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Gemeinsame Pressemitteilung: Breites Bündnis wirbt in der „Woche der Wiederbelebung“ für mehr Lebensretter – Herzstillstand – jede Sekunde zählt: Veranstaltungen sollen auf lebenswichtiges Thema aufmerksam machen

(Pressemitteilung Nr. 341/2013 vom 13.09.2013)

Marburg-Biedenkopf – Jeder kann in die Lage geraten, Zeuge oder Opfer eines Herzstillstandes zu werden. Als Zeuge wird man zum Lebensretter, als Opfer ist man froh, wenn ein Lebensretter zur Stelle ist und couragiert handelt.

Der plötzliche Herztod ist mit schätzungsweise bis zu 100.000 Fällen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Obwohl jeder helfen könnte, tun es die wenigsten. Dabei ist es gerade bei einem Herzstillstand unerlässlich, schnell zu handeln: Bereits drei Minuten nach einem Herzstillstand wird das Gehirn nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt – es treten unwiderrufliche Schäden auf. Mit einer einfachen Herzdruckmassage kann der Restsauerstoff im Blut zirkulieren und so bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Überlebenswahrscheinlichkeit entscheidend erhöhen.

Mit der Teilnahme an der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ vom 16.bis 21 September wollen die in Sachen Lebensrettung aktiven Einrichtungen in der Region das Selbstvertrauen der Bürgerinnen und Bürger in ihre eigenen Fähigkeiten als Ersthelfer stärken – für mehr gerettete Leben. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf, das Universitätsklinikum, das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser-Hilfsdienst und die Johanniter Mittelhessen machen deshalb mit verschiedenen Aktionen auf dieses wichtige Thema aufmerksam.

„Wir brauchen mehr Ersthelfer, denn die aktuelle Bilanz ist alarmierend: Nur 15 Prozent der Menschen helfen im Ernstfall. Dabei kann Wiederbelebung so einfach sein: „Prüfen, Rufen, Drücken sind drei leicht zu merkende Schritte bei einem Herzstillstand: Reaktion und Atmung prüfen, Notruf 112 wählen und die Herzdruckmassage sofort beginnen. So kann die Überlebenschance verdoppelt bis verdreifacht werden“, ermutigt Landrat Robert Fischbach dazu, im Ernstfall aktiv zu werden und zu handeln.

„Wir unterstützen die Kampagne sehr gerne, da uns bewusst ist, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine ernstzunehmende gesundheitliche Bedrohung darstellen und die Anzahl der Erkrankungen Prognosen zufolge steigen wird. Es ist wichtig Ersthelfern mögliche Ängste zu nehmen, denn im Notfall zählt jede Minute und mit wenigen Sofortmaßnahmen kann man schon sehr viel tun“, so Oliver Meermann, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. in Mittelhessen.

Die „Woche der Wiederbelebung“ ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin und des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit.

Angeschlossen ist die Aktion „H-E-R-Z“ – ein Aktionsbündnis gegen den plötzlichen Herztod für den Landkreis Marburg-Biedenkopf.  „H-E-R-Z“ steht dabei für „Helfen wollen – Einsatz zeigen – Retten können – Zukunft sichern“.

Weitere Informationen im Internet unter www.einlebenretten.de und www.h-e-r-z.org.


Fahrplan der Aktionswoche:

Im Rahmen der Woche der Wiederbelebung finden verschiedene Aktionen statt, um auf das Thema aufmerksam zu machen:

Montag, 16.September 2013:

14:00 bis 20:00 Uhr – Cineplex-Kino Marburg (Foyer 1. Stock):

Fachleute der Maltester stehen  Rede und Antwort, geben wichtige Tipps und zeigen überbelebenswichtige Handgriffe, Trainingsmöglichkeiten an Übungspuppen

Mittwoch, 18. September 2013:

19:00 Uhr bis 20:00 Uhr – Hörsaalgebäude des Philipps-Universität, Biegenstraße 14, Marburg, Hörsaal +1/0010: Bürgervorlesung „Wenn das Herz versagt“ mit Prof. Dr. med. Bernhard Schieffer, Direktor der Klinik für Innere Medizin/Kardiologie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, Standort Marburg

Donnerstag, 19. September 2013:

08:00 Uhr – Carl-Strehl-Schule (Blinden-Studienanstalt) Marburg

Wiederbelebungstraining für blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler mit den Johannitern, Regionalverband Mittelhessen (Dieser Termin ist nicht für die Öffentlichkeit – die Presse ist zur Berichterstattung herzlich eingeladen)

Samstag, 21. September 2013:

09:00 Uhr bis 14:00 Uhr – Marburg – Oberstadt, Wettergasse/Ecke Marktgasse:

Infostand mit Trainingsmöglichkeiten für Wiederbelebungsmaßnahmen der Klinik für Anästhesie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, Standort Marburg

15:00 Uhr bis 18:00 Uhr – DRK Rettungsdienst Mittelhessen, Am Krekel 41, 35039 Marburg

Abschlussveranstaltung für die Teilnehmer des Projektes „Helfer vor Ort“

Programm:

15:00 Uhr: Begrüßung

15.10 Uhr: Präsentation: Der plötzliche Herztod – Kampf um’s Überleben (PD Dr. Clemens Kill)

15.25 Uhr: Präsentation: Lebensretter Leitstelle: Hilfe am Telefon (Maik Klein)

15.40 Uhr: Präsentation: Voraushelfer – Schneller als der Rettungsdienst (Sven Schmidt)

Im Anschluss: Übergabe der Voraushelferabzeichen

16.30 Uhr: Helferfest

Prüfen - Rufen Drücken - Ein breites Bündnis wirbt für mehr Lebensretter: (v.li.) Christian Reifert (Malteser-Hilfsdienst), Maik Klein (Landkreis Marburg-Biedenkopf), Landrat Robert Fischbach, Prof. Dr. Hinnerk Wulf (UKGM), Markus Müller (DRK Rettungsdienst Mittelhessen GmbH), Dr. Erich-Wranze-Bielefeld (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst), Jens Dörr (Johanniter-Unfall-.Hilfe) und Dr. Birgit Plöger zeigen, dass Wiederbelebungsmaßnahmen  sehr einfach sind. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)
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Prüfen - Rufen Drücken - Ein breites Bündnis wirbt für mehr Lebensretter: (v.li.) Christian Reifert (Malteser-Hilfsdienst), Maik Klein (Landkreis Marburg-Biedenkopf), Landrat Robert Fischbach, Prof. Dr. Hinnerk Wulf (UKGM), Markus Müller (DRK Rettungsdienst Mittelhessen GmbH), Dr. Erich-Wranze-Bielefeld (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst), Jens Dörr (Johanniter-Unfall-.Hilfe) und Dr. Birgit Plöger zeigen, dass Wiederbelebungsmaßnahmen  sehr einfach sind.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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