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Erinnerungen an die Militärzeit von Jakob Nispel – Außergewöhnliche Ausstellungsstücke sind Exponate des Monats im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf

(Pressemitteilung 358/2017)

Marburg-Biedenkopf – Bei den Exponaten des Monats im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf handelt es sich um einen Metallbilderrahmen mit einer Fotografie zum Aufstellen sowie ein Glas mit Zinnhalterung. Sie erinnern an die Militärzeit von Schreinermeister Jakob Nispel aus Eckelshausen zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Gestiftet wurden die Gegenstände von Dr. Joachim Nispel (Frankfurt/Main) und Dieter Nispel (Weimar/Lahn). Sie stammen aus dem Nachlass von deren Tante Erna Nispel. Ursprünglich gehörten sie deren Vater, dem Schreinermeister Jakob Nispel aus Eckelshausen. Die Exponate erinnern an seine Dienstzeit beim Militär um 1905/10.

Beide Exponate sind außergewöhnliche Stücke in der Sammlung des Hinterlandmuseums von Erinnerungsstücken an die militärische Dienstzeit vor und während des Ersten Weltkrieges.

Jakob Nispel gehörte dem „Infanterie-Regiment Nr. 143“ der Preußischen Armee an, das 1890 gegründet worden war. 1903 wurde es umbenannt in „4. Unter-Elsässisches Infanterie-Regiment Nr.143“. Stationiert war die Garnison in Straßburg, das 3. Bataillon bis 1897 in Kehl und seit 1898 im elsässischen Mutzig, etwa 30 Kilometer westlich von Straßburg. Während des Ersten Weltkrieges war das Regiment an der Westfront im Einsatz. Ende 1918 wurde es zum Grenzschutz im Westerwald eingeteilt und am 1. April 1919 aufgelöst.

Die gerahmte Schwarz-Weiß-Fotografie zeigt den jungen Soldaten Jakob Nispel in Uniform. Aufgenommen wurde sie im Fotostudio Arthur Hürter in „Mutzig i./ELS“, das mehrere Aufnahmen dieser Art fertigte. Nispel lehnt auf dem Foto an einem Tisch, auf dem ein Bierkrug steht.

Der Rahmen besteht aus jeweils drei links und rechts zusammengesteckten Patronenhülsen. Aufgesetzt ist ein kleines Emaille-Schild mit der Regimentsnummer „143“. Dieses wird umgeben Aufgesetzt ist ein kleines Emaille-Schild mit der Regimentsnummer „143“. Dieses wird umgeben von einem Eichenlaubkranz, von Waffen und von den Fahnen des Deutschen Reiches und des Königreichs Preußen. Als Bekrönung ist die deutsche Kaiserkrone aufgesetzt.

Die Halterung des Glases ist aus Zinn und in aufwändigen filigranen Jugendstilmotiven gehalten. Das Glas selbst ist dünnwandig, mundgeblasen und mit einem einfachen Goldrand verziert. Eine Seite der Halterung zeigt wieder das Emaille-Feld mit der Regimentsnummer „143“. Hier wird es gerahmt von einer Pickelhaube, einem Lorbeerkranz, Stich- und Schusswaffen sowie der deutschen Kaiserkrone. Eine Umschrift erläutert: „Zur Erinnerung an/ meine Dienstzeit“. Außerdem finden sich die Buchstaben „D.R.G.M“, einer von 1891 bis etwa 1945 üblichen Bezeichnung für Objekte, für die das „Deutsche Reichs-Gebrauchsmuster“ beantragt wurde. Die andere Seite des Glases zeigt die Westfassade des Straßburger Münsters.

Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf:

Die wechselnden Exponate des Monats können im Rahmen der Dauerausstellung im Hinterlandmuseum im kreiseigenen Schloss Biedenkopf bis 15. November 2017 dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr besucht werden.

Weitere Informationen sind beim Hinterlandmuseum (Telefon: 06461 924651, E-Mail: Hinterlandmuseum@marburg-biedenkopf.de ) oder im Internet unter www.marburg-biedenkopf.de/kultur/hinterlandmuseum-schloss-biedenkopf/ erhältlich.

Eintrittspreise:

Erwachsene: 2,50 Euro

Kinder bis 14 Jahre: 1,30 Euro

Gruppen pro Person jeweils: 2,00 Euro

Schulgruppen pro Person: 1,00 Euro

Inhaber der Ehrenamtscard: frei

Beide Exponate sind außergewöhnliche Stücke in der Sammlung des Hinterlandmuseums von Erinnerungsstücken an die militärische Dienstzeit vor und während des Ersten Weltkrieges. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Beide Exponate sind außergewöhnliche Stücke in der Sammlung des Hinterlandmuseums von Erinnerungsstücken an die militärische Dienstzeit vor und während des Ersten Weltkrieges.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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