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Zertifikat belegt Engagement für Mitarbeiter der Fischbach GmbH – Marian Zachow: "Image der Gebäudereiniger muss aufpoliert werden!"

(Pressemitteilung 321/2014 vom 11.09.2014)

Marburg-Biedenkopf – Der Erste Kreisbeigeordnete und für Wirtschaftsförderung zuständige Dezernent Marian Zachow sowie Dr. Frank Hüttemann, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf, haben dem Gebäudereinigungs-Unternehmen Fischbach GmbH in Marburg das Zertifikat zur Einführung des KMU-Kompetenzbuchs überreicht. Das Zertifikat belegt, dass sich ein Unternehmen intensiv mit den Kompetenzen der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Das „KMU-Kompetenzbuch“ zur Kompetenzerfassung in kleinen und mittleren Unternehmen wurde auf Initiative des Hessischen Wirtschaftsministeriums vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung und dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. entwickelt. Mit dieser Methode werden Kompetenzen von Mitarbeitern gesammelt und sichtbar gemacht.

„Für eine intelligente Unternehmenssteuerung ist es wichtig, die Kompetenzen der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kennen. Dabei nehmen neben der fachlichen Kompetenz auch Sozial- und Schlüsselkompetenzen eine wichtiger werdende Rolle ein, die auch außerhalb des Betriebs, etwa im sozialen Umfeld, im Ehrenamt und in der Familie ihren Ursprung haben können“, stellte der Erste Kreisbeigeordnete fest. Wenn sich ein Unternehmen für die Kompetenzen der Mitarbeiter interessiere, mache dies deutlich, dass dieses Unternehmen nicht nur an der Arbeitskraft interessiert sei sondern auch den Menschen wahrnehme, der dahinter steht, so Marian Zachow weiter.

Im Rahmen des in dem Kompetenzbuch beschriebenen Prozesses findet zunächst eine Selbsteinschätzung der Mitarbeiter statt, die sich dabei ihrer Stärken bewusst werden. Die Vorgesetzten halten ihrerseits die von ihnen beobachteten Kompetenzen ihrer Mitarbeiter fest. Im Rahmen eines Kompetenzgesprächs zwischen Mitarbeiter und Führungskraft wird ein Abgleich zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung vorgenommen. Aus der Selbst- und Fremdbewertung im jährlichen Kompetenzgespräch entsteht ein Profil des Mitarbeiters, das in vielfältiger Weise für die effizientere Personalsteuerung genutzt werden kann: Führungskräfte können ihre Mitarbeiter mit Hilfe dieser Methode stärkenorientiert einsetzten, führen und fördern. Die Konzentration auf die Stärken der Mitarbeiter hat einen sehr motivierenden Effekt. Die Ergebnisse liefern darüber hinaus gute Grundlagen für eine effiziente Weiterbildungsplanung.

Die Fischbach GmbH hat in diesem Jahr zudem an der vierstufigen Modulreihe zum Thema gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen teilgenommen. Zachow und Dr. Hüttemann begrüßten dieses Engagement der Firma. „Für Unternehmen ist gesellschaftliche Verantwortung ein relevantes Thema. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels birgt diese Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung für Unternehmen einige Chancen, stellt sie aber auch vor Herausforderungen“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete. Dr. Hüttemann ergänzte, dass Unternehmen dabei auf freiwilliger Basis soziale und ökologische Belange in ihre Aktivitäten und in die Beziehungen mit Partnern wie etwa Kunden, Lieferanten und Beschäftigten einbeziehen. Hierbei haben die Qualifizierungsoffensiven der Landkreise Marburg-Biedenkopf und Gießen in diesem Jahr eine Modulreihe mit Praxisberichten angeboten. Marian Zachow betonte zudem auch die Bedeutung der Gebäudereiniger-Branche, die zu Unrecht immer noch geringwertiges Arbeitsfeld angesehen werde: „Man muss sich nur vorstellen, wie es aussähe, wenn es keine Gebäudereiniger und Reinigungskräfte gebe, wenn niemand da sei, der sauber macht. Das Image der Gebäudereiniger muss deshalb aufpoliert werden!“

Wolfgang Fischbach, Inhaber des Unternehmens erklärte, dass es sich um einen sehr anspruchsvollen Beruf handele. „Die Ausbildungszeit dauert drei Jahre und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sich zum Beispiel in Chemie, Physik sowie mit verschiedenen Oberflächenmaterialien, Substanzen und Arbeitstechniken auskennen“, erläuterte er. Neben der fundierten Ausbildung würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seines Unternehmens auch regelmäßig intensiv geschult und weitergebildet. „Wir sind Dienstleister und leben von zufriedenen Kunden – da muss man in die Qualifikation der Mitarbeiter investieren“, betonte er.

Die Fischbach GmbH hat nach eigenen Angaben rund 220 Mitarbeiter und unterhält Firmensitze in Marburg und Netphen (Nordrhein Westfalen). Laut Wolfgang Fischbach setzt das Unternehmen auf langjährige Mitarbeiter, die maßgeblich zur Qualität der Firma beitrügen.

Übergabe des Zertifikats zur Einführung des KMU-Kompetenzbuchs an die Firma Fischbach (v.l.n.r.):  Sigrid Reekers, Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Wolfgang Fischbach Senior, Gerald Hegen, Dr. Frank Hüttemann und  Florian Fischbach. Foto: Landkreis

Übergabe des Zertifikats zur Einführung des KMU-Kompetenzbuchs an die Firma Fischbach (v.l.n.r.):  Sigrid Reekers, Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Wolfgang Fischbach Senior, Gerald Hegen, Dr. Frank Hüttemann und  Florian Fischbach.

Foto: Landkreis

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