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Landrätin: Fördermittel für Projekte der Dorf- und Regionalentwicklung von über 220.000 Euro sollen die Orte noch lebenswerter machen – Bescheide für Amöneburg, Angelburg, Lahntal, Rauschenberg, Stadtallendorf, Steffenberg und Weimar

(Pressemitteilung 317/2015 vom 24.08.2015)

Marburg-Biedenkopf – Sieben Kommunen werden in neun geförderten Maßnahmen mit einem Gesamtbetrag von rund 221.000 Euro für geplante Projekte der Dorf- und Regionalentwicklung gefördert. Die Städte und Gemeinden Amöneburg, Angelburg, Lahntal, Rauschenberg, Stadtallendorf, Steffenberg und Weimar werden sowohl mit Fördermitteln des Landes, als auch mit Fördermitteln der EU im Zuge des LEADER-Programms unterstützt.

Landrätin Kirsten Fründt betonte bei der Ausgabe der Bescheide, wie wichtig diese Maßnahmen seien, um die Orte noch lebenswerter zu machen. Die vielseitigen und unterschiedlichen Maßnahmen stellen auch die Bandbreite der geförderten Aktivitäten in den unterschiedlichsten Bereichen und Kommunen dar.

Auf insgesamt knapp 43.000 Euro belaufen sich die Kosten zur Anschaffung eines Kleinbusses zum kostenlosen Transportieren von Bürgern, deren Mobilität eingeschränkt ist, in der Gemeinde Lahntal. Das Projekt Bürgerbus wurde von einigen Bewohnern der Gemeinde ins Leben gerufen, die nun auch für dessen Organisation zuständig sind. Geplant ist, dass der Fahrplan des Busses auf die Öffnungszeiten bzw. Sprechzeiten medizinischer Einrichtungen, sowie auch Supermärkten abgestimmt wird. Die Gemeinde erhält einen Zuschuss von 27.000 Euro. Von den Gesamtkosten sind bei einer Förderquote von 75 Prozent rund 36.000 Euro förderfähig.

Mit einem Betrag von etwas über 30.000 Euro wird ein Second-Hand-Kleiderladen in Rauschenberg als ein weiteres Projekt der LEADER-Förderung unterstützt. Als Hilfe zur Finanzierung der Personalkosten soll die Schatzkiste Rauschenberg, die nicht nur als Second-Hand-Laden, sondern auch als Treff- und Informationspunkt dient, in den nächsten zwei Jahren gefördert werden. Ziel der Förderung ist es, den Laden soweit zu unterstützen, bis er sich aus eigenen Mitteln finanzieren kann. Bei einer Förderquote von 75 Prozent sind 40.430 Euro förderfähig. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 50.000 Euro.

Anhand einer mit 8.200 Euro geförderten Studie in dem Rauschenberger Stadtteil Bracht soll herausgefunden werden, ob es wirtschaftlich möglich ist, die Energieversorgung des Ortsteils auf erneuerbare Energien umzustellen. Eine Fragebogenaktion soll darüber und auch über die bisherige Energieversorgung Auskunft. Es soll herausgefunden werden, wie hoch der Energiebedarf der Teilnehmer ist, und ob eine zentrale Energiequelle profitabler ist als mehrere dezentrale Energiequellen. Die Gesamtkosten der Studie betragen knapp 13.000 Euro, von denen 10.920 Euro förderfähig sind. Somit beträgt die Förderquote 75 Prozent.

Ein Projekt des Stadtallendorfer Stadtteils Hatzbach soll mit einem Betrag von rund 9.700 Euro unterstützt werden. Ein Fachbüro wird gemeinsam mit den Bürgern einen Plan zur Belebung des Ortes, sowie zur Verzögerung bzw. zum Stillstand des drohenden Leerstandes ausarbeiten. Gemeinsam sollen Ideen entwickelt werden. Außerdem dient das Fachbüro als Ansprechpartner für Hauseigentümer, die den Leerstand ihres Hauses fürchten. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 21.000 Euro sind 17.560 Euro förderfähig. Die Förderquote liegt hier bei 55 Prozent. Außerdem wird für den Stadtteil Hatzbach ein neuer Vertrag zur städtebaulichen Beratung in Gesamthöhe von 5.000 Euro abgeschlossen. Sowohl den öffentlichen Projektträgern als auch den privaten Investitionsträgern steht diese Beratung zu Verfügung. Die Gemeinde erhält einen Zuschuss von 2.310 Euro. Förderfähig sind rund 4.200 Euro. Die Förderquote liegt bei 55 Prozent.

