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Landrätin besucht die Gemeinde Weimar/Lahn – Interessante Einblicke und viele Gespräche

(Pressemitteilung 380/2015 vom 30.09.2015)

Marburg-Biedenkopf – Einmal im Rahmen einer Legislaturperiode versucht die Landrätin alle Städte und Gemeinden im Rahmen eines Gemeindebesuchs zu besuchen und sich vor Ort über bestimmte Maßnahmen, Probleme und Chancen zu informieren. „Ich nutze die Gemeindebesuche immer gerne dazu, Einblicke in eine Gemeinde zu bekommen. Es geht darum, zum Beispiel zu erfahren, mit welchen Problemen sich die Gemeinde zurzeit auseinandersetzen muss oder welche Perspektiven sich aufzeigen. Es geht aber immer auch um konkrete Projekte, die ich mir gerne vor Ort anschaue. Außerdem schätze ich die vielen persönlichen Gespräche, sowohl mit ehrenamtlich Aktiven als auch mit den Vertretern der Wirtschaft“, sagte Landrätin Kirsten Fründt nach dem Besuch der Gemeinde Weimar.

Bürgermeister Peter Eidam, der zusammen mit Vertretern des Gemeindevorstands und des Gemeindeparlaments sowie den jeweiligen Ortsvorstehern den Besuch der Landrätin begleitete, freute sich über die Möglichkeit, sich intensiv mit der Landrätin zu wichtigen Themen der Gemeinde austauschen zu können. Am 29. September standen bei herrlichem Wetter Besuche von drei Betrieben, eines Kindergartens, der Gemeindeverwaltung, der Synagoge Roth, der Feuerwehr und ein Gespräch mit ehrenamtlich Aktiven auf dem Programm.

Zuerst erfolgte ein Besuch der Kindertagesstätte Niederweimar inklusive der U 3 – Betreuung. Die Einrichtung zeigte sich sehr freundlich und modern und die Außenanlagen mit altem Baumbestand sind sehr einladend.

Erste Einblicke in die wirtschaftliche Leistungsstärke der Gemeinde erhielt die Landrätin bei der Firma YKK in Wenkbach. Der weltweit aufgestellte Konzern ist Weltmarktführer bei Reißverschlüssen, was im Grunde jeder bei seinen Jacken und Hosen selbst kontrollieren kann. Das Ergebnis ist verblüffend! Die Hauptverwaltung für Deutschland sitzt in Mainhausen, die Kernproduktion befindet sich jedoch in Wenkbach, wo im hoch modernen und hoch technisierten Betrieb (700 Maschinen) mit Hilfe von 150 bis 200 Beschäftigten rund eine Million Reißverschlüsse produziert werden. Eine Million Reißverschlüsse unterschiedlichster Art, Farbe, Länge und mit unterschiedlichen Materialien pro Woche! Vom normalen Jeansreißverschluss über Designerstücke bis hin zu Weltraum tauglichen Exemplaren reicht die Bandbreite. Diese gehen in den Großhandel oder sind Spezialanfertigungen. Landrätin Fründt war von dieser Produktionsvielfalt und der Leistungsstärke des Betriebs sehr angetan und dankte Armin Rödelbronn und seinen Kollegen für die interessante Führung durch das Unternehmen.

Anschließend besuchte sie, ebenfalls in Wenkbach, die Firma Deuker/Schratz. Das Familienunternehmen mit mehreren Standorten im Landkreis und in Gemünden hatte die leerstehenden Gebäude der Firma Pauly übernommen und für die eigenen Zwecke stark umgebaut. Die Firma bedient eine spezielle Nische, nämlich Sonderverpackungen mitsamt der Produkten etwa für Süßigkeiten komplett zu konfektionieren. „Um in solch einer Nische bestehen zu können, müssen wir immer schneller und vorausschauender als andere sein“, erläuterte Wolfgang Schratz, der zusammen mit Michael Deuker den Betrieb leitet. Durch eigene Kühlfahrzeuge ist der Betrieb sehr flexibel aufgestellt. In der gesamten Gruppe sind 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Erfreulicherweise konnten einige der früheren Beschäftigten der Firma Pauly übernommen werden und der Betrieb will weiter expandieren, sodass rund 100 Arbeitsplätze vor Ort angepeilt sind. Hohe Flexibilität und auch hohe Investitionen sind notwendig, um die geforderten Anforderungen und Auflagen zu erfüllen.

Auch hier war die Landrätin von der unternehmerischen Leistung sehr beeindruckt und wünschte der Firma weiterhin viel Erfolg.

Als drittes Unternehmen besuchte die Delegation die Firma Landmaschinen Becker in Niederwalgern, einen Landmaschinen-Fachbetrieb. Den Betrieb gibt es jetzt bereits 58 Jahre. Geschäftsführer Reiner Becker machte deutlich, dass es nicht darum geht, entsprechende Maschinen anzubieten: „Die Maschinen sind nur so gut wie der Service!“ Dementsprechend hält der Betrieb auch eine Reihe von Leihmaschinen zur Verfügung, sodass bei eventuell notwendigen Reparaturen, die landwirtschaftlichen Betriebe ein Leihfahrzeug erhalten können. Mitsamt der neuen und modernen Werkstatt und qualifizierten Mitarbeitern und auch der Möglichkeit, gebrauchte Maschinen zu erwerben, ist der Betrieb bestens aufgestellt. Abschließend wurde ein sehr moderner und imponierender 400-PS starker Claas-Schlepper mit vielen Funktionen vorgeführt, der großen Eindruck hinterließ. Kirsten Fründt dankte für die interessanten Einblicke.

