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Fördergelder für nachhaltige Projekte stärken ländliche Region – Landrat Fischbach übergibt Zuwendungsbescheide für Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung und der Regionalentwicklung

(Pressemitteilung Nr. 331/2013 vom 05.09.2013)

Marburg-Biedenkopf – Förderbescheide in einer Gesamthöhe von 355.361 Euro hat Landrat Robert Fischbach am Donnerstag in Marburg an die Städte und Gemeinden Ebsdorfergrund, Weimar, Münchhausen, Gladenbach und Steffenberg sowie an die TOuR GmbH Marburg-Biedenkopf für Projekte im Rahmen der Dorferneuerung und der Regionalentwicklung übergeben. „Diese Maßnahmen und Projekt sind wichtige Instrumente, um dörfliche Strukturen zu erhalten und die Attraktivität der Region gezielt zu fördern“, sagte Landrat Robert Fischbach bei der Übergabe der Bescheide im Landratsamt.

Die Gemeinde Ebsdorfergrund erhält für den Ortsteil Wittelsberg eine Förderung in Höhe von 1.890 Euro für ein Projekt, in dessen Rahmen einer neuer Beratervertrag für städtebauliche Beratung abgeschlossen werden soll. Die Beratung steht öffentlichen Projektträgern und privaten Investoren zur Verfügung und soll bei Fragen im Fördergebiet in städtebaulicher, gestalterischer oder landschaftsplanerischer Hinsicht Hilfestellung leisten. Das Gesamtprojekt ist mit 3.000 Euro veranschlagt, wovon 2.521 Euro förderfähig sind. Die Förderquote beträgt 75 Prozent.

Für die Region Marburger Land erhält die Gemeinde Ebsdorfergrund zudem Fördermittel in Höhe von 64.466 Euro. Mit diesem Geld soll die Markierung und Ausstattung einer Abzweigung am Hugenotten- und Waldenserpad in Angriff genommen werden. Dieser Wanderweg ist ein transnationales Kooperationsprojekt und inzwischen als Europäische Kulturfernroute anerkannt. Der Weg reicht von Südfrankreich bis nach Bad Karlshafen in Nordhessen. Mit dem hier geförderten Vorhaben soll ein Abzweig vom Hauptweg eingerichtet werden. Der Abzweig führt durch die Region Marburger Land und bindet den Frauenberg an die Route an. Gegenstand der Förderung ist die Markierung und Infrastrukturausstattung der „Extraschleife“. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Umgestaltung des alten Friedhofs in Beltershausen zu einem „Sinnesgarten“, der Touristen und Wanderern einen Platz zum Verweilen bieten soll. Die Gesamtkosten liegen bei 102.000 Euro, wovon 85.984 Euro förderfähig sind. Die Förderquote beträgt 75 Prozent.

Mit einer Fördersumme in Höhe von 6.319 Euro kann die Gemeinde Weimar die Kulturstätten Alte Kirche in Niederweimar und die Landsynagoge in Roth aufwerten. Die Alte Kirche in Niederweimar wird für vielfältige kulturelle Veranstaltungen genutzt, unter anderem auch für Ausstellungen. Um Ausstellungsstücke künftig besser beleuchten zu können, soll jetzt eine feste Beleuchtungsanlage eingebaut werden. Im Zuge dieser Arbeiten ist auch Renovierung des Innenraums geplant. Eine weitere Maßnahme ist die Verlegung von „Stolpersteinen“ vor den Gebäuden ehemaliger jüdischer Mitbürger durch den Künstler Gunter Demnig. Initiert wurde das Vorhaben vom Arbeitskreis Landsynagoge Roth. Zur Vertiefung des Themas soll eine Broschüre erstellt werden, die Informationen über jede einzelne Familie und jeden Verfolgten sowie zur Entwicklung der jüdischen Ansiedlung in Roth, zur Geschichte des Friedhofs und der Synagoge enthält. Die Broschüre wird auch in englischer Sprache herausgegeben. Am stark frequentierten Lahn-Radwanderweg soll außerdem eine Informationstafel aufgestellt werden, die auf die kulturellen Zeugnisse des ländlichen Judentums in Roth hinweist. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 10.743 Euro, wovon 9.028 Euro förderfähig sind. Das Projekt wird mit 70 Prozent bezuschusst.

Ebenfalls in Weimar Roth sollen mit Mitteln aus der Dorferneuerung Stell- und Parkplätze für die Autos von Kanufahrern angelegt werden. Unweit des Rother Bürgerhauses liegt die nördlichste Einstiegstelle für den Kanutourismus auf der Lahn. Dort kam es bislang immer wieder zu Problemen mit falsch geparkten Autos, die zum Teil auch Wege blockierten. Am Bürgerhaus sollen deshalb zusätzliche Parkplätze geschaffen werden. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme belaufen sich auf rund 37.321 Euro, davon sind rund 31.362 Euro förderfähig. Bei einer Förderquote von 70 Prozent erhält die Gemeinde Weimar 21.953 Euro.

