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Gemeinsame Pressemitteilung der Stadtwerke Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf – Open VOICE Angebot: Starkes Interesse an vielfältigen Ausbildungsberufen der Stadtwerke Marburg

(Pressemitteilung 316/2016 vom 04.08.2016)

Marburg-Biedenkopf – Der Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg, Rainer Kühne, und der Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg Consult GmbH, Christoph Rau, informierten die über 50 Asylbewerber im Rahmen des Projekts „Open Voice“ mit interessanten Zahlen und Fakten rund um die Tätigkeitsbereiche der Stadtwerke Marburg. Mit dabei war auch Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow.

Dazu zählten auch die Busse mit 180 Plätzen, die schon mal bis zu einer halben Millionen Euro in der Anschaffung kosten können. Rund 220 Menschen arbeiten im Stadtbusbereich. Dort sind bereits 22 Nationen unter den Beschäftigten vertreten. Von daher war es nicht überraschend, dass dieser Bereich der Stadtwerke, trotz Arbeitszeiten im Zeitfenster von 4:30 Uhr morgens bis 2:00 Uhr nachts, das größte Interesse fand. So ein Gefährt zu steuern, wäre schon eine interessante Aufgabe, fanden nicht wenige der Teilnehmer.

„Mit VOICE hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf gemeinsam mit der Stadt Marburg und der Bundesagentur für Arbeit ein Angebot entwickelt, das Flüchtlingen Orientierung gibt und den Weg in Ausbildung und Arbeit erleichtert, erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow, der sich über die große Teilnehmerzahl sehr freute.

Rainer Kühne ließ es sich nicht nehmen, der Gruppe die verschiedenen Arbeitsfelder der Stadtwerke vorzustellen. Die Stationen des Besuchs wie Werkstattbereich, Tankstelle, Fahrdienstlogistik oder Bustechnik stießen auf reges Interesse. Für manche Flüchtlinge, die mit Werkzeugen und Technik vertraut waren, war es auch ein Wiedersehen bekannter Arbeitsfelder aus ihren Heimatländern.

Neben dem Einsatz als Fahrer für Busse und Anrufsammeltaxis wurde der Berufswunsch des Mechatronikers und KFZ-Mechanikers von der Gruppe am häufigsten formuliert. Die Gruppe selbst bestand überwiegend aus Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak, aber auch Teilnehmende aus dem Iran, Afghanistan, Somalia und Eritrea waren vertreten, einschließlich einer Familie mit Tochter.

Der Besuch bei den Stadtwerken war der bisher am stärksten nachgefragte Unternehmensbesuch mit beinahe 50 Flüchtlingen. Insgesamt wurden bereits 25 Unternehmen und Einrichtungen seit Juni 2015 im Programm VOICE besucht, so Wirtschaftsförderer Dr. Frank Hüttemann, der die Besuche mit den Unternehmen koordiniert. Darunter war bisher eine große Anzahl an Handwerksbetrieben, die ihre Türen für die Flüchtlinge geöffnet haben. Im Durchschnitt wurden die Unternehmen von 15 bis 20 interessierten Flüchtlingen besucht. Dabei wird über diese Unternehmenssuche nicht nur vermittelt, wie in Deutschland gearbeitet wird, sondern auch was sich hinter den deutschen Berufsbildern verbirgt und welche Voraussetzungen für einen Berufsstart zu berücksichtigen sind.

Auch Sicht von Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Kühne, war es ein „interessanter Besuch für alle Beteiligten“. Das kommunale Unternehmen zeigte, dass die Stadtwerke ein attraktiverer Arbeitgeber sind, als oft vermutet wird. „Wir bezahlen unsere Busfahrer über dem gültigen Tarif, außerdem gibt es weitere Sozialleistungen. Eine Betriebskantine mit guten Preisen sowie ein attraktives Arbeitsumfeld und mehr runden unser Angebot ab“, erklärte der Stadtwerke-Chef. Die Voraussetzungen, um als Busfahrer bei den Stadtwerken einzusteigen, sind durchaus leistbar. „Auszubildende müssen mindestens 18 Jahre alt sein und einen Führerschein der Klasse B besitzen. Der Herausforderung Busführerschein stellen wir uns als Unternehmen gemeinsam mit den Auszubildenden“, so Kühne.

Zachow stellte schließlich fest: „Der Dolmetscher, der heute mit dabei war, wurde erfreulicherweise schon weit weniger nachgefragt als dies noch bei den ersten Unternehmensbesuchen der Fall war. Es ist schön zu sehen, auf welch großes Interesse unsere Angebote stoßen. Einige Besucher wären am liebsten gleich hier geblieben, um zu arbeiten.“

Großes Interesse herrschte im Rahmen eines Open Voice-Termins bei den Stadtwerken Marburg. Nach dem Termin stellten sich interessierte Asylbewerber mit Vertretern der Stadtwerke und des Landkreises für ein Foto zusammen.  Foto: Landkreis

Großes Interesse herrschte im Rahmen eines Open Voice-Termins bei den Stadtwerken Marburg. Nach dem Termin stellten sich interessierte Asylbewerber mit Vertretern der Stadtwerke und des Landkreises für ein Foto zusammen.

Foto: Landkreis

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