Auch der Besuch der Landsynagoge Roth hinterließ einen sehr guten Eindruck. Der Landkreis, hatte er in den 1990er Jahren die Synagoge erworben und restauriert und ist noch im Besitz dieser Gedenkstätte. Während Dr. Annegret Wenz-Haubfleisch als Vorsitzende des Arbeitskreises Landsynagoge Roth von einem Glücksfall sprach, dass der Landkreis den Arbeitskreis mit der Nutzung der Gedenkstätte beauftragte, hob Landrätin Fründt hervor, dass es vielmehr aus Sicht des Landkreises ein Glücksfall sei, dass der Arbeitskreis Landsynagoge diese Aufgabe so engagiert übernehme und hier in ganz hervorragender Art und Weise im Bereich der sensiblen Erinnerungskultur arbeite. Gerade in der jetzigen Zeit, sei es so wichtig, an die Gräuel der Nazizeit und an die Verfolgung von Menschen zu erinnern. Sie wünschte dem Arbeitskreis weiterhin so viel Erfolg in seiner Arbeit, auch bei der Nutzung der Synagoge als außerschulischer Lernort.

Gemeindebrandinspektor Markus Herrmann informierte zusammen mit den Wehrführern aus den Ortsteilen Landrätin Fründt und Kreisbrandinspektor Lars Schäfer über die Feuerwehren in der Gemeinde Weimar. Wir fast überall im Landkreis stellt auch in der Gemeinde Weimar die Tagesalarmbereitschaft für die Feuerwehr ein Problem dar. Trotz der hervorragenden Jugendarbeit können die nachrückenden jungen Feuerwehrleute wahrscheinlich auf Dauer die benötigten rund 100 Einsatzkräfte in der Gemeinde nicht aufrechterhalten. Diese sind aber erforderlich, damit rund um die Uhr – auch zu ungünstigen Zeiten – die Hilfsfrist gewahrt werden kann. Schon heute müssen daher bei Einsätzen schon Feuerwehren mehrerer Dörfer alarmiert werden und dementsprechend mit mehr Fahrzeugen zum Einsatzort fahren. Dies ist erforderlich, um innerhalb von zehn Minuten die erforderliche Mindeststärke zu erreichen. Nach dem Ausbau der B 3a stellen die Unfälle auf dieser Straße einen Einsatzschwerpunkt dar. Ein Zusammenhang mit erhöhter Geschwindigkeit kann vermutet werden.

Abschließend besuchte Fründt zusammen mit Bürgermeister Eidam das neue Café und Restaurant Zeitlos an der Zeiteninsel in Argenstein. Dort unterhielt sie sich stellvertretend für alle Ehrenamtlichen in der Gemeinde mit Menschen, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen engagieren, vom Bürgerbus über die AWO bis hin zur Seniorenarbeit. Sie dankte allen, die mit ihrem persönlichen Engagement dazu beitragen, dass das Leben in der Gemeinde dadurch so viel lebenswerter wird.

„Das war für mich ein sehr interessanter Tag mit guten Einblicken in die Gemeinde. Ich bedanke mich für die vielen guten Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, mit den Vertretern der gemeindlichen Gremien sowie bei Bürgermeister Eidam, der das umfangreiche Programm für diesen Tag erstellt hat“, so Landrätin Kirsten Fründt. 


Im neuen Café Restaurant Zeitlos in Argenstein gegenüber der Zeiteninsel traf sich Landrätin Kirsten Fründt mit einigen ehrenamtlich aktiven Männern und Frauen, um von deren Arbeit zu erfahren und ihnen stellvertretend für die in der Gemeinde ehrenamtlich Aktiven zu danken.  Foto: Landkreis

Im neuen Café Restaurant Zeitlos in Argenstein gegenüber der Zeiteninsel traf sich Landrätin Kirsten Fründt mit einigen ehrenamtlich aktiven Männern und Frauen, um von deren Arbeit zu erfahren und ihnen stellvertretend für die in der Gemeinde ehrenamtlich Aktiven zu danken.


Ein großer Schlepper mit 400 PS imponierte der Delegation rund um Landrätin Kirsten Fründt und Bürgermeister Eidam. Foto: Landkreis

Ein großer Schlepper mit 400 PS imponierte der Delegation rund um Landrätin Kirsten Fründt und Bürgermeister Eidam.


Sehr beeindruckend war der Besuch der Firma YKK in Wenkbach, wo die bekannten YKK-Reißverschlüsse hergestellt werden. Foto: Landkreis

Sehr beeindruckend war der Besuch der Firma YKK in Wenkbach, wo die bekannten YKK-Reißverschlüsse hergestellt werden.

Fotos: Landkreis

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