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Gemeinsame Pressemitteilung des Landkreises und Rettungsdienstes Mittelhessen – Geräteanhänger verbessern Ausstattung des Rettungsdienstes im Landkreis Marburg-Biedenkopf sowie auf Langeoog und Spiekeroog – Material für die Versorgung von zehn Schwerverletzten
(Pressemitteilung Nr. 395/2012 vom 08.10.2012)
Marburg-Biedenkopf – Drei neue Geräteanhänger für den rettungsdienstlichen Einsatz stellte der DRK Rettungsdienst Mittelhessen gemeinsam mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf vor. Einer der Anhänger verbleibt im heimischen Landkreis, zwei treten ihre Reise in den Landkreis Wittmund an. Sie sollen auf den Nordseeinseln Langeoog und Spiekeroog stationiert werden. Dort betreibt der DRK Rettungsdienst Mittelhessen mit seiner Tochtergesellschaft MKT zwei Rettungswachen.

„Im Falle eines größeren Schadensereignisses braucht die Inselrettung Erweiterungsmöglichkeiten“, so Markus Müller, Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst Mittelhessen GmbH. „Wenn vor Ort mehrere Verletzte gleichzeitig zu versorgen sind, geraten unsere Inselwachen schnell an ihre Kapazitätsgrenzen.“ Nun soll auf den Inseln zusätzliches Material vorgehalten werden, so dass im Schadensfall nur Personal vom Festland zum Einsatzort gebracht werden muss.

Auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf soll der neue Geräteanhänger die Möglichkeiten des Rettungsdienstes erweitern. Er ermöglicht die Versorgung von zehn schwerverletzten Patienten durch den Rettungsdienst. Neben der notwendigen, notfallmedizinischen Ausstattung enthält er auch ein Zelt, in dem die Patienten versorgt und betreut werden können. Durch die gemeinschaftliche Beschaffung mit dem Landkreis Wittmund konnten nicht nur günstige Konditionen realisiert werden – gleichzeitig ist es auch möglich, die Hänger bei Bedarf auszuleihen oder auszutauschen, z.B., wenn Reparaturen fällig werden oder wenn größere Einsatzübungen anstehen.

Landrat Robert Fischbach: „Der Anhänger schließt im Fall von größeren Schadensereignissen eine Lücke zwischen dem Rettungsdienst und den Schnelleinsatzgruppen, die in solchen Fällen hinzugezogen werden und für die Versorgung von Leicht- und mittelschwer Verletzten ausgestattet sind. Nun gibt es eine zusätzliche Möglichkeit, vor Ort Schwerverletzte professionell zu versorgen.“ Mit dieser Anschaffung werde die Weiterentwicklung des heimischen Rettungsdienstes konsequent fortgesetzt.

Der Geräteanhänger wird beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen in Marburg stationiert. „Der endgültige Standort steht noch nicht fest“, so Markus Müller. „Wir planen schon seit längerem, für unseren Wachenstandort Marburg-Süd auf dem Gelände der Marburger Stadtwerke weitere Hallenplätze zu schaffen. Für den Baubeginn fehlt uns aber zurzeit noch das Einvernehmen mit den Nachbarn.“

Notfallmedizinisch voll ausgebildete Mitarbeiter des Rettungsdienstes sollen im Herbst für den Einsatz des Geräteanhängers geschult werden. Sie würden im Einsatzfall über eine Rufbereitschaft alarmiert werden. Perspektivisch ist geplant, dass ehrenamtliche Kräfte aus den Bereitschaften den technischen Teil des Einsatzes übernehmen und den Behandlungsplatz vor Ort aufbauen. Die Versorgung der Verletzten übernehmen die Mitarbeiter des Rettungsdienstes.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat die Beschaffung des Anhängers mit 25.000 Euro zur Hälfte mitfinanziert. Seine Basisausstattung beinhaltet das Material für die Einrichtung eines Behandlungsplatzes. Die andere Hälfte der Kosten übernahm der DRK Rettungsdienst Mittelhessen – ebenso wie rund 24.000 € für die erweiterte rettungsdienstliche Ausstattung. „Wir haben diesen Betrag vorfinanziert, um das Beschaffungsprojekt gemeinsam mit dem Landkreis Wittmund durchführen zu können“, so Müller. „Jetzt hoffen wir darauf, dass wir dafür noch weitere Unterstützung erhalten.“
 

Stellten die neuen Anhänger für die notfallmedizinische Einsatzverstärkung vor: Heiko Hartmann, Markus Müller und Dirk Schrey von der DRK Rettungsdienst Mittelhessen GmbH sowie Landrat Robert Fischbach, Kreisbrandinspektor Lars Schäfer und Maik Klein vom Fachbereich Gefahrenabwehr des Kreises. (Foto: Landkreis)

Stellten die neuen Anhänger für die notfallmedizinische Einsatzverstärkung vor: (v. li.) Heiko Hartmann, Markus Müller und Dirk Schrey von der DRK Rettungsdienst Mittelhessen GmbH sowie Landrat Robert Fischbach, Kreisbrandinspektor Lars Schäfer und Maik Klein vom Fachbereich Gefahrenabwehr des Kreises.

 

Dirk Schrey erläutert Landrat Robert Fischbach und Markus Müller (Geschäftsführer DRK Rettungsdienst Mittelhessen) die Ausstattung der neuen Anhänger, die Material für die Versorgung von zehn Schwerverletzten beinhalten. (Foto: Landkreis)

Dirk Schrey (v. li.) erläutert Landrat Robert Fischbach und Markus Müller (Geschäftsführer DRK Rettungsdienst Mittelhessen) die Ausstattung der neuen Anhänger, die Material für die Versorgung von zehn Schwerverletzten beinhalten.

(Fotos: Landkreis)

 

 

 

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