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Bauen statt büffeln – Kreis renoviert in den Sommerferien für rund 2,7 Millionen Euro seine Schulen

(Pressemitteilung 323/2016 vom 11.08.2016)

Marburg-Biedenkopf – Fächer wie Physik, Chemie oder Mathematik sind an einer Schule nicht ungewöhnlich. Jetzt, in den Sommerferien finden diese Fächer in vielen Schulen des Landkreises Marburg-Biedenkopf ganz praktische Anwendung: Bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen gehören Physik, Chemie oder Mathematik auch zum Handwerkszeug der Bauarbeiter. Die Berechnung von elektrischen Widerständen, die Zusammensetzung von Farben oder die Berechnung des Materialbedarfs oder der Tragfähigkeit von Bauteilen machen vermeintlich theoretische Schulfächer plötzlich zu praktischen Begleitern des Handwerks.

Rund 2,7 Millionen Euro steckt der Landkreis Marburg-Biedenkopf als Schulträger allein in den Sommerferien in anstehende Renovierungs- und Sanierungsarbeiten an seine Schulen – Bauunterhaltung heißt das. Dabei stehen kleinere Arbeiten wie ein neuer Zaun für 5.000 Euro an der Grundschule in Bracht genauso auf dem Bauplan wie zum Beispiel aufwändige Arbeiten an der Lüftungsanlage für 450.000 Euro an der Gesamtschule Gladenbach.

Ebenfalls angelaufen sind verschiedene große Neubau- und Sanierungsprojekte, die in mehreren Bauabschnitten umgesetzt werden und deren Bauzeit sich bis ins nächste Jahr erstreckt. Für diese Maßnahmen hat der Kreis insgesamt knapp 15,3 Millionen Euro veranschlagt.

„Wir nutzen die Sommerferien regelmäßig für Bauarbeiten an den Schulen, weil wir in dieser Zeit sechs Wochen am Stück auch größere Maßnahmen in Angriff nehmen können ohne den Schulbetrieb zu stören oder zu beeinträchtigen“, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow bei der Vorstellung des Bauprogramms an der Gesamtschule in Niederwalgern. Dort findet im Moment eine Komplettsanierung eines ersten Gebäudes statt: Der Nordtrakt bekommt eine neue, energetisch wirksame Fassade aus vorgefertigten Bauteilen aus Holz, in die eine dicke Dämmung bereits eingearbeitet ist. Neue Fenster, Türen, Arbeiten am Dach, eine neue Blitzschutzanlage, eine verbesserte Lüftung, Beleuchtung und Elektroverteil8ng stehen ebenfalls auf dem Programm, außerdem eine Sanierung der Räume. Die durch die neue Fassade merklich größer geworden sind. Für diese Arbeiten sind im ersten Bauabschnitt rund 4,6 Millionen Euro vorgesehen.

„Ein Schulgebäude wird ja sehr intensiv genutzt, so dass regelmäßig Arbeiten zu Bauunterhaltung oder Reparaturarbeiten anfallen“, erläuterte Zachow. Der Fachbereich Schule und Gebäudemanagement versuche daher langfristig einen Großteil dieser Arbeiten so zu planen, dass sie in den Sommerferien erledigt werden können. „Das sind logistische Herausforderungen, da wir unsere Terminwünsche mit den Plänen der Handwerksbetriebe in Einklang bringen müssen – das Team um Fachbereichsleiter Klaus Herrmann bekommt das aber immer wieder mit Bravour hin“, lobte der Erste Kreisbeigeordnete.

Die Liste mit den Arbeiten zur Bauunterhaltung ist lang: Die Renovierung ganzer Klassenräume ist auf dieser Liste ebenso zu finden, wie die Sanierung von Fenstern, die Renovierung von Toiletten, die Erneuerung von Heizungsanlagen, Malerarbeiten, die Sanierung von Sport- oder Außenanlagen oder Verbesserungen beim Brandschutz. „Wir haben Arbeiten mit einem Gegenwert von rund 2,7 Millionen Euro allein bei der Bauunterhaltung in den Sommerferien in Auftrag gegeben“, beschreibt Marian Zachow den Umfang.

