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Landkreis Marburg-Biedenkopf startet Veranstaltungsreihe zur Energieberatung – Energie-Tipps vom Experten: Das Thema Wohnen steht im Mittelpunkt / Veranstaltungen in Biedenkopf, Stadtallendorf und Marburg

(Pressemitteilung 403/2014 vom 03.11.2014)

Marburg-Biedenkopf – Mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ hat sich der Landkreis Marburg-Biedenkopf als Ziel gesetzt, den Energie- und Wärmebedarf bis zum Jahr 2050 um die Hälfte zu senken. Ein wichtiger Hebel zur Erreichung dieses Ziels liegt im Bereich Wohnen. Daher startet der Landkreis am Montag, 10. November 2014, in Biedenkopf eine Veranstaltungsreihe zum Thema Energieberatung. Weitere Termine in Stadtallendorf am 18. November 2014 und in Marburg am 27. November 2014 folgen. Anhand von drei Beispielgebäuden werden dabei ganz praktische und konkrete Tipps zum Energiesparen sowie Empfehlungen für umfassendere Sanierungen dargestellt.

„Mit einer professionellen und unabhängigen Energieberatung wollen wir an realen Beispielen deutlich machen, wie mit einfachen Schritten der Energieverbrauch in den eigenen vier Wänden gesenkt und der Wohnkomfort gesteigert werden kann“, beschreibt Landrätin Kirsten Fründt das Vorhaben.

Dafür hat der Architekt Thomas Jungherr bereits im Oktober mehrere Beispielhäuser im Landkreis besucht und vor Ort zunächst die Verbrauchsrechnungen der Gebäude geprüft. Denn: Mit einem Blick auf die Rechnungen für Strom, Wärme und Wasser lässt sich bereits ein erster Eindruck gewinnen, ob der Verbrauch für die jeweilige Gebäudeform untypisch hoch ist. Der Architekt ist als unabhängiger Energieberater für die Verbraucherzentrale Hessen tätig.

„Bei der Energieberatung vor Ort gibt der Berater dann ganz konkrete und praktische Tipps zum Energiesparen. Zum Beispiel beim Thema Stromverbrauch: Das Wasser zum Kochen wird am effizientesten im Wasserkocher erwärmt“, erläutert Dr. Norbert Clement, Leiter des Fachdienstes Klimaschutz und Erneuerbare Energie beim Landkreis Marburg-Biedenkopf.

„Dann geht der Architekt durch das Gebäude – vom Keller bis unter das Dach. Hier lassen sich schnell Verbesserungsmöglichkeiten finden. Von einfachen Sanierungsschritten, die auch in Eigenarbeit durchgeführt werden können, bis hin zu Empfehlungen zur Gebäudedämmung und Heizungstechnik, die durch entsprechende Fachleute vorgenommen werden müssen“, ergänzt Thomas Madry, der beim Landkreis die Umsetzung des Masterplans koordiniert.

Mit den Kosten energetischer Modernisierungsmaßnahmen werden die Eigentümerinnen und Eigentümer nicht allein gelassen: „Für die Finanzierung von energetischen Sanierungsvorhaben stehen unterschiedliche Fördermittel zur Verfügung“, berichtet Klaus Mehte, Kreditspezialist und Leiter des Immobiliencenters der Sparkasse Marburg-Biedenkopf. Die Finanzierung und letztendliche Berechnung der Wirtschaftlichkeit sei das Fundament eines Sanierungsvorhabens und mit einer individuellen, professionellen Beratung werde der Grundstein dafür gelegt. Daher wird auch das Thema Finanzierung Inhalt der Veranstaltungsreihe sein.

Die Reihe beginnt am 10. November im Rathaus der Stadt Biedenkopf mit einem Schwerpunkt auf denkmalgeschützten Gebäuden, bei denen neben dem Klimaschutz auch Aspekte des Denkmalschutzes beachtet werden müssen.

Am 18. November 2014 findet die nächste Veranstaltung in der Stadthalle Stadtallendorf statt. Dort wird als Beispielgebäude ein Einfamilienhaus mit dem Baujahr 1957 vorgestellt.

Die Abschlussveranstaltung findet am 27. November in Marburg-Cappel im Landratsamt statt. Dort steht dann ein Doppelhaus aus dem Jahr 1965 im Fokus.

Neben einem informativen Vortrag zu den Beispielgebäuden haben die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltungen auch die Gelegenheit mit den Beratern vor Ort bei einem kleinen Imbiss ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr und enden um 19:30 Uhr.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weiter Informationen erhalten sind bei Thomas Madry (Telefon: 06421 405-6219, E-Mail: MadryT@marburg-biedenkopf.de ) oder auf der Internetseite www.klimaschutz.marburg-biedenkopf.de/schauberatung erhältlich.

Fachwerkhäuser, die zudem noch unter Denkmalschutz stehen, benötigen beim Thema Energiesparen eine besondere Betrachtungsweise.

Fachwerkhäuser, die zudem noch unter Denkmalschutz stehen, benötigen beim Thema Energiesparen eine besondere Betrachtungsweise.

Häuser aus verschiedenen Epochen - hier ein Gebäude, das 1965 gebaut wurde - bieten auch verschiedene Möglichkeiten einer energetischen Optimierung.

Häuser aus verschiedenen Epochen - hier ein Gebäude, das 1965 gebaut wurde - bieten auch verschiedene Möglichkeiten einer energetischen Optimierung. 

Häuser aus verschiedenen Epochen - hier ein Gebäude, das 1957 gebaut wurde - bieten auch verschiedene Möglichkeiten einer energetischen Optimierung.

Häuser aus verschiedenen Epochen - hier ein Gebäude, das 1957 gebaut wurde - bieten auch verschiedene Möglichkeiten einer energetischen Optimierung. 

(Fotos: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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