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Flüchtlingsunterkunft: Kreis, Stadt und Regierungspräsidium informieren Stadtallendorfer Bürger – Informationsveranstaltung gab Raum für Fragen und Antworten

(Pressemitteilung 354/2015 vom 17.09.2015)

Marburg-Biedenkopf – In einer ersten Informationsveranstaltung haben Landrätin Kirsten Fründt, Bürgermeister Christian Somogyi, Karin Ohm-Winter vom Regierungspräsidium (RP) Gießen und Bodo Koch von der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf die Bürgerinnen und Bürger mit aktuellen Informationen zur Notunterkunft für Flüchtlinge in Stadtallendorf informiert. Rund 450 Interessierte waren am Dienstagabend der kurzfristigen Einladung in die Stadtallendorfer Stadthalle gefolgt.

Die Landrätin und der Bürgermeister dankten zunächst den rund 600 Einsatzkräften des Katastrophenschutzes aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Bundeswehr, die es am vergangenen Wochenende geschafft hatten, innerhalb kürzester Zeit eine Zeltstadt für bis zu 750 Menschen zu bauen. Dort sei sehr professionelle Arbeit geleistet worden, stellten Kirsten Fründt und Christian Somogyi anerkennend fest.

Landrätin Kirsten Fründt erklärte, dass den Verantwortlichen bewusst sei, dass es bei den Bürgerinnen und Bürgern nun viele Fragen, Unsicherheiten und zum Teil auch Befürchtungen gebe. „Deshalb haben wir uns dafür entschieden, so früh wie möglich auch Raum für Fragen und Antworten zu geben“, sagte die Landrätin.

Wie der Bürgermeister betonte, sei es wichtig, die Menschen in Stadtallendorf frühzeitig über die aktuelle Situation zu informieren – auch um Gerüchten, Spekulationen und Falschinformationen zu begegnen.

Karin Ohm-Winter als Vertreterin des RP warb um Verständnis, dass die Behörde die Menschen in Stadtallendorf nicht vorher informieren konnte. Doch der Flüchtlingszustrom am vergangenen Wochenende habe schnelles Handeln erforderlich gemacht. Sie bat die Menschen in Stadtallendorf gleichzeitig um Unterstützung dort, wo sie nötig sei. Sie betonte, dass die Menschen einen langen, anstrengenden und zum Teil auch gefährlichen Fluchtweg hinter sich hätten. „Was diese Menschen jetzt brauchen, ist zunächst Ruhe und Sicherheit“, so Karin Ohm-Winter.

Der Bürgermeister betonte, dass Stadtallendorf eine lange Geschichte im Hinblick auf Integration und Zuwanderung habe. „Menschen aus 70 Nationen leben in unserer Stadt und ich bin zuversichtlich, dass wir den Flüchtlingen offen begegnen werden“, so Christian Somogyi.

Die Stadtallendorfer, die zu der Informationsveranstaltung gekommen waren, standen der neuen Situation offen gegenüber. So wurden zum Beispiel Fragen nach konkreten Hilfsmöglichkeiten für die Flüchtlinge gestellt, welche Hilfestellungen nötig seien und wie zum Beispiel Sachspenden organisiert werden könnten. Der Bürgermeister teilte mit, dass die Stadtverwaltung entsprechende Strukturen schaffen werde. Ein Mitarbeiter der Stadt werde sich gezielt um die Fragen kümmern. Als Ansprechpartner nannte er Markus Hader, der die Hilfsangebote koordinieren werde. Er ist telefonisch unter der Nummer 06428 707-330 erreichbar.

Zu Fragen nach der Sicherheit sagte Bodo Koch von der Polizei, dass die Polizei in Stadtallendorf und im Landkreis Marburg-Biedenkopf der neuen Herausforderung gewachsen sei. Die Erfahrungen aus anderen Städten mit Erstaufnahmeeinrichtungen zeigten, dass die Befürchtungen zum Beispiel zu einem Anstieg der Kriminalität unbegründet seien. Natürlich könne die Unterbringung der Menschen zu Konflikten führen, die Polizei werde aber die Sicherheit gewährleisten.

Landrätin Kirsten Fründt (stehend) moderierte die Informationsveranstaltung und stand den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam mit (v.li) Karin Ohm-Winter (Regierungspräsidium Gießen), Bürgermeister Christian Somogyi und Bodo Koch (Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf) Rede und Antwort.

Landrätin Kirsten Fründt (stehend) moderierte die Informationsveranstaltung und stand den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam mit (v.li) Karin Ohm-Winter (Regierungspräsidium Gießen), Bürgermeister Christian Somogyi und Bodo Koch (Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf) Rede und Antwort.

Karin Ohm-Winter vom Regierungspräsidium Gießen erläuterte den Stadtallendorfern die aktuelle Flüchtlingssituation.

Karin Ohm-Winter vom Regierungspräsidium Gießen erläuterte den Stadtallendorfern die aktuelle Flüchtlingssituation.

Rund 450 Bürgerinnen und Bürger aus Stadtallendorf waren der kurzfristigen Einladung zu einer ersten Informationsveranstaltung gefolgt.

Rund 450 Bürgerinnen und Bürger aus Stadtallendorf waren der kurzfristigen Einladung zu einer ersten Informationsveranstaltung gefolgt.

(Fotos: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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