessen ]