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Wege verkürzen, Abläufe straffen und Entscheidungen beschleunigen – Kreisverwaltung setzt mit neuen Strukturen Modernisierungsprozess fort

(Pressemitteilung 352/2016 vom 05.09.2016)

Marburg-Biedenkopf – Mit neuen Strukturen in verschiedenen Fachabteilungen möchte die Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf Arbeitsabläufe straffen und damit auch Entscheidungen beschleunigen. Damit schreitet nicht nur der Prozess der Weiterentwicklung im Landratsamt konsequent voran. Auch die Modernisierung der Verwaltung wird fortgesetzt. Die strukturellen und personellen Veränderungen werden in den nächsten Monaten wirksam werden.

„Unser Ziel ist es, die Verwaltung zu modernisieren und fit für die Zukunft zu machen“, erläuterte Landrätin Kirsten Fründt. Dazu gehöre im Interesse der Bürgerinnen und Bürger auch, den Verwaltungsapparat zu verschlanken, Zwischenebenen zu reduzieren, Abläufe zu straffen, Entscheidungen zu beschleunigen sowie das Potenzial der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirksam und effizient einzusetzen und auch weiter zu entwickeln.

„Wir haben uns intensiv mit den anstehenden Herausforderungen und mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Verwaltung auseinandergesetzt. Dazu gehören auch Fragen der Personalentwicklung und der Arbeitsstruktur der Verwaltung“, teilte Kirsten Fründt mit. In verschiedenen Arbeitsgruppen seien dabei die Herausforderungen identifiziert und Lösungsansätze erarbeitet worden. Zu den Herausforderungen gehöre auch, dass innerhalb eines Jahres mehrere Fachbereichs-, Fachdienst- und Stabsstellenleitungen in den Ruhestand gehen. Daher sei es klug, mit Weitsicht frühzeitig eine nachhaltige Personalentwicklung zu betreiben, so die Landrätin. Stellenbesetzungen im Rahmen der Umstrukturierung erfolgen intern, es werden also keine neuen Stellen geschaffen.

Auch das Thema „Führung“ in all seinen Facetten war Thema verschiedener Arbeitsgruppen. Dabei ging es unter anderem darum, dass es in den Organisationseinheiten, also in den Fachbereichen, Fachdiensten und Stabsstellen der Kreisverwaltung, eine angemessene Leitungsspanne geben muss, zu kleine Organisationseinheiten perspektivisch sinnvoll zusammengefasst oder in andere Organisationseinheiten integriert werden. Voraussetzung ist, dass dies von der Aufgabenstellung her sinnvoll und umsetzbar ist. Dazu gehört auch, die Führungsebenen konsequent zu strukturieren und gegebenenfalls zu reduzieren.

Exemplarisch werden die Strukturveränderungen in einem ersten Schritt am derzeitigen Fachbereich „Büro der Landrätin“ abgebildet, der zukünftig wegen der neuen Struktur und Aufgabenstellung zum Fachbereich „Verwaltungssteuerung und Kreisentwicklung“ wird.

Zusammenfassung der geplanten Veränderung:

Fachbereich Recht:

In diesem Fachbereich wird eine Zentrale Vergabestelle eingerichtet, in der die Vergabe- und Ausschreibungsverfahren des Landkreises Marburg-Biedenkopf zentral abgewickelt werden und die ab Mitte 2017 auch als Dienstleister von den Kommunen genutzt werden kann. Diese haben deutliches Interesse an dieser Dienstleistung bekundet. Zum 1. August 2017 wird der Fachbereich Recht als „Fachdienst Recht und Vergabestelle“ in den Fachbereich Verwaltungssteuerung und Kreisentwicklung integriert werden.

Fachbereich Verwaltungssteuerung und Kreisentwicklung:

Der bisherige Fachbereich „Büro der Landrätin“ wird zum 1. Oktober 2016 der Fachbereich „Verwaltungssteuerung und Kreisentwicklung“. Die bisherigen Fachdienste „Verwaltungssteuerung“, „Kommunalaufsicht“ und „Verfahren der Träger öffentlicher Belange“ sowie der Fachdienst „Kreisorgane und Wahlen“ werden in einem neuen Fachdienst „Verwaltungssteuerung/Büro des Kreisausschusses und des Kreistages“ zusammengefasst. Die beiden bisherigen Fachdienste bleiben in ihrer personellen Zusammensetzung als Teams erhalten und werden von den bisherigen Fachdienstleitungen als Teamleitungen weiter geführt.

