Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Neuregelung der Verantwortung für die Methadonambulanz – Dr. Schmidt-Hestermann übernimmt ab 2013 die Aufgaben in den Räumlichkeiten des Fachbereichs Gesundheit des Landkreises
(Pressemitteilung Nr. 334/2012 vom 30.08.2012)
Marburg-Biedenkopf – Landrat Robert Fischbach und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern stellten in einem Pressegespräch vor, wie die Neuregelung der Methadonambulanz ab 2013 aussieht. Beide zeigten sich sehr erfreut darüber, eine auch für alle Betroffenen gute Lösung gefunden zu haben.

„Ab dem ersten Januar 2013 wird der niedergelassene Arzt Dr. Christian Schmidt-Hestermann die Methadonambulanz verantwortlich übernehmen“, erläuterte Landrat Fischbach. Der Landkreis stelle dafür die Räume der bisherigen Methadonambulanz beim Fachbereich Gesundheit gegen Mietzahlung zur Verfügung. Dr. Schmidt-Hestermann sei seit 15 Jahren auch bislang schon für den Landkreis in einem gewissen Umfang mit dieser Aufgabe betraut gewesen und daher bestens für die Aufgabe geeignet.

„Hintergrund dieser Änderung ist die Tatsache, dass laut Beschluss der Zulassungsausschüsse die Leistungen im Rahmen der Methadonambulanz nur von bestimmten Fachärzten mit entsprechender Ausbildung erbracht werden dürfen. Aufgrund des Ausscheidens einiger Fachärzte mit diesen Vorrausetzungen beim Fachbereich Gesundheit des Landkreises musste jetzt eine neue Regelung gefunden werden“, führte Dr. McGovern aus. „Für die sogenannten Methadonsubstituierten ist es von großer Bedeutung, dass sie durch diese Hilfeleistung wieder die Chance erhalten, in ein ‚normales’ Berufs- und Familienleben zurückzukehren oder es fortführen können. Methadon hilft den Betroffenen, sich wieder stabilisieren zu können“, erklärte Dr. McGovern. Auch die nach wie vor vom Landkreis übernommene psychosoziale Begleitung sei schließlich ein wichtiger Bestandteil, um aus einer Abhängigkeitssituation heraus wieder eine Perspektive zu erhalten.

Der Leiter des Fachbereichs Gesundheit, Dr. Ingo Werner, und Dr. Schmidt-Hestermann ergänzten, dass es nicht nur darum ginge, die Methadonsubstituierten mit Methadon zu versorgen, sondern auch zu gewährleisten, dass sowohl die Einnahme korrekt verlaufe als auch die Kontrolle (vor allem die Urinproben). Es ist ein Hauptbestandteil der Vereinbarung mit den Betroffenen, dass der sogenannte Beigebrauch von Drogen ausgeschlossen ist. Deswegen ist auch die entsprechende Kontrolle so wichtig. „Wir wollen die bisherige Qualität beibehalten“, so Dr. Schmidt-Hestermann, der auch deutlich machte, dass man dafür an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung stehen müsse, auch an Sonn- und Feiertagen. Zurzeit seien in Marburg 100 Plätze vorhanden.

Die Neuregelung mit Dr. Schmidt-Hestermann wurde dann im Landratsamt auch schriftlich fixiert, sodass sich für die Betroffenen auf den ersten Blick gar nichts verändert. Der Landkreis hat damit aber die Versorgung der Methadonsubstituierten mit Methadon sichergestellt.
  Im Landratsamt wurde die Neuregelung der Verantwortung für die Methadonambulanz unterschrieben (v.l.n.r.): Landrat Robert Fischbach, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, Dr. Christian Schmidt-Hestermann, Dieter Rossbach (Verwaltungsleiter im Fachbereich Gesundheit) und Dr. Ingo Werner (Leiter des Fachbereichs Gesundheit). Foto: Landkreis
Download Druckversion
Im Landratsamt wurde die Neuregelung der Verantwortung für die Methadonambulanz unterschrieben (v.l.n.r.): Landrat Robert Fischbach, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, Dr. Christian Schmidt-Hestermann, Dieter Rossbach (Verwaltungsleiter im Fachbereich Gesundheit) und Dr. Ingo Werner (Leiter des Fachbereichs Gesundheit).
Foto: Landkreis

 

[ schliessen ]