Hinzu kommen, wie an der Gesamtschule Niederwalgern, an den Grundschulen in Biedenkopf, Rauschenberg oder Stadtallendorf, an der Adolph-Diesterweg-Schule in Gladenbach, an den Mittelpunktschulen in Biedenkopf oder Dautphetal oder an den Beruflichen Schulen Biedenkopf umfassende Umbauarbeiten wie etwa die Komplettsanierung ganzer Gebäudeteile. „Diese großen und aufwändigen Maßnahmen lassen sich natürlich nicht in einem Zeitfenster von sechs Wochen während der Sommerferien erledigen“, sagte Zachow. Für die Komplettsanierung ganzer Gebäudeteile müsse man realistisch einen Zeitrahmen von rund einem Jahr oder mehr einplanen. „Gleichwohl nutzen wir natürlich die Zeit der Sommerferien, um diese Maßnahmen deutlich voran zu bringen“, so der Schuldezernent.

Und so bringen Handwerker, Ingenieure und Architekten in den Sommerferien nicht nur ihr spezifisches Fachwissen ein – sie müssen auch fit sein in vermeintlich theoretischen Schulfächern wie Physik, Mathematik oder Chemie, um die Schulen auf Vordermann zu bringen.

Klaus Herrmann, Leiter des Fachbereichs Schule und Gebäudemanagement beim Landkreis Marburg-Biedenkopf, erläutert dem Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow den Aufbau der Fassadenelemente, die im Moment an der Gesamtschule Niederwalgern eingebaut werden.

Klaus Herrmann, Leiter des Fachbereichs Schule und Gebäudemanagement beim Landkreis Marburg-Biedenkopf, erläutert dem Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow den Aufbau der Fassadenelemente, die im Moment an der Gesamtschule Niederwalgern eingebaut werden.

Ein erster Gebäudeabschnitt der Gesamtschule Niederwalgern bekommt derzeit eine neue Fassade – eine gedämmte Holzkonstruktion. Die neue Fassade wirkt sich positiv auf den Energieverbrauch auf und die dahinter liegenden Räume werden größer, da die alten Fassadenelemente ausgebaut werden.

Ein erster Gebäudeabschnitt der Gesamtschule Niederwalgern bekommt derzeit eine neue Fassade – eine gedämmte Holzkonstruktion. Die neue Fassade wirkt sich positiv auf den Energieverbrauch auf und die dahinter liegenden Räume werden größer, da die alten Fassadenelemente ausgebaut werden.

Die neue Fassade besteht aus vorgefertigten Holzelementen, die vor der alten Fassade angebracht werden. Danach wird die alte Fassade dahinter entfernt.

Die neue Fassade besteht aus vorgefertigten Holzelementen, die vor der alten Fassade angebracht werden. Danach wird die alte Fassade dahinter entfernt.

Schulleiter Uwe Schulz (v. li.), der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow und Fachbereichsleiter Klaus Herrmann nehmen die Fenster der neuen Außenfassade an der Gesamtschule Niederwalgern in Augenschein.

Schulleiter Uwe Schulz (v. li.), der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow und Fachbereichsleiter Klaus Herrmann nehmen die Fenster der neuen Außenfassade an der Gesamtschule Niederwalgern in Augenschein.

Klaus Herrmann, Leiter des Fachbereichs Schule und Gebäudemanagement beim Landkreis Marburg-Biedenkopf, erläutert (v. li.) Schulleiter Uwe Schulz, dem Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow und Büroleiter Jan-Eric Walb den Baufortschritt an der Gesamtschule Niederwalgern.

Klaus Herrmann, Leiter des Fachbereichs Schule und Gebäudemanagement beim Landkreis Marburg-Biedenkopf, erläutert (v. li.) Schulleiter Uwe Schulz, dem Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow und Büroleiter Jan-Eric Walb den Baufortschritt an der Gesamtschule Niederwalgern.

(Fotos: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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