Die bisherigen Fachdienste „Bürgerbeteiligung, Ideen- und Beschwerdemanagement“, „Sport“ sowie „Ehrenamtsförderung und Partnerschaften“ werden zu einem neuen Fachdienst „Bürgerbeteiligung, Ehrenamt und Sport“ zusammengefasst. Die bisherigen Fachdienste bleiben in ihrer bisherigen personellen Zusammensetzung als Teams erhalten, die von den bisherigen Fachdienstleitungen als Teamleitungen geführt werden.

Darüber hinaus wird zum 1. Oktober 2016 ein neuer Fachdienst „Kreisentwicklung“ gebildet, in den aus dem Fachbereich „Ländlicher Raum und Verbraucherschutz“ (LRV) die Fachdienste „Dorferneuerung und Regionalentwicklung“, „Unser Dorf hat Zukunft“ sowie das Klimaschutz-Team wechseln. Die bisherigen Fachdienste bleiben in ihrer personellen Zusammensetzung als Teams erhalten und werden von den bisherigen Fachdienstleitungen als Teamleitungen geführt. Zusätzlich werden in den Fachdienst „Kreisentwicklung“ als neue Aufgabe zum 1. Januar 2017 das Thema Fördermanagement, also die Unterstützung der Verwaltung bei der Akquisition von Fördermitteln, und der Radverkehrsbeauftragte integriert. Das bereits im jetzigen Fachbereich „Büro der Landrätin“ angesiedelte Projekt Bürger-Geoinformationssystem sowie die Tourismusförderung werden auch dem Fachdienst „Kreisentwicklung“ zugeordnet. Das Thema „Erneuerbare Energien“ bleibt als Projekt im Fachbereich „LRV“ angesiedelt.

Fachbereich Bildung:

Der Fachbereich „Volkshochschule“ geht zum 1. Januar 2017 als Fachdienst in einem neuen Fachbereich „Bildung“ auf, in den zudem der Fachdienst „Schulentwicklungsplanung“ wechselt. Ergänzt wird dieser Fachbereich um das Projekt „Bildung integriert“. Der Fachbereich „Bildung“ setzt das im Koalitionsvertrag von SPD und CDU als Ziel formulierte „Haus der Bildung“ um und wird bei gemeinsamer Führung durch die beiden Fachdienstleitungen von beiden Dezernenten auch gemeinsam verantwortet.

Fachbereich Organisation und Personalservice (OPS):

Der Fachdienst „IT/EDV“ erhält eine neue Führungsstruktur mit einer Fachdienstleitung sowie den zwei Teams „Digitale Kreisverwaltung und Cybersicherheit“ und Allgemeine EDV, die jeweils eine Teamleitung erhalten. Das Projekt „Digitale Kreisverwaltung 2020“ inklusive des IKZ-Projekts Cybersicherheit wird in den Fachdienst „IT/EDV“ integriert. Im Fachbereich OPS sollen auch notwendige Sanierungen der Kreisliegenschaften gesteuert werden.

Fachbereich Schule und Gebäudemanagement:

Die Objektbetreuung der Verwaltungsliegenschaften wechselt vom Fachbereich Organisation und Personalservice zum Fachbereich Schule und Gebäudemanagement

Fachbereich Finanz- und Kassenmanagement:

Im Fachbereich Finanz- und Kassenmanagement wird im Laufe der nächsten zwölf Monate eine Zentrale Buchungsstelle eingerichtet, in der dann die Buchungen für die gesamte Kreisverwaltung vorgenommen werden.

Fachbereich KreisJobCenter/Stabsstelle Ausländer, Migration, Flüchtlinge, BfI:

Zum 1. Oktober 2016 sollen die Stabsstellen „Ausländer, Migration und Flüchtlinge“ sowie „Büro für Integration“ aufgelöst werden. Unter Beibehaltung des Aufgabenprofils und des Personals ist geplant, beide Stabsstellen in einem voraussichtlich zwei Jahre andauernden Prozess mit dem KreisJobCenter zu einem neuen Fachbereich „Arbeit & Integration“ zu verschmelzen.

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