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Landrat: „Die Versorgung des Landkreises mit schnellem Internet ist die wichtigste Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unseres Standortes“ – Landkreis ruft nach wie vor zur Mitwirkung an der Online-Umfrage zur Breitbandversorgung als Vorrausetzung für die Realisierung auf
(Pressemitteilung Nr. 377/2012 vom 20.09.2012)
Marburg-Biedenkopf – „Die Versorgung mit schnellem Internet ist eine der bedeutendsten Zukunftsaufgaben für unseren Landkreis. Sie ist eine der wichtigsten Vorraussetzungen für die Zukunftsfähigkeit unseres Standortes“, sagte Landrat Robert Fischbach. Da die großen Telekommunikationsanbieter bei uns im ländlichen Raum von sich aus diese Versorgungsstrukturen aus wirtschaftlichen Gründen nicht realisieren würden, müssten Landkreis und Kommunen dies mit eigenen Strukturen schaffen. Dazu gibt es aus Sicht von Landrat Fischbach keine Alternative!

Außer für Betriebe, Selbstständige, Schulen und Institutionen ist das schnelle Internet auch für den privaten Gebrauch ein so wichtiges Thema, dass es bei der Wohnungswahl oder beim Gebäudekauf schon entscheidend sein kann.

Voraussetzung für die Realisierung ist allerdings die Feststellung des Bedarfs einer schnellen Internetverbindung durch die Befragung der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, die zu nichts verpflichtet.

Der Landkreis sowie die Städte und Gemeinden benötigen die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage. Nur wenn eine ausreichende Anzahl der Menschen im Landkreis bestätigen, dass sie einen Bedarf von mindestens 25 bis 50 Mbit/s in den nächsten Jahren haben, darf in den Breitbandausbau im Sinne der öffentlichen Daseinsvorsorge investiert werden.

Rund 550 Kilometer Glasfaserleitungen müssen im Landkreis verlegt werden. „So hoffen wir, in den nächsten drei Jahren die flächendeckende Versorgung im Landkreis Marburg-Biedenkopf mit Glasfaser gestützter Internetversorgung zu realisieren, die im ersten Schritt eine Geschwindigkeit von bis zu 50 Megabit pro Sekunde ermöglicht und weitere Optionen für weit höhere Geschwindigkeiten offen hält. Damit wären wir für die Zukunft gut gerüstet“, so Fischbach. Er betonte besonders das gute Zusammenspiel mit den Städten und Gemeinden, denn nur gemeinsam könne man eine so große Aufgabe bewältigen.

Derzeit haben sich rund 5.500 Menschen an der Onlinebefragung beteiligt, die bis zum 31. Oktober 2012 läuft. Mit diesem Zwischenstand sind Landkreis und Kommunen zwar durchaus zufrieden und bedanken sich bei allen, die bereits daran teilgenommen haben, aber der Wunsch ist es, dass sich noch viele Menschen daran beteiligen, um dem Vorhaben größeren Nachdruck zu verleihen (www.marburg-biedenkopf.de / Ticker).

Die Realisierung einer flächendeckenden Breitbandversorgung soll mittels einer zu gründenden Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH erfolgen. Dabei kommt dieser Gesellschaft nach der geplanten Betriebsstruktur ausschließlich die Finanzierung und Eigentümerschaft des passiven Netzes zu. Für die Herstellung des passiven Netzes ist ein Betrag von circa 43 Millionen Euro kalkuliert. Diese 43 Millionen Euro werden von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen zur Verfügung gestellt und durch eine einhundertprozentige Landesbürgschaft abgesichert. Darüber hinaus benötigt die Gesellschaft Eigenkapital und Betriebsmittel in Höhe von rund zehn Millionen Euro.

Der Landkreis ist im Gespräch mit mehreren Anbietern, die dann als Betreiber des Netzes fungieren könnten.

[Am 21. September hat der Kreistag Marburg-Biedenkopf der Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zum Aufbau einer flächendeckenden Breitbandversorgung im Landkreis Marburg-Biedenkopf mit großer Mehrheit zugestimmt].

 

 

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