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Der 35. Wettbewerb „"Unser Dorf hat Zukunft"“ startet – Landrätin Fründt: Wettbewerb fördert die dörflichen Gemeinschaften und bringt die teilnehmenden Orte nach vorne

(Pressemitteilung Nr. 314/2014 vom 09.09.2014)

Der 35. Wettbewerb „"Unser Dorf hat Zukunft"“ startet – Landrätin Fründt: Wettbewerb fördert die dörflichen Gemeinschaften und bringt die teilnehmenden Orte nach vorne

Marburg-Biedenkopf – Am ersten Tag der Kommissionsbesuche zum 35. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in Wetter-Mellnau verschaffte sich auch Landrätin Kirsten Fründt einen Einblick in die Vorstellung des so schön gelegenen Dorfes Mellnau. Sie ist eine Befürworterin dieses Wettbewerbs, der bereits in so vielen Dörfern im Landkreis positive Ergebnisse gezeigt hat. „Die dörfliche Gemeinschaft und damit den Zusammenhalt zu stärken sowie die Orte lebenswerter zu machen, sind schon für sich ganz wichtige Ziele dieses Wettbewerbs. Um die Dörfer nicht nur noch weiter aufzuwerten, sondern auch für die jüngeren Generationen noch lebenswerter zu machen, müssen sich die Dörfer jedoch auch zukunftsfähig aufzustellen. Das alles bringt die Orte deutlich nach vorne“, so die Landrätin in Mellnau.

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung hat alle Dörfer in Hessen mit bis zu 3.000 Einwohnern zur Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahr 2014 aufgerufen. Die Bezeichnung „Unser Dorf hat Zukunft“ steht für die Zielsetzung des Wettbewerbes. Entgegen dem Ursprung des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ geht es heute darum die Dörfer lebendig und zukunftsfähig zu gestalten. Alle gesellschaftspolitischen Themen der heutigen Zeit, angefangen vom demographischen Wandel über effiziente Energienutzung, Nutzung regenerativer Energiequellen, bürgerschaftliches Engagement zu Umweltbildung und Umgang mit örtlicher Tradition oder Besonderheiten, sind Inhalte des Wettbewerbs.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger der Dorfgemeinschaft gestalten dabei aktiv das Dorf und das gesellschaftliche Leben im Dorf mit. Das Erscheinungsbild des Ortes (Häuser, Straßen, Plätze, Gärten etc.), die vielfältigen Formen des Zusammenlebens aller Generationen und Gruppierungen, die gegenseitige Unterstützung im Dorf bis hin zur Einbindung des Dorfes in die Region, spielen zudem eine wichtige Rolle. Die Bewohner sollen sich emotional, sozial und kulturell mit „ihrem“ Dorf verbunden fühlen. Projekte und Vorhaben sind gesucht, die sich ergänzen, aufeinander aufbauen, nachhaltig wirken und die Zielsetzung des Dorfes unterstützen. Kurzfristiger Aktionismus bringt dagegen kaum Nutzen. Besonders im Fokus steht das Querschnittsthema „Jugend im Dorf“ innerhalb der bürgerschaftlichen und wirtschaftlichen Aktivitäten. Die Bindung der Jugend an den Ort, Angebote für die Jugend sowie Beiträge der Jugend zum Dorfleben sind hier gefragt. Das Land Hessen lobt einen Sonderpreis pro Region aus.

Um den vielfältigen Ansätzen und Beiträgen in den Dörfern Rechnung zu tragen, findet eine ganzheitliche Betrachtung des Ortes statt, die in folgende fünf Bereiche gegliedert ist: 1. Allgemeine Entwicklung (Höchstpunktzahl: 15 Punkte), 2. Bürgerschaftliche und wirtschaftliche Aktivitäten (Höchstpunktzahl: 35 Punkte), 3. Baugestaltung und Bauentwicklung (Höchstpunktzahl: 20 Punkte), 4. Grüngestaltung und Bauentwicklung (Höchstpunktzahl: 20 Punkte), 5. Dorf in der Landschaft (Höchstpunktzahl: 10 Punkte). Insgesamt sind maximal 100 Punkte erreichbar.

