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Bei der Vermittlung von Frauen steht das KreisJobCenter im hessen- und bundesweiten Vergleich sehr gut da – Vermittelte Frauen berichten von ihren positiven Erfahrungen
(Pressemitteilung Nr. 333/2012 vom 31.08.2012)
„Unser großes Ziel ist es, Menschen im Leistungsbezug möglichst in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Besondere Aufmerksamkeit legt der Landkreis mit seinem KreisJobCenter auf die Vermittlung von Frauen. Das gilt insbesondere von alleinerziehenden Müttern und auf Frauen, die nicht so leicht zu vermitteln sind. Das jahrelange Engagement führte auch zu sehr vorzeigbaren Ergebnissen.

Erfreulicherweise berichteten zwei Frauen über Ihre Erfahrungen. Eine der beiden Frauen ist eine Gehörlose, die ins Hotel Heckenmühle in Bad Endbach vermittelt werden konnte und die andere Frau ist eine Alleinerziehende, die in der Bäckerei Schubert in Kirchhain eine Stelle fand.

Die Gehörlose Nicole Goldbach hatte eine Ausbildung als Druckerin begonnen, die sie wegen einer Schwangerschaft nicht beenden konnte. Die verheiratete Mutter hat durch die Vermittlung des KreisJobCenters inzwischen im Hotel Heckenmühle in Bad Endbach eine Stelle als „Zimmerfrau“ antreten können, die in ihrem Wohnort liegt. Deshalb kann sie jetzt Arbeit und Familie gut organisieren. Ihre Arbeit gefällt ihr. Auch Reiner Ortmann von der Heckenmühle ist sehr zufrieden. Er betonte, dass es durch den persönlichen Kontakt mit dem KreisJobCenter und der Tatsache, dass man sich seit langem kenne, zu dieser schnellen und guten Lösung gekommen sei.

Genau das sieht auch Dr. McGovern als großen Vorteil in der Vermittlung an. Wir sind regional aktiv und kennen sowohl die Wünsche der Arbeitgeber unseres Kreises als auch unsere Kunden, die wir vermitteln wollen. Durch eine gute Kommunikation innerhalb des KreisJobCenters und die vorhandenen Kontakte könnten so auch Menschen mit Behinderungen leichter vermittelt werden.

Stephanie Appel, eine alleinerziehende Mutter hat ebenfalls gute Erfahrungen mit dem KreisJobCenter gemacht. Auch sie hatte es schwer, einen Job zu finden. Sie musste die Erziehung ihres Kindes und eine berufliche Tätigkeit unter einen Hut bringen. Wie in Bad Endbach so gab es auch in diesem Fall gute persönliche Kontakte zwischen einem Mitarbeiter des KreisJobCenters und einem potentiellen Arbeitgeber. Frank Schubert von der Kirchhainer Bäckerei Schubert suchte für zwei Bereiche jeweils eine Arbeitskraft für eine bestimmte Stundenzahl. Der Arbeitgeberpersonalservice des KJC konnte schnell Frau Appel vorschlagen, die in direkter Nähe zur Bäckerei wohnt. „Sie soll mittwochs und samstags auf Tour mit dem Bäckerauto gehen und auch im Laden aushelfen. Das macht sie hervorragend. Sie ist anerkannt und nie schlecht gelaunt“, sagte Frank Schubert. Auch Frau Appel ist mit dieser Tätigkeit sehr zufrieden: „Es klappt alles ganz, ganz toll“, denn Wohnung, Kindergarten und Arbeitsplatz liegen dicht beieinander.

Durch intensive Beratung und intensiven Bemühungen konnte hier beispielsweise aus zwei Minijobs eine reguläre sozialversicherungspflichtige Tätigkeit geschaffen werden. Wenn die Arbeitgeber und die Kunden des KreisJobCenters zufrieden sind, ist das eine gute Situation für uns“, so Dr. McGovern, der gleichzeitig auch den Mitarbeitern im KreisJobCenter inklusive des Arbeitgeberpersonalservices für ihren Einsatz dankte.

Die Leiterin des KreisJobCenters, Andrea Martin, hatte zuvor deutlich gemacht, dass das KreisJobCenter äußert erfreuliche Zahlen bei der Vermittlung von Frauen vorweisen kann. Die Vermittlungsergebnisse liegen deutlich über dem Schnitt in Hessen und im Bereich der alleinerziehenden Frauen ist man hessenweit an der Spitze. Der Anteil der Frauen bei den Integrationen in Arbeit lag im ersten Halbjahr 2012 bei 45,0 Prozent. 2011 betrug er noch 41,7 Prozent. Besonders hervorzuheben ist das Ergebnis bei den Integrationen von Frauen in den ersten Arbeitsmarkt. Während im bundesweiten Vergleich ein Medianwert von 22,1 Prozent festgestellt wird, liegt dieser Integrationswert im Landkreis Marburg-Biedenkopf bei erfreulichen 27 Prozent. Dieser Wert ist in Hessen zusammen mit dem Schwalm-Eder-Kreis das Topergebnis. Bundesweit gehört das KreisJobCenter damit zum besten Viertel seines Vergleichstyps.

Diese sehr guten Ergebnisse seien auch eine Folge des intensiven Engagements und eigener Programme wie KuK (Kind und Karriere) und dazugehörig „KuK Center“ mit „KuK Kinderhaus“ und „KuK hin“ sowie den speziellen Maßnahmen in der JobAkademie für Alleinerziehende.

  Bei der Vermittlung von Frauen steht das KreisJobCenter sehr gut da. An Beispielen erläuterten das am Landratsamt (v.kl.n.r.): Holger Kuhn (KJC), Frank Schubert (Bäckerei Schubert), Stephanie Appel mit Sohn Kevin, Nicole Goldbach, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, Silke Tesch (KJC) und Reiner Ortmann (Heckenmühle). Foto: Landkreis
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Bei der Vermittlung von Frauen steht das KreisJobCenter sehr gut da. An Beispielen erläuterten das am Landratsamt (v.kl.n.r.): Holger Kuhn (KJC), Frank Schubert (Bäckerei Schubert), Stephanie Appel mit Sohn Kevin, Nicole Goldbach, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, Silke Tesch (KJC) und Reiner Ortmann (Heckenmühle).
Foto: Landkreis

 

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