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Landkreis Marburg-Biedenkopf führte einen deutsch-polnischen Jugendaustausch durch – Jugendliche aus dem Landkreis arbeiteten und diskutierten eine Woche lang mit polnischen Schülerinnen und Schülern aus dem ostpolnischen Kielce

(Pressemitteilung 329/2014 vom 17.09.2014)

Marburg-Biedenkopf – Jugendliche aus dem Landkreis reisten in das östliche Nachbarland und arbeiteten und diskutierten eine Woche lang mit polnischen Schülerinnen und Schülern aus dem ostpolnischen Kielce.

Einen Tag bevor sich am 1. September 2014 der Beginn des Zweiten Weltkriegs und damit der Angriff auf Polen zum fünfundsiebzigsten Mal jährte, begann eine Forschungsreise für neun Jugendliche aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf in unser östliches Nachbarland. Sechs Tage verbrachten sie in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Kreisau. Das weitläufige Anwesen war bis 1945 der Familiensitz der Adelsfamilie von Moltke, seit 1989 fungiert es als Internationale Jugendbegegnungsstätte.

Die deutschen Jugendlichen trafen dort auf eine Gruppe von zehn Schülerinnen und Schülern aus dem ostpolnischen Kielce. Berührungsängste wurden spielerisch umgangen, so dass sich schnell Kontakte zwischen den Jugendlichen anbahnten. Ebenfalls spielerisch lernten sie Geschichte und Alltag des jeweiligen anderen Landes kennen. Auch die Geschichte Kreisaus und der Widerstandsgruppe des Kreisauer Kreises erfuhren die Jugendlichen im Rahmen einer Führung durch das weitläufige Gelände der Begegnungsstätte.

Vertieft wurde der Austausch durch eine gemeinsame Tagesfahrt nach Breslau sowie der Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers Groß-Rosen. Dort entzündeten die deutschen und polnischen Jugendlichen gemeinsam ein Gedenklicht für die im Konzentrationslager verstorbenen Häftlinge.

Am letzten Abend gaben die polnischen Jugendlichen einen Einblick in die gemeinsame deutsch-polnische Geschichte, während die deutsche Seite mit Musik aus den heimischen Charts und „Frankfurter Grüner Soße“ einen Eindruck vom hessischen Alltagsleben vermittelte. Am Ende hieß es „Dziekuyemy - Vielen Dank“ für die gemeinsame Zeit.

Die Fahrt wurde gefördert durch Mittel des Deutsch-polnischen Jugendwerkes und fand im Rahmen eines Projektes im Förderprogramm „Partizipation und Teilhabe junger Menschen mit Migrationshintergrund“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration statt.

Die deutsch-polnischen Jugendgruppe mit Lehrern und Begleitpersonen auf der Treppe zum Schloss in Kreisau.  Foto: privat

Die deutsch-polnischen Jugendgruppe mit Lehrern und Begleitpersonen auf der Treppe zum Schloss in Kreisau.

Foto: privat

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