Hessenweit haben sich 141 Orte angemeldet. In acht, zum Teil kreisübergreifenden Regionen wird der Wettbewerb ausgetragen. Die Organisation liegt bei den federführenden Landkreisverwaltungen. Diese leiten die Bewertungskommissionen. Die Dörfer sind in zwei Bewertungsgruppen eingeteilt. Die Gruppe A umfasst die Orte, die sich seit mindestens drei Jahren in der Förderung aus den Programmen Dorferneuerung oder einfachen Stadterneuerung ab 1993 befinden. Die Gruppe B bilden alle anderen Orte. In der Region West I sind 17 Dörfer angemeldet, 10 in der Gruppe B und 7 in der Gruppe A. Die Sieger des Wettbewerbs jeder Region nehmen am Landesentscheid im Sommer 2015, die Siegerorte des Landesentscheides im Sommer 2016 am Bundesentscheid teil.

Die Federführung der Region West I mit dem Lahn-Dill-Kreis, den Landkreisen Gießen und Marburg-Biedenkopf liegt beim Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Die Bewertungskommission besteht aus folgenden Fachleuten: Margot Schneider, Kommissionsleitung (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz), Dr. Theresia Jacobi (Kulturwissenschaftlerin, Marburg), Michael Kipper (Lahn-Dill-Kreis, Abteilung Umwelt, Natur und Wasser), Barbara Steuernagel, (Landkreis Gießen, Untere Denkmalschutzbehörde) sowie Petra Schöck (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Fachbereich Bauen, Wasser- und Naturschutz).

Die Bereisung erfolgt vom 8. bis 30. September 2014. Die Ergebnisse des Regionalentscheids werden am Montagnachmittag, 6. Oktober bekannt gegeben.

In jeder Gruppe erhalten die drei erstplatzierten Orte einen Geldpreis sowie je Region einen themenbezogenen Sonderpreis: 1. Platz: 3.000 Euro, 2. Platz: 2.000 Euro, 3. Platz: 1.000 Euro, Sonderpreis: 1000 Euro.

Alle Dörfer, die mit Erfolg teilgenommen haben, erhalten eine Urkunde des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie ein Protokoll der Bewertungskommission mit Anregungen für die weitere Arbeit im Dorf im Sinne des Wettbewerbes. Im Herbst dieses Jahres erfolgt die Übergabe der Urkunden und Preise im Rahmen einer Siegerehrung.

Aus vielen Orten kommt schon in der Vorbereitungszeit zum Wettbewerb die Aussage, dass das Dorf bereits durch die Beschäftigung mit den Inhalten und Zielen des Wettbewerbes und dem genauern Betrachten der eigenen Situation stark profitiert hat.

Weitere generelle Infos im Internet: https://umweltministerium.hessen.de/landwirtschaft/laendlicher-raum/foerderung-der-laendlichen-entwicklung/dorfwettbewerb
oder www.rp-kassel.de (Dorfwettbewerb, Aktuelles)

Ortsvorsteherin Margot Diehl erläuterte der Kommission sowie Landrätin Kirsten Fründt und Bürgermeister Kai-Uwe Spanka die Besonderheiten von Mellnau. Foto: Landkreis


Ortsvorsteherin Margot Diehl erläuterte der Kommission sowie Landrätin Kirsten Fründt und Bürgermeister Kai-Uwe Spanka die Besonderheiten von Mellnau.
Foto: Landkreis

Im Dorfgemeinschaftshaus in Mellnau begrüßten unter anderen Landrätin Kirsten Fründt, Bürgermeister Kai-Uwe Spanka sowie Ortsvorsteherin Margot Diehl (von rechts) die Kommission für den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Foto: Landkreis


Im Dorfgemeinschaftshaus in Mellnau begrüßten unter anderen Landrätin Kirsten Fründt, Bürgermeister Kai-Uwe Spanka sowie Ortsvorsteherin Margot Diehl (von rechts) die Kommission für den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft".
Foto: Landkreis

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