Einen Zuschuss in Höhe von 35.100 Euro gibt es für die Umgestaltung des bisher unübersichtlichen und nicht asphaltierten Geländes der historischen Kirche in Amöneburg-Erfurtshausen. Es soll eine anschauliche und übersichtliche Fläche gestaltet werden, die als Dorfplatz zum Treffen und Austausch der Dorfbewohner einlädt. Um eine Verbindung zu der historischen Kirche herzustellen, soll Basalt-Pflaster auf dem Platz verlegt werden. Sowohl ein Baum als auch Blumen sollen gepflanzt werden, um die Fläche für die Bewohner von Erfurtshausen noch attraktiver zu gestalten. Von den Gesamtkosten in Höhe von knapp 56.000 Euro sind rund 47.000 Euro förderfähig. Die Förderquote beträgt 75 Prozent.

Insgesamt 41.500 Euro soll die Erweiterung des bereits vorhandenen Spielplatzes in dem Ortsteil Niedereisenhausen der Gemeinde Steffenberg zu einem Mehrgenerationenplatz kosten. Der Platz soll für alle Altersgruppen attraktiv gestaltet werden und so das Miteinander stärken. Ein Zuschuss von 20.900 Euro ist geplant. Bei einer Förderquote von 60 Prozent sind rund 34.900 Euro förderfähig.

Die Gemeinde Weimar erhält einen Zuschuss von 59.000 Euro, um das Dorfgemeinschaftshaus im Ortsteil Allna zu sanieren. Hauptsächlich betrifft die Sanierung die sanitären Anlagen sowie auch die Wände, die gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt werden müssen. Durch die geplanten Maßnahmen wird das Haus attraktiver und bietet neue Nutzungsmöglichkeiten. Die Förderquote liegt bei 70 Prozent. Der Gesamtbetrag für das Projekt beläuft sich auf 104.355 Euro, wovon 84.254 Euro gefördert werden können.

Mit einem Betrag von rund 29.100 Euro soll die Gemeinde Angelburg zur Einrichtung eines neuen Jugendraumes in unterstützt werden, der vor allem dem Verein JonA (Offene Jugendarbeit Angelburg e.V.) dient. Da die Jugendlichen so noch besser gefördert werden können, gewinnt die Jugendarbeit der Gemeinde noch weiter an Qualität und Attraktivität. Die Gesamtkosten liegen bei 49.420 Euro. Bei einer Förderquote von 75 Prozent sind rund 38.800 Euro förderfähig.

Übergabe von Bescheiden zur Dorf- und Regionalentwicklung (v.l.n.r.): Bernd Riehl (Erster Beigeordneter Stadt Amöneburg), Bürgermeister Manfred Apell (Lahntal), Dr. Helmut Otto (Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Landkreises), Eva-Maria Simon (Erste Beigeordnete der Gemeinde Angelburg), Bürgermeister Michael Emmerich (Rauschenberg), Holger Klau (Erster Beigeordneter der Gemeinde Steffenberg), Otmar Bonacker (Erster Stadtrat Stadtallendorf), Rita Rohrbach (Gemeindeverwaltung Weimar/Lahn), Thomas Meyer-Bairam (Stellv. Vorsitzender des Bürgerbusprojekts der Gemeinde Lahntal), Otto Selbmann (Ortsvorsteher Lahntal-Göttingen und Bürgerbusprojekt) sowie Landrätin Kirsten Fründt.  Foto: Landkreis

Übergabe von Bescheiden zur Dorf- und Regionalentwicklung (v.l.n.r.): Bernd Riehl (Erster Beigeordneter Stadt Amöneburg), Bürgermeister Manfred Apell (Lahntal), Dr. Helmut Otto (Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Landkreises), Eva-Maria Simon (Erste Beigeordnete der Gemeinde Angelburg), Bürgermeister Michael Emmerich (Rauschenberg), Holger Klau (Erster Beigeordneter der Gemeinde Steffenberg), Otmar Bonacker (Erster Stadtrat Stadtallendorf), Rita Rohrbach (Gemeindeverwaltung Weimar/Lahn), Thomas Meyer-Bairam (Stellv. Vorsitzender des Bürgerbusprojekts der Gemeinde Lahntal), Otto Selbmann (Ortsvorsteher Lahntal-Göttingen und Bürgerbusprojekt) sowie Landrätin Kirsten Fründt. 

Foto: Landkreis

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