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Landkreis stellt Bericht zur Schulsozialarbeit vor – 9.457 Schüler im Landkreis wurden durch die Schulsozialarbeit erreicht

(Pressemitteilung 400/2013 vom 301.10.2013)

Marburg-Biedenkopf – Schulsozialarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung sozialer Kompetenzen und des Miteinanders in den Schulklassen. Das soziale Lernen steht dabei hoch im Kurs. Schulsozialarbeit unterstützt die Schulen auch bei der Öffnung in das Gemeinwesen und bahnt Kontakte zu außerschulischen Angeboten an. Dabei erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes sowie den regionalen Beratungs- und Förderzentren.


„Der Landkreis schickt durch seinen Fachbereich Familie, Jugend und Soziales mit sozialpädagogischen Fachkräften Integrationsprofis an die Schulen, die immer dann zur Stelle sind, wenn es um Ausgrenzung, Kränkung oder Gewalt geht. Und sie unterstützen Schülerinnen und Schüler. Ob es darum geht, einen schulischen Durchhänger zu meistern oder die optimale Schulkarriere zu planen, die Schulsozialarbeit im Landkreis ist längst zu einem echten schulischen Qualitätsmerkmal geworden“, so Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern.


Also: „Sozial-Profis“ für Schulhöfe und Klassenzimmer? Ja! Die Experten mit sozialpädagogischem Hintergrund kümmern sich um Probleme, die an Schulen auftauchen – von Gewalt, Mobbing über das Schulschwänzen bis hin zur Drogen-, Alkohol- oder Internet-Sucht. Ebenso um das, was Kindern und Jugendlichen im Alltag sprichwörtlich auf den Nägeln brennt – von der zu hohen Handyrechnung bis zum Liebeskummer. Schulsozialarbeit kann entscheidend mit dazu beitragen, dass junge Menschen, insbesondere wenn sie von sozialer Benachteiligung betroffen sind, individuell gefördert werden und ihre Chancen auf eine umfassende Teilhabe in der Gesellschaft besser wahrnehmen können.


„Mit ihrer präventiven Arbeit bietet die Schulsozialarbeit eine enorme Hilfe für die Schülerinnen und Schüler und unterstützt die Schulen bei der Weiterentwicklung einer Lehr- und Lernkultur, die ein gelingendes Aufwachsen junger Menschen ermöglicht“, so Dr. McGovern.


Im Schuljahr 2012/2013 wurden an den Schulen des Landkreises 9.457 Schülerinnen und Schüler von der durch den Landkreis finanzierten Schulsozialarbeit in den Handlungsfeldern Beratung, Einzelfallhilfe, Gruppenangebote und Projekte erreicht. Im Schuljahr 2011/2013 waren es 6.131 Kinder und Jugendliche. Die Mehrzahl der Gruppenangebote fand kontinuierlich über ein Schulhalbjahr statt.

Bei den Einzelfallhilfen lag der Schwerpunkt auf einer Begleitung junger Menschen bis zu vier Monaten. Mit 69 Prozent ist bei diesem Angebot die höchste Steigerung der Teilnahmezahlen gegenüber dem Schuljahr davor zu verzeichnen. Persönliche und familiäre Probleme, auffälliges Sozialverhalten, Regelung von Konflikten sowie Unterstützung beim Übergang von der Schule in eine berufliche Ausbildung waren Anlässe für die Aktivitäten der Schulsozialarbeit. Dies geht aus einem Bericht zur Schulsozialarbeit hervor, der vom Fachbereich Familie, Jugend und Soziales veröffentlicht wurde. Geleistet wird sie von derzeit 19 „Sozial-Profis“ an 21 Schulstandorten.

Für den Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales leistet die Schulsozialarbeit zu 90 Prozent Prävention. „Nur bei zehn Prozent geht es wirklich um Intervention. Die Schulsozialarbeit kommt dabei im Klassenzimmer genauso zum Einsatz wie auf dem Schulhof. Die Sozial-Profis glätten aber auch die Wogen, wenn einmal der Haussegen schief hängt, also wenn Kinder und Jugendliche Probleme mit den Eltern haben“, so Uwe Pöppler.

Die Schule sei schließlich mehr als nur ein Ort der Wissensvermittlung, erläuterte Dr. McGovern. Es gehe um mehr als „das Pauken von ABC und Algebra“. Mit den sozialpädagogischen Fachkräften investiere der Landkreis gezielt in die Startchancen von Kindern und Jugendlichen. Schulsozialarbeit leistet einen wichtigen Beitrag dafür, dass keiner zu kurz komme. Als ‚Ingenieure fürs Soziale’ drehen sie an unterschiedlichen Stellschrauben, damit Benachteiligungen verschwinden. Immerhin begleiten sie bei vielen den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf.

Ansprechpartner für die Schulsozialarbeit bei der Kreisverwaltung im Fachbereich Familie, Jugend und Soziales ist Siegfried Heppner, Tel.: 06421 405-1685 oder per E-Mail: HeppnerS@marburg-biedenkopf.de .

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