Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Kreisübergreifendes Projekt im Lahntal führt zur Rettung eines Feuchtbiotops in den Gemarkungen Friedelhausen und Odenhausen – Gemeinsam mit ehrenamtlicher Unterstützung zum Erfolg

(Pressemitteilung 315/2015 vom 24.08.2015)

Marburg-Biedenkopf – Das Gebiet zwischen Friedelhausen und Odenhausen liegt innerhalb des etwa 742 Hektar großen EU-Vogelschutzgebiet „Lahntal zwischen Marburg und Gießen“, dessen mit Abstand größter Flächenanteil im Landkreis Marburg-Biedenkopf liegt. Zuständig für die Erarbeitung des Bewirtschaftungsplans ist deshalb der Landkreis Marburg-Biedenkopf durch seinen Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, der hier im Auftrag des Regierungspräsidiums Gießen handelt.

Schon seit Jahren wird dieses Gebiet ehrenamtlich intensiv von Bernd Rosenbaum und Kalle Neumann betreut, auch unter Aufwendung eigener Geldmittel. Dabei zeigte sich, dass insbesondere die Zufluss-Regulierung aus dem Tiefenbach, die einen angemessenen Wasserstand des Feuchtbiotops sichert, Fingerspitzengefühl erforderte. Trotzdem verlandete der Altarm des Tiefenbachs im Laufe der Jahre zunehmend und hatte zwischenzeitlich einen besorgniserregenden Zustand erreicht und stellte eine große Beeinträchtigung für Wasservögel und Amphibien dar. Es war keine Frage, dass hier Handlungsbedarf bestand, offen blieb nur die Frage der Finanzierung.

Das Land Hessen stellte dann Finanzmittel in Höhe von 5.000 Euro für diese Projektidee bereit. Verbunden mit dem Ziel, dem Gewässer wieder eine ausreichende Tiefe zu geben und das Ufer neu zu modellieren. Dabei wurde auch eine Steilwand für den Eisvogel geschaffen, damit dieser darin seine Bruthöhlen anlegen kann. Durch regelmäßige Kontrolle und Dokumentation der Tierbeobachtungen durch die beiden Ideengeber wird der Erfolg des Projektes sichtbar.

„Die behörden- und kreisübergreifende Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz und der Unteren Naturschutz- und Wasserbehörde des Landkreises Gießen sowie mit der Stadt Lollar ist hervorragend gewesen“, bestätigte Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow. Auch alle Grundstückseigentümer und die Vertreter der Landwirtschaft hätten an einem Strang gezogen, ergänzte Heidrun Hess-Mittelstädt, die zuständige Gebietsbetreuerin des Kreises Marburg-Biedenkopf.

Als vorbildlich bezeichnete Zachow die gute Zusammenarbeit mit den beiden ehrenamtlichen Betreuer und dem Unternehmen während der Baumaßnahme vor Ort. Dies habe entscheidend zum guten Gelingen der Maßnahme beigetragen.

Ergänzung:

Der Landkreis ist nicht nur hier kreisübergreifend tätig. Auch das FFH-Gebiet „Maculinea-Schutzgebiet bei Neustadt“ ist kreisübergreifend und wird in Absprache mit dem Amt in Vogelsberg von Marburg-Biedenkopf aus betreut. Hinzu kommt das Vogelschutzgebiet „Amöneburger Becken“, das zu einem kleinen Teil in den Nachbarkreis ragt und ebenfalls durch den Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz betreut wird.

Bernd Rosenbaum und Kalle Neumann (v.l.n.r.): während der Maßnahme am Altarm des Tiefenbachs. Foto: privat

Bernd Rosenbaum und Kalle Neumann (v.l.n.r.): während der Maßnahme am Altarm des Tiefenbachs.

Foto: privat

Der Altarm des Tiefenbachs zwischen Friedelhausen und Odenhausen bekam eine neue Zuflussregulierung.  Foto: Kalle Neumann

Der Altarm des Tiefenbachs zwischen Friedelhausen und Odenhausen bekam eine neue Zuflussregulierung. 

Foto: Kalle Neumann

[ schließen ]