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KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf verzeichnet höchste Inanspruchnahme des Bildungs- und Teilhabepaketes auf Hessenebene – Erstmals vergleichbare Statistik offenbart hervorragendes Ergebnis
(Pressemitteilung Nr. 365/2012 vom 14.09.2012)
Marburg-Biedenkopf – „Erstmals bietet eine vergleichbare Statistik in Hessen die Chance einer eigenen Einordnung der Arbeit im Bildungs- und Teilhabepaket. Marburg-Biedenkopf schneidet dabei hessenweit am besten ab. Wir können stolz auf das Ergebnis sein, weil es bedeutet, dass das doch sehr aufwändige und bürokratische Programm im Landkreis Marburg-Biedenkopf so umgesetzt wird, dass tatsächlich eine große Anzahl Kinder und Jugendliche davon profitieren. Die sehr aktive und frühzeitig geleistete Informationsarbeit zeigt hier seine Wirkung.“ So äußerte sich der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern zum Spitzenplatz in Hessen.

Der Sozialausschuss des Hessischen Landkreistages hatte im Juni 2012 dem erarbeiteten Konzept für eine einheitliche Statistik zum Bildungs- und Teilhabepaket zugestimmt. Für die Kommunen in Hessen sind dabei der Beobachtungszeitraum, die Zahl der potentiell anspruchsberechtigten Kinder und Jugendlichen, die Quote zur Inanspruchnahme der Leistungen durch die Kinder und Jugendlichen und die Zahl der Bewilligung der einzelnen Leistungsarten relevant und klar definiert. Die erste Meldung erfolgte zum 30. Juni 2012.

In der ersten Auswertung nach den neuen statistischen Vorgaben erreichte nun der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit 51,78 Prozent im Rechtskreis SGB II den ersten Platz und liegt damit weit über dem Hessendurchschnitt von 34,75 Prozent. Es handelt es sich hierbei um die aktive Inanspruchnahme aller Leistungsarten außer dem Schulbedarf, da dieser in den Rechtskreisen SGB II und SGB XII automatisch mit den Zahlungen im August bzw. im März jeden Jahres ohne Antrag ausgezahlt wird.

„Ich glaube, dass unsere intensive Informationsarbeit in Sachen Bildungs- und Teilhabepaket zum Erfolg geführt hat. Das gilt für die zentrale Telefon-Hotline, das zweimalige Anschreiben aller leistungsberechtigten Familien, Informationsflyer und Plakate, auch auf Russisch und Türkisch, die Präsenz bei Elternabenden in Schulen sowie intensive Information der sozialen Institutionen und Partner“, ergänzte Dr. McGovern.

Das sogenannte „Bildungs- und Teilhabepaket trat mit der Reform des Zweiten und Zwölften Sozialgesetzbuches im April 2011 in Kraft. Dies ermöglicht die Bezuschussung kultureller, sportlicher oder musischer Angebote pro Kind und Jugendlichem bis zu einem Gesamtbetrag von 120 Euro im Jahr. Mit dem Bildungspaket können auch Lernmaterialien für alle Schülerinnen und Schüler und Beförderungskosten bei Besuch einer weiterführenden Schule bezuschusst werden. Eine zusätzliche außerschulische Lernförderung wird ermöglicht, wenn bei Kindern und Jugendlichen in der Schule die Versetzung gefährdet ist. Bei Tagesausflügen und Klassenfahrten werden die tatsächlich anfallenden Kosten übernommen und die gemeinschaftliche Mittagsverpflegung in Kindertageseinrichtungen und Schulen werden bis auf einen Eigenanteil von einem Euro ermöglicht.

Für mehr als 5.500 leistungsberechtigte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene setzt der Landkreis Marburg-Biedenkopf im Kreisgebiet und der Stadt Marburg das Bildungs- und Teilhabepaket um. Da der größte Anteil der leistungsberechtigten Kinder zusammen mit ihren Eltern vom KreisJobCenter betreut wird, wurde dort eine Koordinierungsstelle „Bildung und Teilhabe“ geschaffen. Aufgrund der Tatsache, dass der Leistungsanspruch nicht nur für Kinder besteht, deren Eltern Arbeitslosengeld II beziehen, wurde die Koordinierungsstelle ebenfalls mit der Bearbeitung der Anträge der Wohngeld- und Kinderzuschlagsempfänger beauftragt.

Lediglich die Kinder und Jugendlichen, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII oder Asylbewerberleistungsgesetz erhalten und ebenfalls Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket erhalten können, haben ihre jeweilige Sozialbehörde als eigene Antragsstelle mit identischen Antragsformularen.

Weitere Informationen zum Bildungs- und Teilhabepaket finden Interessierte im Internet unter www.marburg-biedenkopf.de und auf den Seiten des KreisJobCenters unter www.kreisjobcenter.marburg-biedenkopf.de. Die Info-Hotline ist montags bis freitags in der Zeit von 10 Uhr bis 12 Uhr zur Klärung von Fragen unter der Telefonnummer 06421 405-7133 zu erreichen.

  Eingangsschild des KreisJobCenters in Marburg in der Raiffeisenstraße. Foto: Landkreis
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Eingangsschild des KreisJobCenters in Marburg in der Raiffeisenstraße.
Foto: Landkreis

 

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