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Rauchmelder sind Lebensretter – Kreis informiert zum bundesweiten Rauchmeldertag

(Pressemitteilung Nr. 342/2013 vom 11.09.2013)

Marburg-Biedenkopf – Jährlich kommen bundesweit bis zu 600 Menschen bei Bränden ums Leben. Mehrere Tausend Kinder und Erwachsene werden verletzt. Die Menschen fallen dabei einem lautlosen Killer zum Opfer, der sie meist nachts im Schlaf überrascht: Giftiger Brandrauch. Nur wenige Atemzüge genügen, die giftigen Bestanteile benebeln die Sinne und die Opfer verlieren innerhalb von Sekunden Orientierung und Bewusstsein. Rauchmelder sind hier echte Lebensretter. Sie erkennen frühzeitig die Gefahr und schlagen lautstark Alarm, so dass genügend Zeit bleibt, sich in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.

Auch der Gesetzgeber hat den lebensrettenden Nutzen der Rauchmelder erkannt und in der hessischen Bauordnung festgeschrieben, dass Wohnungen in Neu- und Bestandsbauten mit Rauchmelden ausgestattet sein müssen. Für bestehende Wohnungen läuft die Frist zum Installieren der Rauchmelder am 31. Dezember 2014 ab. Bis dahin müssen die Wohnungen ausgestattet sein. Für Neubauten gilt dies heute schon

„Neben den gesetzlichen Regelungen sagt mir auch der gesunde Menschenverstand, dass Rauchmelder im Brandfall mein Leben und das Leben meiner Familie retten können“, betonte Landrat Robert Fischbach im Vorfeld des bundesweiten Rauchmeldertages, der am Freitag stattfindet. Er appellierte an alle, die noch keine Rauchmelder haben, jetzt schnell aktiv zu werden.

„Rauchmelder können zwar keine Brände verhindern, aber sie erkennen Brandrauch frühzeitig und schaffen durch das laute Warnsignal ein wichtiges Zeitfenster, um noch reagieren zu können“, erläuterte Kreisbrandinspektor Lars Schäfer. Für den Mindestschutz sollten in einer Wohnung Schlaf- und Kinderzimmer sowie der Flur und der Treppenraum als Fluchtweg mit Rauchmeldern ausgestattet sein. „In Küchen oder Bädern empfiehlt es sich hingegen nicht, Rauchmelder zu installieren. Durch Wasserdampf oder Küchendunst kann es zu Fehlalarmen kommen“, so Schäfer.

„Am besten werden Rauchmelder mittig an der Decke angebracht, da der Brandrauch nach oben steigt. Dazu werden sie mit kleinen Schrauben befestigt. Alternativ gibt es auch Lösungen mit kleinen magnetischen Platten, die an die Decke geklebt werden“, erklärte Lars Schäfer. „Die Batterie in einem Rauchmelder hält normalerweise mehrere Jahre und die Rauchmelder zeigen an, wenn die Batteriespannung nachlässt: Sie piepen in dann regelmäßigen Abständen einmal kurz“, so der Brandschutzfachmann. „Wir erleben es immer wieder, dass zwar Rauchmelder vorhanden sind, diese aber, teilweise noch in der Originalverpackung, in einer Schublade des Wohnzimmerschrankes liegen. So nützen die Geräte aber wenig“, betonte Schäfer.

Rauchmelder können in Bau- und Elektronikmärkten oder auch bei Elektrofachhändlern erworben werden. Käufer sollten aber nicht nur auf den Preis sondern auf die Qualität der Geräte achten. Wichtig ist die CE-Kennzeichnung mit dem Hinweis auf die DIN EN 14604 oder das VdS-Prüfzeichen. „Ein paar Euro sollte einem das eigene Leben schon wert sein“, sagte Schäfer. In Mietwohnungen seien die Vermieter verpflichtet, Rauchmelder zur Verfügung zu stellen. „In größeren Wohnungen ist es auch möglich, Rauchmelder in verschiedenen Räumen per Funk miteinander zu verbinden. Wenn dann ein Rauchmelder Alarm schlägt, werden automatisch auch die anderen, angeschlossenen Rauchmelder aktiviert.

Verlosung:

Zum Rauchmeldertag hat der Kreisfeuerwehrverband eine Online-Verlosung organisiert. Wer bis einschließlich Freitag, 20. September 2013 eine E-Mail mit dem Stichwort „Rauchmelder“ an die Adresse „info@kreismelder“ schickt, nimmt automatisch an einer Verlosung von zehn Rauchmeldern teil. In der E-Mail Name und Adresse nicht vergessen, die Gewinner werden benachrichtigt.

Hintergrund: Wie funktioniert ein Rauchmelder:

Rauchmelder arbeiten nach dem foto-elektronischen Prinzip. Eine Lichtquelle in dem Rauchmelder strahlt Licht aus, das nicht auf die eingebaute Fotozelle trifft. Erst durch eindringenden Brandrauch wird der Lichtstrahl gestreut und auf die Fotozelle gelenkt. Die Fotozelle schließt einen Stromkreis und der Alarm wird ausgelöst.

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer (li.) und Andreas Eigenbrot, Mitarbeiter des Vorbeugenden Brandschutzes beim Kreis, demonstrieren an einem Hausmodell, wie schnell sich Brandrauch ausbreitet und wie wichtig Rauchmelder sind, damit ein Feuer rechtzeitig entdeckt wird. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)
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Kreisbrandinspektor Lars Schäfer (li.) und Andreas Eigenbrot, Mitarbeiter des Vorbeugenden Brandschutzes beim Kreis, demonstrieren an einem Hausmodell, wie schnell sich Brandrauch ausbreitet und wie wichtig Rauchmelder sind, damit ein Feuer rechtzeitig entdeckt wird.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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