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Schulsozialarbeiter tauschen sich mit Landrätin aus – In Dautphe waren die neuen bewegungsorientierten Programmpunkte und der Umgang mit Flüchtlingskindern Thema

(Pressemitteilung 359/2015 vom 18.09.2015)

Marburg-Biedenkopf – Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat zu Beginn des neuen Schuljahres die Angebote der Schulsozialarbeit an den Grundschulen mit weiteren bewegungsorientierten Programmpunkten ausgebaut. Um weitere Schwerpunkte sowie Probleme der Arbeit zu thematisieren, hat ein Austausch zwischen der Landrätin Kirsten Fründt und den pädagogischen Fachkräften stattgefunden. Dabei kam unter anderem die Rolle bei der Betreuung von Flüchtlingskindern an den kreisweiten Schulen zur Sprache.

Deutlich wurde in dem Gespräch in der Dautphetaler Mittelpunktschule, dass Schulsozialarbeit allgemein einen wichtigen Beitrag zur Stärkung sozialer Kompetenzen und des Miteinanders der Schülerinnen und Schülern in den Klassen leistet. Landrätin Kirsten Fründt ist der Überzeugung, dass sich nachhaltige Wirkungen für die Bildungs- und Entwicklungschancen junger Menschen dann am besten erreichen lassen, wenn eine möglichst frühzeitige Förderung erfolgt: „Entscheidende Weichenstellungen für die weitere Zukunft der Kinder werden schon im Grundschulalter gestellt.“ Eine gute Bildung sei das Eingangstor für die gesellschaftliche Teilhabe und die Basis dafür, ein selbstständiges und eigenverantwortliches Leben führen zu können.

Von den pädagogischen Fachkräften der Schulsozialarbeit wurde betont, dass durch die mit dem Landkreis erfolgte Weiterentwicklung der Arbeit und die Bereitstellung der finanziellen Mittel die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule gestärkt werden konnte. Das Angebot komme immer besser bei den Schulen des Landkreises an, stellte auch Uwe Pöppler, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales, fest.

Das aktuelle Thema der Flüchtlinge erreicht nun auch landkreisweit die Schulen. Immer mehr Flüchtlingskinder besuchen die Schule und rutschen gleichzeitig ins Betreuungsangebot der Schulsozialarbeit. Mit Bemühungen um Kontakte und Aufklärung versuchen die pädagogischen Fachkräfte bereits, Ängste und Vorurteile auf beiden Seiten zu nehmen. „Die Schulsozialarbeit des Landkreises wirkt Ausgrenzungstendenzen entgegen, arbeitet vernetzt und ist ein verlässlicher Partner der Jugendlichen, Eltern und Lehrkräfte“, meint Uwe Pöppler. Trotzdem müssten die Rollen in der Betreuung klarer abgesteckt werden.

Die Schulsozialarbeit ist ein Bestandteil der Jugendhilfe und wird vom Fachbereich Familie, Jugend und Soziales geleitet. Dieser bietet auch in regelmäßigen Abständen einen Erfahrungsaustausch für die pädagogischen Fachkräfte zur Weiterentwicklung des Angebots an. Mit der Durchführung der Schulsozialarbeit beauftragt der Landkreis freie Träger der Jugendhilfe und Fördervereine, ebenso wie Kommunen. Die Große Koalition hat für diesen Bereich die Mittel auf jährlich 760.000 Euro erhöht. Mittlerweile gibt es an 36 Schulen im Landkreis Angebote der Schulsozialarbeit, die aus Kreismitteln finanziert und von insgesamt 22 pädagogischen Fachkräften von verschiedenen Trägern aus dem Kreis betreut werden.

Grundausrichtung der Schulsozialarbeit ist das soziale Lernen in der Gruppe, aber auch die Arbeit mit einzelnen Schülerinnen und Schülern. Ohne Leistungsdruck können die Kinder möglichst in naturnahen Räumen ihren Bewegungs- und Entdeckungsdrang ausleben. Dabei werden ihnen Erfahrungen mit vielen Sinnen geboten und die Möglichkeiten eröffnet, mit Herausforderungen und eigenen Grenzen zu experimentieren.

Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit allen Akteuren wird der Fokus neben dem schulischen Alltag der Kinder und Jugendlichen auch auf die außerschulischen Aktivitäten junger Menschen gelegt. Deshalb unterstützt die Schulsozialarbeit die Schule auch bei der Öffnung in das Gemeinwesen und bahnt Kontakte zu Angeboten außerhalb der Lehranstalt an. So erfolgt beispielsweise eine enge Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes, der kommunalen und verbandlichen Jugendarbeit sowie den regionalen Beratungs- und Förderzentren.

Zum Abschluss des Treffens hob die Landrätin nochmals die zentrale Bedeutung der Schulsozialarbeit im Landkreis hervor und bedankte sich bei den eingetroffenen Pädagoginnen und Pädagogen für das konstruktive Gespräch und ihre wertvolle Arbeit an den Schulen.

Die teilnehmenden Schulpädagoginnen und Schulpädagogen tauschten sich mit der Landrätin Kirsten Fründt (8.v.l.) sowie mit (v.l.) Uwe Pöppler (Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales) und Siegfried Heppner (zuständig für die Schulsozialarbeit) an der Mittelpunktsschule in Dautphetal aus.

Die teilnehmenden Schulpädagoginnen und Schulpädagogen tauschten sich mit der Landrätin Kirsten Fründt (8.v.l.) sowie mit (v.l.) Uwe Pöppler (Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales) und Siegfried Heppner (zuständig für die Schulsozialarbeit) an der Mittelpunktsschule in Dautphetal aus.

Die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sprachen in der Runde mit der Landrätin über Erfahrungen und Probleme.

Die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sprachen in der Runde mit der Landrätin über Erfahrungen und Probleme.                  

(Fotos: Landkreis Marburg-Biedenkopf/Joshua Müller)                                                             


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