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Rekommunalisierung von E.ON Mitte: Kommunale Aktionäre und konzessionsgebende Städte und Gemeinden vereinbaren engere Abstimmung

(Pressemitteilung 397/2013 vom 17. Oktober 2013)

Marburg-Biedenkopf/Kassel - Die kommunalen Aktionäre der E.ON Mitte AG und Vertreter der konzessionsgebenden Kommunen im Netzgebiet des regionalen Energieversorgers haben eine engere Abstimmung und Zusammenarbeit beim möglichen Kauf des Unternehmens vereinbart. Dies erklärten der Vorsitzende der Verhandlungsgruppe der kommunalen Aktionäre Landrat Robert Fischbach (Landkreis Marburg-Biedenkopf) und der Vorsitzende des Lenkungsausschusses der konzessionsgebenden Kommunen Bürgermeister Bernd Heßler (Borken) nach Vereinbarung eines gemeinsamen Eckpunktepapiers.


„Unser Grundverständnis ist es, dass sich die kommunalen Altaktionäre und möglichst viele der Kommunen, die die Konzessionen zur Strom- bzw. Gasversorgung an E.ON Mitte vergeben haben, gemeinsam an der neuen Gesellschaft beteiligen. Damit sind wir auf einem guten Weg, die Energieversorgung unserer Region wieder in die Hände der kommunalen Familie zu geben. Dies ist unser gemeinsames Ziel“, erklärten Fischbach und Heßler. Durch die vereinbarte Abstimmung zu organisatorischen und grundlegenden finanziellen Fragen sollen die am Kauf interessierten Kommunen ab jetzt enger in den laufenden Transaktionsprozess eingebunden werden.


Hintergrund der Zusammenarbeit ist der geplante Verkauf der vom E.ON Konzern gehaltenen Aktien der E.ON Mitte AG an die kommunalen Anteilseigner. Dies sind zwölf Landkreise und die Stadt Göttingen, die bisher über einen Anteil von 26,7 Prozent verfügen. In einer Vereinbarung hatten sich beide Seiten im Mai dieses Jahres darauf geeinigt, dass E.ON Mitte auf Basis eines neutralen Wertgutachtens vollständig in kommunalen Besitz übergehen soll. Davon ausgenommen ist die E.ON Mitte Vertrieb GmbH, die bei E.ON verbleiben und in eine neue, integrierte Vertriebsgesellschaft der E.ON Deutschland überführt werden soll. Die Umsetzung bedarf noch der Zustimmung durch die zuständigen Gremien des E.ON-Konzerns, der beteiligten Landkreise und der Stadt Göttingen.


Die kommunalen Aktionäre hatten in diesem Zusammenhang bereits frühzeitig für eine Erweiterung der zukünftigen Anteilseigner durch die Einbindung der konzessionsgebenden Kommunen im Netzgebiet geworben und waren auf ein positives Echo gestoßen. Mittlerweile haben 124 Städte und Gemeinden ein konkretes Interesse bekundet, die Beteiligung an dem neuen Unternehmen zu prüfen. Beim Verkauf der Aktien werden zunächst die kommunalen Altaktionäre 100 Prozent der Anteile erwerben. Die zuständigen Kreistagsgremien werden hierzu in den nächsten Wochen in intensive Beratungen einsteigen. In einem weiteren Schritt ist für 2014 vorgesehen, die Kommunen zu beteiligen. Um die Interessen dieser Kommunen zu bündeln und schnelle Entscheidungen treffen zu können, wurde im Frühjahr dieses Jahres ein Lenkungsausschuss gewählt.


Durch das gemeinsame Eckpunktepapier der Altaktionäre und der konzessionsgebenden Kommunen habe die angestrebte Rekommunalisierung eines der größten regionalen Energieversorgungsunternehmen in Deutschland eine zusätzliche Dynamik bekommen, unterstrichen Fischbach und Heßler gemeinsam.


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