Für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Nahwärmeversorgung im Ortsteil Wollmar erhält die Gemeinde Münchhausen einen Zuschuss in Höhe von 4.425 Euro. Im Rahmen dieser Studie sollen Bedarf und Wirtschaftlichkeit beleuchtet werden, um eine Entscheidungsgrundlage für die mögliche Umsetzung eines Nahwärmenetzes zu erhalten. Für das Projekt sind Gesamtkosten in Höhe von 7.021 Euro veranschlagt, wovon 5.900 Euro förderfähig sind. Die Förderquote beträgt 75 Prozent.

Für den Ausbau des Dachgeschosses der Scheune am Regionalmuseum in Gladenbach wird ein Zuschuss in Höhe von rund 100.000 Euro gewährt. Das bisher nicht genutzte Dachgeschoss der Scheune soll für Ausstellungszwecke der Karl-Lenz-Stiftung ausgebaut werden. Das Vorhaben wurde in enger Abstimmung zwischen dem Heimatverein Weidenhausen, der Karl-Lenz-Stiftung und der Stadt Gladenbach entwickelt. Wegen der starken inhaltlichen Verbindung der Werke von Karl Lenz und dem Themenschwerpunkt des Regionalmuseums bedeutet das Vorhaben eine Bereicherung für beide Bereiche, so dass hier ein attraktives Angebot geschaffen wird, das überregional Beachtung finden wird. Das Gesamtprojekt ist mit 158.676 Euro veranschlagt, wovon 133.341 Euro förderfähig sind.

Für den Um- und Ausbau des Kindergartens mit Einrichtung von zwei Gruppen zur Betreuung von Unterdreijährigen in Niedereisenhausen erhält die Gemeinde Steffenberg einen Zuschuss in Höhe von 150.000 Euro. Durch den Umbau werden statt der festen Gruppenräume Funktionsräume geschaffen, die jeweils ein bestimmtes inhaltliches Angebot ermöglichen. Zusätzlich erfolgt eine energetische Ertüchtigung des Gebäudes. Für die Maßnahme wurde die Genehmigung zum vorzeitigen Projektbeginn erteilt. Jetzt erfolgte die Übergabe des verbindlichen Zuwendungsbescheides. Mit der Maßnahme wird der vorhandene Kindergarten in funktional aufgewertet und es werden die Voraussetzungen geschaffen, um ein neues pädagogischen Konzeptes umzusetzen. Die Gesamtkosten sind auf rund 445.449 Euro kalkuliert. Die förderfähigen Kosten belaufen sich auf etwa 259.122 Euro. Die Förderquote beträgt hier 65 Prozent.

Für ein Wandermonitoring in den Regionen Burgwald-Ederbergland und Lahn-Dill-Bergland erhält die TOuR GmbH des Landkreises Marburg-Biedenkopf einen Zuschuss in Höhe von rund 6.300 Euro. Beide Regionen haben als einen Schwerpunkt ihrer touristischen Entwicklung jeweils ein Premium-Wanderwegesystem entwickelt und ausgebaut. Gegenstand des Förderantrages ist die Anschaffung von Zählgeräten zur automatisierten Erfassung der Wanderer an ausgesuchten Stellen und die systematische Befragung von Wanderern zu ihrer Herkunft, Motivation, Erfahrungen oder Erwartungen. Neben der direkten Befragung soll ein passives Befragungsangebot etabliert werden. Hierzu werden an bestimmten Stationen Wanderbücher ausgelegt, in die die Wanderer ihre Heimatorte und ihre Bewertung der Wanderregion eintragen können. Die Ergebnisse des Monitorings sollen zur Qualitätssicherung und -steigerung der Wanderregionen genutzt werden. Zusätzlich sind sie Grundlage zur Optimierung der Marketingstrategie. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 10.500 Euro, die vollständig förderfähig sind. Die Förderquote beträgt 60 Prozent


Freudige Gesichter: Förderbescheide in einer Gesamthöhe von 355.361 Euro hat Landrat Robert Fischbach am Donnerstag in Marburg an die Städte und Gemeinden Ebsdorfergrund, Weimar, Münchhausen, Gladenbach und Steffenberg sowie an die TOuR GmbH Marburg-Biedenkopf für Projekte im Rahmen der Dorferneuerung und der Regionalentwicklung übergeben. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)
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Freudige Gesichter: Förderbescheide in einer Gesamthöhe von 355.361 Euro hat Landrat Robert Fischbach am Donnerstag in Marburg an die Städte und Gemeinden Ebsdorfergrund, Weimar, Münchhausen, Gladenbach und Steffenberg sowie an die TOuR GmbH Marburg-Biedenkopf für Projekte im Rahmen der Dorferneuerung und der Regionalentwicklung übergeben.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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