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Bundesverdienstkreuz für Erwin Junker – Finanzminister Dr. Thomas Schäfer: "Bemerkenswerter Einsatz für den Erhalt dörflicher Infrastruktur"

(Pressemitteilung 398/2014 vom 27.10.2014)

Erwin Junker aus Ebsdorfergrund-Hachborn ist heute mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Er erhielt das vom Bundespräsidenten verliehene Ehrenabzeichnen in der Ordensstufe „Verdienstkreuz am Bande“ aus den Händen von Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Kirsten Fründt, der Landrätin des Kreises Marburg-Biedenkopf. „Wie können wir das Leben im Ländlichen Raum attraktiv halten? Eine Antwort auf diese Frage ist: Mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich für den Erhalt dörflicher Infrastruktur einsetzen. Sehr geehrter Herr Junker, wir überreichen Ihnen heute diese Ehrung, weil Sie zu diesen Menschen zählen“, erklärte der Finanzminister in seiner Laudatio. Erwin Junker habe sich während seiner langjährigen ehrenamtlichen Arbeit in der Kommunalpolitik und im Vereinsleben mit viel Herzblut für seinen Heimatort eingesetzt. „Große Bürgernähe und Ansprechbarkeit – beides verbinden Ihre Mitbürger mit Ihrem Namen. Durch diese Eigenschaften haben Sie im Laufe Ihres langen Engagements auch immer wieder als Vermittler zwischen Bürgerschaft und Verwaltung gewirkt“, so Schäfer an den Geehrten gewandt.

„Menschen wie Erwin Junker sind die tragenden Säulen unserer Gesellschaft. Für das Engagement von Erwin Junker, der sich über viele Jahre und in unterschiedlichen Bereichen für das Gemeinwohl eingesetzt hat, möchten wir herzlich danken“, betonte Landrätin Kirsten Fründt. Ohne Menschen wie ihn würden große Lücken entstehen, die Staat, Politik und Verwaltung nicht füllen könnten.

Erwin Junker legte 1958 die Gesellenprüfung zum Schreiner ab. Daraufhin folgten mehrere Aus- und Weiterbildungen, verbunden mit Lehraufträgen im Fach Polytechnik. 1979 nahm er eine Tätigkeit als Lehr- und Ausbildungskraft in der Bildungseinrichtung des Deutschen Gewerkschaftsbundes „Berufsfortbildungswerk (BfW) GmbH“ auf. Dort arbeitete er bis zum Eintritt in den Ruhestand 1997 zunächst als Werkstattleiter, dann als Fachbereichsleiter und schließlich als Schulleiter.

Das Engagement Erwin Junkers erstreckt sich auf viele Bereiche: Im Ortsverein Hachborn der SPD war er von 1964 bis 1974 als Beisitzer und im Anschluss bis 2010 als Zweiter Vorsitzender tätig. In der Zeit von 1966 bis 1974 war Junker Gemeindevertreter der damals noch selbstständigen Gemeinde Hachborn und von 1985 bis 2011 Beigeordneter im Gemeindevorstand von Ebsdorfergrund. Seit 2010 ist er Erster Beigeordneter. Junker hat sich insbesondere für die Erneuerung der dörflichen Infrastruktur in Hachborn eingesetzt. Projekte, die er mit vorangetrieben hat, waren der Neubau des Bürgerzentrums und die Erneuerung des evangelischen Kindergartens sowie die Gestaltung von Gemeinschaftsflächen. Mit seinem handwerklichen Geschick hat Junker zur Realisierung dieser Baumaßnahmen beigetragen.

Zudem hat sich Erwin Junker für den Katastrophenschutz eingesetzt: In den Jahren 1989 bis 1996 war er Erster Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Hachborn und hat sich maßgeblich am Bau des Feuerwehrgerätehauses beteiligt.

Als Mitgründer und Vorstand des Vereins für Partnerschaften der Gemeinde Ebsdorfergrund hat er von 1999 bis 2007 das Bild der Gemeinde nach außen mitgeprägt. Darüber hinaus hat Junker ehrenamtlich für den Verein Ukraine-Moldavien-Hilfe e.V. gearbeitet. Im Rahmen dieses Engagements hat er als LKW-Fahrer in den Jahren 2001 bis 2003 mehrmals Hilfstransporte mit Bekleidung, Lebensmitteln und medizinischem Bedarf nach Osteuropa und auf den Balkan unterstützt.

Bereits im Jahr 2002 wurde Erwin Junker für sein beispielgebendes Wirken mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.

„Für Ihre herausragenden Verdienste um Ihre Heimatgemeinde und darüber hinaus möchten wir Ihnen herzlich danken. Sie haben mit Ihrer Arbeit dazu beigetragen, das Leben in den Dorfgemeinschaften von Ebsdorfergrund und Hachborn ein gutes Stück liebenswerter zu machen“, sagte der Finanzminister an den Geehrten gewandt. Engagierte Mitbürger wie Junker stellten sich selbstlos in den Dienst der Gemeinschaft. „Ich würde mir wünschen, dass sich daran auch die Vertreter der jüngeren Generationen ein Beispiel nehmen, denn eine lebendige Demokratie ist ohne Ehrenämter nicht möglich“, so Schäfer abschließend.

Im Landratsamt in Marburg-Cappel wurde das Bundesverdienstkreuz an Erwin Junker ausgehändigt (v.l.n.r.): Landrätin Kirsten Fründt, Elisabeth Koch (Lebensgefährtin des Geehrten), Erwin Junker und Staatsminister Dr. Thomas Schäfer.  Foto: Landkreis

Im Landratsamt in Marburg-Cappel wurde das Bundesverdienstkreuz an Erwin Junker ausgehändigt (v.l.n.r.): Landrätin Kirsten Fründt, Elisabeth Koch (Lebensgefährtin des Geehrten), Erwin Junker und Staatsminister Dr. Thomas Schäfer. 

Foto: Landkreis

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