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Marburg erhält Zuschlag für das Dorferneuerungsprogramm – Marburger Außenstadtteile können ab 2015 die Vorteile des Dorferneuerungsprogramms nutzen

(Pressemitteilung 400/2014 vom 03.11.2014)

Marburg-Biedenkopf – Wie das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bereits letzte Woche mitgeteilt hat, bekam Marburg für seine Außenstadtteile den Anerkennungsbescheid zur Teilnahme am Dorferneuerungsprogramm ab 2015. Marburg besteht aus der Kernstadt und 20 Stadtteilen.

„Die 15 Außenstadtteile sollen in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen werden. Das neu ausgerichtete Dorferneuerungsprogramm ermöglicht diese gemeinsame Dorferneuerungsmaßname für die Außenstadtteile Marburgs. Das ist ungewöhnlich und ich bin sehr gespannt, was sich alles durch diese Maßnahmen entwickeln wird“, sagte Landrätin Kirsten Fründt. Der Landkreis ist durch seinen Fachdienst Dorferneuerung im Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Mittel bewirtschaftende Stelle in diesem Verfahren.

„Im Leitfaden zur Erstellung eines integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts ist es ausdrücklich zulässig, dass bei Verfahren der Dorfentwicklung auch in Oberzentren die ländlich geprägten Stadtteile in ihrem Verhältnis und ihrer Funktionalität zur Kernstadt betrachtet werden. Das ist sicherlich eine große Chance für unsere Stadtteile“, führte Bürgermeister Dr. Franz Kahle von der Universitätsstadt Marburg aus.

Die Stadt Marburg legt in ihren Stadtteilen bereits seit längerer Zeit einen besonderen Schwerpunkt auf die Innenentwicklung. Im Jahr 2010 wurde zudem der Innenentwicklungsbericht „Unsere Dörfer – Perspektiven für die Zukunft“ abgeschlossen, der als Projekt der Region Marburger Land gefördert wurde. Eine Übertragbarkeit auf andere Kommunen und eine Kooperation mit ihnen war wichtiger Kernpunkt des Projektes. Prognosewerte zeigen, dass es zukünftig vor allem zu Verschiebungen in der Bevölkerungsstruktur kommen wird: Mehr ältere, aber weniger jüngere Bürger. Ziel ist eine bewusste und umfassende Auseinandersetzung mit der Thematik des demographischen Wandels, um absehbare Folgewirkungen möglichst frühzeitig steuern und beeinflussen zu können.

„Schon die Bewerbungsunterlagen der Stadt Marburg haben in besonderem Maße erkennen lassen, dass für die nachhaltige Entwicklung bereits vielfältige inhaltliche Vorleistungen erbracht wurden, auf denen das Interkommunale Entwicklungskonzept (IKEK) aufbauen kann. In der Gesamtbetrachtung sehen wir die Chance, um Entwicklungsperspektiven herauszuarbeiten, die nicht in Konkurrenz, sondern in Ergänzung zu den Entwicklungen der benachbarten Stadtteile und der Kernstadt zu sehen sind“, so die Landrätin.

„Von Seiten der Universitätsstadt Marburg besteht die uneingeschränkte Bereitschaft, die Möglichkeiten, die das Dorfentwicklungsprogramm bietet, für eine nachhaltige Entwicklung zu nutzen“, schloss Bürgermeister Dr. Kahle

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