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Landrat Robert Fischbach besuchte die Gemeinde Steffenberg – Landrat: „Wir können stolz auf die Firmen und Betriebe im Landkreis sein“
(Pressemitteilung Nr. 398/2012 vom 09.10.2012)
Marburg-Biedenkopf – Innerhalb einer Legislaturperiode versucht Landrat Robert Fischbach ein Mal im Rahmen seiner Gemeindebesuche alle Kommunen zu bereisen. „Die Kenntnis der Situation vor Ort ist immer hilfreich. Mit dem Wissen um die Probleme und Chancen vor Ort kann man Entscheidungen leichter treffen, als lediglich nach Aktenlage vom Schreibtisch aus zu entscheiden“, sagte Fischbach am Donnerstag bei seinem Besuch in Steffenberg. Besonders freute es ihn, dass viele Personen aus den politischen Gremien der Gemeinde ebenfalls am Gemeindebesuch teilnahmen.

Gemeinsam mit Bürgermeister Peter Pfingst und den politischen Gemeindevertretern konnten Probleme effektiv vor Ort besprochen werden. Landrat Fischbach wurde von einer kleinen Gruppe von Führungskräften aus der Kreisverwaltung begleitet, die ebenfalls als Ansprechpartner zur Verfügung stand.

Neben den Themen, mit denen sich die Gemeinde zurzeit auseinandersetzt, sind für den Landrat auch immer wieder Gespräche mit Wirtschaftsbetrieben vor Ort sehr wichtig. Daher standen Besuche bei den Firmen Aleit (Tools and Systems) in Niedereisenhausen und der Firma CAD CAM Becker in Quotshausen auf dem Programm. Die 1961 gegründete Firma Aleit GmbH erstellt Werkzeuge und modulare Werkzeugsysteme mit modernsten Anschlüssen und innovativen Lösungsansätzen wie beispielsweise beim Einsatz von Schmier- und Kühlmittelflüssigkeiten während Schneid- und Bohrvorgängen. Auch die Firma CAD CAM Becker hinterließ einen hervorragenden Eindruck. In den Bereichen Engineering, Prototypen-Gießerei und Kleinserien-Gießerei überzeugte die Firma mit modernster Technik und Know-How. Unter anderem liefern sie auch Rohteile für den Motorsport.

Die große Leistungsfähigkeit der beiden Betriebe nahm Landrat Fischbach zum Anlass, einmal darauf hinzuweisen, wie wichtig die heimischen Betriebe in Steffenberg und im Landkreis sind: „Wir können schon stolz darauf sein, im Landkreis so viele innovative Betriebe zu haben. Viele denken wahrscheinlich gar nicht darüber nach, was es alles an hoch interessanten, leistungsfähigen Firmen und Betrieben gibt. Manche davon sind sogenannte „Global Player“ und viele besetzten hoch spezialisierte Nischen. In jedem Fall ist es gut für Steffenberg und für den Landkreis, solche Betriebe vor Ort zu haben, die hier auch in ihre Standorte investieren und damit Arbeitsplätze erhalten und schaffen.

In diesem Zusammenhang machte Fischbach auch nochmals deutlich, dass der Landkreis nichts tun wolle, was die Entwicklung die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis behindere. Vielmehr wolle man alles unternehmen um diese zu ermöglichen. Ein gutes Beispiel sei dazu die Versorgung mit schnellem Internet und die hervorragende Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden im Rahmen der Gründung der Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH, deren Ziel es ist, binnen drei Jahren den Landkreis mit schnellem Internet, das heißt bis zu 50 MBit/Sekunde zu versorgen. Das sei für die wirtschaftliche Entwicklung von größter Bedeutung. „Die Versorgung mit der Breitbandtechnik ist für den Landkreis so wichtig wie eine gute Verkehrsanbindung“, so der Landrat.

Die Delegation hatte sich im Rahmen des Besuchs auch die neue Kindertages-Grippe in Obereisenhausen angeschaut. Das sei eine gelungene Maßnahme und die Gemeinde setze hier die richtigen Schwerpunkte, denn im Rahmen des Demografischen Wandels sei das Betreuungsangebot für Familien ein wichtiger Standortfaktor. Die Schulleiterin der MPS Obereisenhausen, Carla Fassold-Luttropp, erläuterte den Teilnehmern anschließend an der der Schule, wie das Modell des Verbundes mit den beiden anderen Schulen in Biedenkopf und Breidenbach aussehen könnte.

Auf dem Programm stand auch ein kurzer Stopp in Quotshausen an der Hörle, wo es um das Thema Hochwasserschutz und die derzeit laufenden Maßnahmen dazu ging.

Landrat Fischbach dankte zudem den Vertretern der Freiwilligen Feuerwehr, die zusammen mit Gemeindebrandinspektor Thilo Achenbach ebenfalls vor Ort waren. Dort gibt es zurzeit keine Probleme und nach den durchgeführten Arbeiten an den Feuerwehrgerätehäusern geht es inhaltlich zurzeit vor allem um den jeweiligen Fahrzugpark. Landrat Fischbach bedankte sich für das große Engagement der Feuerwehrleute.

Schließlich ging Landrat Fischbach auf die Finanzen der Gemeinde ein. „Unser Kommunal- und Finanzaufsicht hat kein Problem mit der Gemeinde Steffenberg. Mit einer Verschuldung von 953 Euro je Einwohner nimmt Steffenberg zurzeit die fünftbeste Position im Landkreis ein. Fischbach lobte die Gemeinde für den vorsichtigen Umgang mit den Finanzen.

Bürgermeister Peter Pfingst nahm das auf und verwies darauf, dass die finanzielle Belastung für die Gemeinde im kommenden Jahr deutlich größer ausfallen werde. Den geschätzten Fehlbetrag im Jahr von 800.000 Euro hätte man auf 130.000 bis 140.000 Euro senken können, aber im kommenden Jahr würde man besonders den Ausfall von Gewerbesteuereinnahmen und die höhere Belastung durch die dann beiden U3-Gruppen in der KiTa in Obereisenhausen spüren. Er bedankte sich für den Besuch des Landrats.

Auch Landrat Fischbach bedankte sich abschließend für die freundliche Aufnahme in Steffenberg und wünschte der Gemeinde für die Zukunft viel Erfolg.
 

Geschäftsführer Holger Aleit demonstriert Landrat Robert Fischbach, Kreistagsvorsitzendem Delef Ruffert und Bürgermeister Peter Pfingst  die Wirkungsweise eines von der Firma Aleit erstellten Werkzeugs. Foto: Landkreis

 

 

 

 

 

Geschäftsführer Holger Aleit demonstriert Landrat Robert Fischbach, Kreistagsvorsitzendem Delef Ruffert und Bürgermeister Peter Pfingst (v.r.n.l.) die Wirkungsweise eines von der Firma Aleit erstellten Werkzeugs.
Foto: Landkreis

 

Schulleiterin Carla Fassold-Luttropp (Bildmitte) erläuterte den Anwesenden das Modell des Verbundes mit den Schulen in Breidenbach und Biedenkopf vor der Mittelpunktschule in Obereisenhausen. Foto: Landkreis

 

 

 

 

 

 

Schulleiterin Carla Fassold-Luttropp (Bildmitte) erläuterte den Anwesenden das Modell des Verbundes mit den Schulen in Breidenbach und Biedenkopf vor der Mittelpunktschule in Obereisenhausen.
Foto: Landkreis

 

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