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Gemeinsame Pressemitteilung des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der Universitätsstadt Marburg und des Staatlichen Schulamtes Marburg: Fünf Schulen im Landkreis erneut für vorbildliche Berufs- und Studienorientierung ausgezeichnet

(Pressemitteilung 351/2014 vom 26.09.2014)

Insgesamt fünf Schulen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Universitätsstadt Marburg erhielten erneut das Gütesiegel „Berufs- und Studienorientierung Hessen“. Zu den ausgezeichneten Schulen gehören die Mittelstufenschule Alfred-Wegener-Schule Kirchhain, die Gesamtschule Ebsdorfergrund Heskem, die Mittelpunktschule Dautphetal, die Mittelpunktschule Hartenrod sowie die Förderschule Schule am Schwanhof in Marburg.

Von Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson, Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel und Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit im Berufsbildungswerk Südhessen wurde in Karben an 77 hessische Schulen das  „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“ verliehen. Hiervon erhielten 18 Schulen das Gütesiegel zur Erstzertifizierung und 59 zur Rezertifizierung, darunter auch fünf Schulen aus der Region Marburg-Biedenkopf.

Eingeführt wurde das Gütesiegel mit Beginn des Schuljahres 2010/2011. Zertifizieren lassen können sich allgemeinbildende Schulen der Sekundarstufe I, Förderschulen sowie Oberstufengymnasien und Berufliche Gymnasien. Vergeben wird die Auszeichnung an Schulen, die eine vorbildliche Berufsorientierung mit Förderung der Ausbildungsreife nach OloV-Qualitätsstandards gestalten und umsetzen. Das Gütesiegel ist unterstützender Baustein der landesweiten Strategie „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule-Beruf“ (OloV) und  stellt eine besondere Würdigung und Auszeichnung schulischer Arbeit dar.

„Dies ist ein weiterer Fortschritt im regionalen OloV-Prozess. Nur durch das Engagement solcher Schulen, der Lehrkräfte, der Eltern, Kooperationspartner und Betriebe ist es möglich, Schülerinnen und Schüler frühzeitig mit den Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt bekannt zu machen. Die Entscheidung für oder gegen einen Beruf können wir ihnen nicht abnehmen. Aber wir können sie gut darauf vorbereiten“, zeigte sich Landrätin Kirsten Fründt erfreut über diese Anerkennung.

Zu den OloV-Standards gehören beispielsweise die Durchführung anerkannter Kompetenzfeststellungsverfahren sowie praxis- und handlungsorientierte, lebensnahe Berufsvorbereitungsprojekte oder auch die Einbindung von Eltern. Die Zertifizierung gilt für drei Jahre. Danach haben die Schulen die Gelegenheit, ihre Aktivitäten im Bereich der Berufs- und Studienorientierung erneut prüfen und rezertifizieren zu lassen. Dies war erstmalig in dem Schuljahr 2013/2014 möglich.

Insgesamt haben vier Schulen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und eine Schule der Universitätsstadt Marburg die Möglichkeit erfolgreich für sich genutzt. Sie dürfen das Logo nun für weitere drei Jahre verwenden. Schulen, die in diesem Jahr keine Rezertifizierung angestrebt haben, dürfen das Logo nicht weiter verwenden, können sich aber jederzeit zu einem späteren Zeitpunkt erneut bewerben.

Oberbürgermeister Egon Vaupel bestärkt: „Die Berufsorientierung an Schulen soll die Jugendlichen bei einer sinnvollen Zukunftsplanung unterstützen. Sie sollen ihre Stärken und Fähigkeiten herausfinden und weiterentwickeln und diese dann in einen passenden Beruf umsetzen. Davon profitieren alle Beteiligten – nicht zuletzt auch die ausbildenden Firmen und Betriebe.“

Weitere Kriterien für die Verleihung des Gütesiegels sind neben der Förderung von Schlüsselqualifikationen auch die Kooperation der Schulen mit Betrieben und Fachkräften am Übergang Schule-Beruf sowie die Durchführung von Praktika und Lernortwechsel. Das Gütesiegel fördert neben der Verbesserung der beruflichen Orientierung von Schülerinnen und Schülern somit auch die Kommunikation interner und externer Partner sowie den Wettbewerb von Ideen.

Im Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Universitätsstadt Marburg gibt es jetzt insgesamt 10 Siegelschulen. Der zuständige Schulamtsdirektor im Staatlichen Schulamt Marburg, Burkhard Schuldt, unterstreicht: „Das Gütesiegel Berufsorientierung zeichnet vor allem die sehr gute Arbeit der Schulen bei der Entwicklung von Berufsorientierungskonzepten und deren praktische Umsetzung aus.“ Die Entwicklung von vielfältigen Angeboten zur Berufs- und Studienorientierung lohnt sich für Schulen in mehrfacher Hinsicht. Vielen Schülerinnen und Schülern gelingt der Übergang in Ausbildung und Beruf besser. Darüber hinaus dient die Verankerung der Berufs- und Studienorientierung im Schulcurriculum der Profilbildung, der Qualitätssicherung und der Weiterentwicklung der Schulen.

Foto: © Bundesagentur für Arbeit, RD Hessen/Jochen Günther

Foto: © Bundesagentur für Arbeit, RD Hessen/Jochen Günther

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