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Hitzewarnstufe 2 erreicht: Landkreis Marburg-Biedenkopf warnt vor gesundheitlichen Gefahren bei starker Hitze – Tipps vom Fachbereich Gesundheit: „Hitzebelastungen reduzieren und ausreichend trinken!“
(Pressemitteilung Nr. 317/2012 vom 20.08.2012)
Marburg-Biedenkopf – Nach der Hitzewelle 2003 mit vielen Todesfällen älterer Menschen, ist in Hessen ein zweistufiges Hitzewarnsystem eingeführt worden. Die Hitzewarnung löst der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit dem Hessischen Sozialministerium bei besonderer Wetterlage aus, nämlich dann, wenn an drei Tagen hintereinander die gefühlte Temperatur 32 Grad Celsius beträgt. „Angesichts anhaltend hoher Temperaturen und der Hitzewarnstufe 2, die der Deutsche Wetterdienst ab dem 19.08.2012 bis zum 20.08.2012, ausgegeben hat, warnt der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit dem Fachbereich Gesundheit vor gesundheitlichen Gefahren bei starker Hitze“, erläutert der Gesundheitsdezernent und Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern.

„Vor allem älteren Personen, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen, Säuglingen und Kleinkindern drohen durch hohe oder länger andauernde Hitze-Einwirkung im besonderen Maße gesundheitliche Gefahren“, warnt Dr. Ingo Werner, Leiter des Fachbereichs Gesundheit des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Die Ursache gesundheitlicher Probleme bei großer Hitze sei meist ein übermäßiger Flüssigkeitsverlust oder ein Flüssigkeitsmangel sowie eine eingeschränkte Fähigkeit, die Körpertemperatur zu regulieren.

Durch die große Hitze sind Menschen über dem 65. Lebensjahr, Menschen mit Gedächtnisstörungen sowie Verständnis- und Orientierungsschwierigkeiten, Personen, die Beruhigungsmittel, Antidepressiva, Entwässerungsmedikamente oder Blutdruck senkende Mittel einnehmen, chronisch Kranke und Menschen mit infektiösen Erkrankungen, aber auch Säuglinge und Kleinkinder besonders gefährdet.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt daher folgende Hinweise:

Schützen Sie sich vor Gefahren der starken Hitze und reduzieren Sie Hitze-Belastungen:
• Halten Sie sich im Schatten auf!
• Vermeiden Sie (starke) körperliche Belastungen (zum Beispiel Sport)!
• Beschränken Sie Ihren Aufenthalt im Freien möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden und vermeiden Sie die Mittags-Hitze. Planen Sie Erledigungen/Einkäufe für die kühleren Morgenstunden!
• Lassen Sie niemals Personen – insbesondere Kinder und ältere Menschen – in geparkten Autos zurück!

Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr:
• Trinken sie reichlich (ungekühlt!) Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetees – mindestens 2 bis 3 Liter/Tag, warten Sie nicht, bis Sie durstig sind!
• Vermeiden Sie unbedingt Alkohol, schwarzen Tee und stark gesüßte Getränke!
• Ersetzen Sie beim Schwitzen verloren gehende Mineralien/Körpersalze durch den Verzehr von zum Beispiel Salzgebäck, gewürzten Gurkenscheiben oder Dickmilch mit Schnittlauch und Salz!
• Ergänzen Sie Ihre Flüssigkeitszufuhr durch fruchtige Zwischenmahlzeiten und achtern sie grundsätzlich auf leicht verdauliche Kost.

Kleiden sie sich richtig:
• Tragen Sie leichte, helle, nicht einengende Kleidung, möglichst aus Naturfaser (zum Beispiel Baumwolle)!
• Tragen Sie im Freien einen Sonnenhut oder eine andere geeignete Kopfbedeckung!
• Achten Sie auf Sonnenschutz der unbedeckten Haut (Sonnencreme)!

Sorgen Sie für kühles Raumklima:
• Dunkeln sie Räume tagsüber mit Rollläden/Vorhängen ab!
• Lüften Sie Räume nur früh morgens und spät abends (Durchzug herstellen)!
• Schalten Sie Wärme abstrahlende Elektrogeräte (zum Beispiel Computer-Monitor, Lichtquellen) ab!

Achten Sie besonders auf kranke, pflegebedürftige oder hilflose Personen:
• Ungewöhnliche Unruhe- oder Verwirrtheitszustände, Fieber, Erbrechen, Muskelkrämpfe oder Bauchschmerzen können Anzeichen einer ernstzunehmenden Hitzeschädigung sein. Verständigen Sie umgehend den Hausarzt!
• Kranken oder pflegebedürftigen Personen mehrmals täglich Temperatur messen, um rechtzeitig auf eine kritische Hitzebelastung aufmerksam zu werden.

„Insbesondere Säuglinge, aber auch Kleinkinder sind durch übermäßigen Verlust von Körperflüssigkeit gefährdet“, warnt Dr. Werner. „Aber auch ältere Menschen trinken wegen eines reduzierten Durstgefühls oft weniger“. Dadurch verringere sich die Schweißmenge und damit auch die Möglichkeit Wärme abzugeben. Auch nehme die Fähigkeit zu schwitzen im Alter ab.
 

 

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