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Eltern der Grundschule Lohra beteiligen sich mit der Finanzierung eines Projektes an der Schulsozialarbeit des Landkreises – Sinnvolle Ergänzung des bestehendes Angebots

(Pressemitteilung 405/2013 vom 19. November 2013)

Marburg-Biedenkopf – Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat den Verein BSJ Marburg e.V. (Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit) über die Mittel des Bildungs- und Teilhabepaketes mit der Durchführung der Schulsozialarbeit an der Grundschule Lohra beauftragt. Der Landkreis stellt durch seine Finanzierung eine qualitativ hochwertige Schulsozialarbeit an den Schulen bereit. In Ergänzung zu dem bestehenden Angebot des Kreises konnte durch die finanzielle Unterstützung der Eltern noch ein spezifisches Projekt zum Thema Konfliktbewältigung an der Grundschule Lohra angeboten werden.

Für den Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern bietet die Schulsozialarbeit des Landkreises umfassende Angebote der Bildung und Erziehung für die Schülerinnen und Schüler an. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag, dass Kindern und Jugendlichen gute Startchancen für ihre Zukunft ermöglicht werden und sie auch beim Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule eine entsprechende Unterstützung erhalten. Er sieht in der Erweiterung der Angebote durch eine finanzielle Beteiligung von weiteren Bündnispartnern, wie beispielsweise von Eltern, eine wünschenswerte Initiative: „Daher freue ich mich, dass durch eine finanzielle Beteiligung der Eltern und dem Erlös aus dem Schulfest seitens des Schulelternbeirats weitere drei Projekttage mit den Klassen der Jahrgangsstufe 1 umgesetzt werden konnten“, so Dr. McGovern. Insgesamt sind so rund 400 Euro zusammengekommen.

Für Markus Hemberger, Schulleiter der Grundschule Lohra, ist die Schulsozialarbeit seit 2012 ein wichtiger Bestandteil des Schullebens geworden. „Die Schulsozialarbeit ist ein großer Gewinn für uns. Deshalb freue ich mich sehr, dass durch die Unterstützung der Eltern die Angebote der Schulsozialarbeit an unserer Schule erweitert werden können“. Auf diese Weise könnten sozial-emotionale Lücken, die bei einigen Schülern vorhanden sind, gefüllt werden. „Dazu gehören die Fähigkeiten, sich in eine Gruppe einzuordnen und Rücksicht zu nehmen, die Bereitschaft gemeinsam mit anderen Kindern Aufgaben partnerschaftlich zu lösen und natürlich die Fähigkeit, Konflikte friedlich zu lösen“, erläuterte der Schulleiter, der immer wieder feststellt, dass diese zwischenmenschlichen Verhaltensmuster in immer weniger Familien vermittelt oder vorgelebt werden.

Simona Lison, Leiterin des Projekts „Lebensweltorientierte Schulsozialarbeit“ beim BSJ Marburg e.V., sieht in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Schule, Landkreis und Schulsozialarbeit den Erfolg der bisherigen Arbeit. „So wurde auch das Projekt Konfliktbewältigung im Rahmen eines bewegungs- und handlungsorientierten Ansatzes in enger Abstimmung zwischen den Klassenleitungen und dem Schulsozialarbeiter Lucas Krusche entwickelt und genau auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten“. Im Vordergrund der Projekttage stand für die Teilnehmer das Aushandeln von Regeln in der Klasse, das Einlassen auf die neue Gruppe als Erstklässler sowie das Stärken der eigenen Rolle.

Für die Tätigkeit von Lucas Krusche als Schulsozialarbeiter ist es auch ein großer Vorteil, dass er in der Gemeinde Lohra für die Jugendarbeit zuständig ist. Für ihn ergeben sich dadurch viele Anknüpfungspunkte über beide Tätigkeitsfelder in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. „Wichtig ist, dass wir mit den Kindern außerhalb der gewohnten Schulumgebung aktiv werden – zum Beispiel in der Natur. Dort können die Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben und ihrem Forscher- und Entdeckerdrang nachgehen“, erläuterte Lucas Krusche. Auf diese Weise könnten auch die individuellen Stärken der Schülerinnen und Schüler erkannt und gefördert werden.

Die Schulsozialarbeit an der Schnittstelle von Jugendhilfe und Schule trage mit dazu bei, dass den jungen Menschen gute Bildungschancen ermöglicht werden, betonte Uwe Pöppler., Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales beim Landkreis Marburg-Biedenkopf. „Mit den Angeboten der Schulsozialarbeit auch schon im Grundschulbereich wollen wir den präventiven Gedanken stärken. Je früher wir Kinder und Jugendliche unterstützen, desto eher können wir einen wichtigen Beitrag zur schulischen und persönlichen Entwicklung leisten“, so Uwe Pöppler.

Bewegung in der Natur ist einer der tragenden Säulen der Schulsozialarbeit an der Grundschule in Lohra. Schulleiter Markus Hemberger (v. li.), Elternbeirätin Ariane Plitt, der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern, Schulsozialarbeiter Lucas Krusche, Fachbereichsleiter Uwe Pöppler, Siegfried Heppner (beim Kreis zuständig für die Schulsozialarbeit), Simona Lison (bsj e.V.) und Jelena Lawrenz, Vorsitzende des Elternbeirats freuen sich über die gelungene Kooperation.  (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)


Bewegung in der Natur ist einer der tragenden Säulen der Schulsozialarbeit an der Grundschule in Lohra. Schulleiter Markus Hemberger (v. li.), Elternbeirätin Ariane Plitt, der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern, Schulsozialarbeiter Lucas Krusche, Fachbereichsleiter Uwe Pöppler, Siegfried Heppner (beim Kreis zuständig für die Schulsozialarbeit), Simona Lison (bsj e.V.) und Jelena Lawrenz, Vorsitzende des Elternbeirats freuen sich über die gelungene Kooperation. 

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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