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Gemeinsame Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums der Finanzen und des Landkreises Marburg-Biedenkopf: Bundesverdienstkreuz für Wilhelm Brand – Finanzminister Dr. Thomas Schäfer: "Ehrenamtliches Wirken über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg spricht für sich"

(Pressemitteilung 375/2014 vom 10.10.2014)

„Taten sprechen oft eine deutlichere Sprache als Worte: Sehr geehrter Herr Brand, Ihr ehrenamtliches Wirken über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg spricht für sich und für Sie“, mit diesen Worten überreichte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer gemeinsam mit Marburgs Landrätin Kirsten Fründt heute das Bundesverdienstkreuz an Wilhelm Brand aus Stadtallendorf-Niederklein. Das vom Bundespräsidenten verliehene Ehrenabzeichen wurde Brand in der Ordensstufe „Verdienstkreuz am Bande“ übergeben. „Sie haben sich auf vielfältige Weise für unsere Gesellschaft stark gemacht: in Kirche und Kommunalpolitik, aber auch bei der Freiwilligen Feuerwehr und im Naturschutz. Über einen derart langen Zeitraum ehrenamtlich tätig zu sein, bedeutet gelegentlich auch, Rückschläge in der eigenen Arbeit wegstecken zu müssen und weiterzumachen“, erklärte der Finanzminister gegenüber Brand. Schäfer dankte dem Geehrten deshalb auch für dessen Mut und Durchhaltewillen.

„Das Engagement von Wilhelm Brand zeigt sehr eindrucksvoll, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl einzusetzen. Es macht zudem deutlich, dass eine Gesellschaft das Ehrenamt und aktive Menschen braucht um gut zu funktionieren“, erklärte Landrätin Kirsten Fründt.

Wilhelm Brand absolvierte eine Maurerlehre und arbeitete zunächst für einige Jahre in diesem Beruf. Im Jahr 1965 besuchte er eine Maurerpolierschule in Frankfurt am Main und war im Anschluss bis zum Eintritt in den Ruhestand 1999 beim Staatsbauamt Marburg tätig.

Brands ehrenamtlicher Einsatz ist facettenreich: Von 1968 bis 1972 hat er als Gemeindevertreter für den Stadtallendorfer Ortsteil Niederklein die Kommunalpolitik mitgeprägt. In dieser Zeit war er auch Mitglied im Bauausschuss und hat dort sein fachliches Wissen eingebracht.

Eine wichtige Rolle spielt darüber hinaus sein Engagement für die Freiwillige Feuerwehr Niederklein. Dort war er 1958 und 1959 Zweiter Kassierer und im Anschluss bis 1973 Erster Schriftführer. Darüber hinaus war er von 1983 bis 1988 Zweiter Vorsitzender. Ein wichtiges Anliegen war ihm außerdem die Ausbildung des Nachwuchses: 1968 gründete er deshalb die Jugendfeuerwehr in Niederklein, die er bis 1983 leitete. Gleichzeitig war er Mitglied im Kreisvorstand der Jugendfeuerwehr. Maßgeblich hat Brand auch am Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses mitgewirkt, wobei er sein handwerkliches und planerisches Können einbrachte.

Großen Raum im Rahmen seiner Ehrenämter nahm auch die Unterstützung der katholischen Kirchengemeinde in Niederklein ein: Für den Bau einer Mariengrotte im Jahr 1975 organisierte Wilhelm Brand den Baustellenablauf und führt dort auch heute noch Reparaturen durch. Sein Engagement hat ferner zur erfolgreichen Sanierung der Kirche (1995-1997) sowie zum Teilneubau des Pfarrheims (1997-2001) beigetragen. Als Mitglied des kirchlichen Verwaltungsrates hat Brand in den Jahren 1985 bis 2003 die Interessen der Kirchengemeinde vertreten.

Doch nicht nur in diesen Bereichen hat sich Wilhelm Brand ehrenamtlich eingebracht: Er ist außerdem seit 1985 Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Ortsgruppe des Naturschutzbundes in Stadtallendorf-Schweinsberg. Als Ortsgerichtsschöffe war er darüber hinaus beim Amtsgericht Kirchhain von 1971 bis 2011 tätig.

Wilhelm Brand wurde für seinen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz 1982 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.

Der Finanzminister betonte: „Das Verhältnis zwischen Mensch und Amt ist wechselseitig. So prägt die ehrenamtliche Arbeit einerseits die Person, die sich uneigennützig einsetzt. Sehr geehrter Herr Brand, nach mehr als 50 Jahren des ehrenamtlichen Engagements können wir heute aber auch festhalten, dass Sie in außerordentlichem Maße Ihre Ehrenämter geprägt haben.“ Schäfer erklärte, dass der Geehrte damit ein Vorbild für jüngere Generationen sei. „Mit meinem Dank möchte ich deshalb auch die Hoffnung verknüpfen, dass Sie sich weiterhin so tatkräftig für Ihre Mitmenschen engagieren“, so der Minister abschließend.

Bundesverdienstkreuzverleihung im Landratsamt in Marburg (v.l.n.r.): Landrätin Kirsten Fründt, Maria Brand, Wilhelm Brand, Staatsminister Dr. Thomas Schäfer und davor die Enkel Nich und Ben Brand.   Foto: Landkreis

Bundesverdienstkreuzverleihung im Landratsamt in Marburg (v.l.n.r.): Landrätin Kirsten Fründt, Maria Brand, Wilhelm Brand, Staatsminister Dr. Thomas Schäfer und davor die Enkel Nich und Ben Brand.
 
Foto: Landkreis

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