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Den Familien mit ihren Kindern die bestmögliche Unterstützung gewähren – Landrätin: „Im Bereich Soziales und Jugend sind wir gut aufgestellt!“

(Pressemitteilung 328/2015 vom 03.09.2015)

Marburg-Biedenkopf – Landrätin Kirsten Fründt, als Dezernentin zuständig auch für den Bereich Soziales und Jugend im Landkreis, machte deutlich, dass der Fachbereich Familie, Jugend und Soziales mit seinen vielfältigen Dienstleistungen der größte in der Kreisverwaltung ist. Aktuell sind dort 231 Personen beschäftigt. Hinzu kommen noch ungefähr 200 Honorarkräfte, die in Betreuungshelfermaßnahmen und in den Bereichen Jugendbildung und Jugenderholung eingesetzt werden. Das Haushaltsvolumen beträgt für 2015 rund 109 Millionen Euro, was die Bedeutung dieses Bereichs aufzeigt.

Für Landrätin Fründt soll durch die Arbeit des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales den Familien mit ihren Kindern die bestmögliche Unterstützung geboten werden: „Das soziale Miteinander zu fördern, die Übernahme sozialer Verantwortung durch die Gesellschaft und jeden Einzelnen, ein hohes Maß an sozialer Gerechtigkeit für alle im Landkreis zu erreichen und dafür zu sorgen, dass keiner aus unserer Gemeinschaft ausgegrenzt wird und verloren geht, ist mir ein wichtiges Anliegen. Deshalb wollen wir uns auch um jeden einzelnen Menschen kümmern, der unsere Unterstützung benötigt.“

Der Fachbereich besteht aus insgesamt neun Fachdiensten mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen. In vielen Bereichen hat sich im Laufe der Zeit die Arbeit grundlegend verändert. Uwe Pöppler, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales, macht dies deutlich: „Aufgabenstellung und Arbeitsweise unseres Fachbereichs haben sich in den letzten Jahren immer weiter zu einem modernen Dienstleistungsbereich gewandelt. In enger Zusammenarbeit mit unseren Kundinnen und Kunden bieten wir ein umfangreiches Beratungs- und Hilfeangebot an, welches die Wünsche und Bedarfe der einzelnen Menschen beachtet“.

Anhand einiger Beispiele zeigten Fründt und Pöppler auf, was in diesem Jahr alles schon erreicht wurde, um den formulierten Ansprüchen gerecht zu werden.

Gemeinsam mit Integral GmbH wurden die Projekte „Lichtblick: Teilhabe ermöglichen - Chancen ergreifen“ und „Lichtblick plus“ weiterentwickelt. Dadurch wird Menschen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, wieder eine Perspektive geboten und ihnen Chancen für eine soziale und berufliche Teilhabe ermöglicht.

Mit dem Aufbau eines „Netzwerks Familienbüro“ bietet der Landkreis eine Servicestelle zu der Vielfalt familienbezogener Leistungen an und übernimmt eine Lotsenfunktion zu vorhandenen Einrichtungen und Angeboten. Dies beinhaltet beispielsweise Fragen der Kindererziehung, präventive Angebote für Familien, Freizeitangebote und Informationen über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten. Dabei wird eine enge Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden des Landkreises angestrebt.

Für die Schulsozialarbeit wurden mehr Mittel zur Verfügung gestellt. Dadurch erfolgt insbesondere eine stärkere Förderung der Kinder an Grundschulen. Die Schulsozialarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Jugendhilfe des Landkreises. Sie ist präventiv ausgerichtet, um möglichst frühzeitig die Bildungs- und Entwicklungschancen junger Menschen zu unterstützen.

Durch die erfolgreiche Bewerbung des Landkreises auf das durch den Europäischen Sozialfonds geförderte Bundesprogramm „Jugend stärken im Quartier“ können die Angebote für junge Menschen im Übergang von der Schule in den Beruf gestärkt werden. Zielgruppen sind im Landkreis junge Menschen mit Startschwierigkeiten in die Arbeitswelt und schulverweigernde Kinder und Jugendliche. Durch zusätzliche Mikroprojekte sollen außerdem ihre Entwicklung und Persönlichkeit gestärkt werden und gleichzeitig eine Verbesserung des Wohnumfeldes und des nachbarschaftlichen Miteinanders erfolgen.

Ein wichtiges Anliegen für die Landrätin ist die Verwirklichung der Inklusion. Dies bedeutet, trotz aller Unterschiede gehören alle Menschen zum Gemeinwesen, haben die gleichen Rechte und keiner wird ausgegrenzt. Die Universitätsstadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf wurden vom Land Hessen für 24 Monate als Modellregion mit dem Projekt „Inklusion bewegt!“ anerkannt. Gemeinsame Freizeitangebote für alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von Herkunft, Behinderung, Religion oder anderen Merkmalen ist das Ziel von „Inklusion bewegt!“.

Durch die steigende Anzahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen im Landkreis muss der Fachbereich Familie, Jugend und Soziales schnell und unbürokratisch auf die neuen Herausforderungen reagieren. Flüchtlinge unter 18 Jahren, die ohne Angehörige hier ankommen, müssen durch das Jugendamt in eine geeignete Wohnform untergebracht werden und eine entsprechende Betreuung bekommen. Das gelingt vor allem in Zusammenarbeit mit freien Trägern.

In ihrer Bilanz betonte Landrätin Kirsten Fründt, dass ihr die gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen im Landkreis von größter Wichtigkeit ist. Die Beteiligung, das Einholen von Wissen der Bürgerinnen und Bürger als Sachverständige in eigener Sache will sie weiter ausbauen. Dabei setzt sie auf die Innovationsbereitschaft und das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales.

Fründt bescheinigt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales, dass sie eine engagierte und innovative Arbeit leisten. Ziel ist es, möglichst bürgernahe Dienstleistungen anzubieten: „Ich freue mich über das Engagement und die Kreativität, mit der auf die täglichen Herausforderungen und Problemstellungen mit fachlich hoher Qualität reagiert wird. Dadurch kann der Fachbereich einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass den Bürgerinnen und Bürgern größtmögliche Chancen für eine gesellschaftliche Teilhabe eröffnet werden. Mit dem Fachbereich Familie, Jugend und Soziales haben wir eine gut aufgestellte Organisationseinheit mit sehr qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, so Fründt abschließend.

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