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Landkreis will Gesellschafter der Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH werden – Die flächendeckende Einführung der Breitbandtechnik ist ein wichtiger Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit des Kreises
(Pressemitteilung Nr. 313/2012 vom 16.08.2012)
Marburg-Biedenkopf – In seiner Sitzung am 15. August 2012 behandelte der Kreisausschuss ein für die Zukunft des Landkreises sehr wichtiges Thema: Die kreisweite Versorgung mit schnellem Internet. Es ging um die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zum Aufbau einer flächendeckenden Breitbandversorgung im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Landrat Robert Fischbach machte deutlich, dass der Kreisausschuss dem Kreistag empfiehlt, der zu gründenden „Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH“ beizutreten. Gesellschafter werden die sich erklärenden Städte und Gemeinden im Landkreis sowie der Landkreis Marburg- Biedenkopf.

„Die flächendeckende Versorgung im Landkreis Marburg-Biedenkopf mit einer Lichtwellenleiter gestützten Internetversorgung, die im ersten Schritt eine Geschwindigkeit von bis zu 50 Megabit pro Sekunde ermöglicht und weitere Optionen für weit höhere Geschwindigkeiten offen hält, ist ein sehr wichtiger Standortfaktor für den Landkreis Marburg-Biedenkopf sowie seine Städte und Gemeinden. Angesichts des demografischen Wandels müssen wir gemeinsam Bedingungen schaffen, die sowohl das Wohnen als auch das Arbeiten überall im Landkreis Marburg-Biedenkopf attraktiv gestalten. „Da der Markt diese Infrastruktureinrichtung für unseren Landkreis nicht realisiert, sind die zuständigen Gebietskörperschaften selbst gefordert, diese Einrichtung für die Bürger zur Verfügung zu stellen“, so Landrat Fischbach.

Zurzeit steht die Entscheidung für den Beitritt zur Gesellschaft nicht nur beim Landkreis an, sondern parallel dazu auch in den Städten und Gemeinden im Landkreis (ohne die Stadt Marburg). Für die Leistung der vom Landkreis Marburg-Biedenkopf zu erbringenden Eigenkapitaleinlage wird ein Betrag in Höhe von knapp 850.000 Euro (= 5 Euro je Einwohner der an der Breitbandgesellschaft teilnehmenden Städte und Gemeinden) eingestellt. Auch die Städte und Gemeinden sollen jeweils 5 Euro je Einwohner als Eigenkapital einbringen.

Die Realisierung einer flächendeckenden Breitbandversorgung soll mittels einer zu gründenden Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH erfolgen. Dabei kommt dieser Gesellschaft nach der geplanten Betriebsstruktur ausschließlich die Finanzierung und Eigentümerschaft des passiven Netzes zu. Für die Herstellung des passiven Netzes ist ein Betrag von circa 43 Millionen Euro kalkuliert. Diese 43 Millionen Euro sollen von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen zur Verfügung gestellt und durch eine hundertprozentige Landesbürgschaft abgesichert werden. Darüber hinaus benötigt die Gesellschaft Eigenkapital und Betriebsmittel in Höhe von ungefähr 10 Millionen Euro.

„Das Ganze ist für einen Außenstehenden ein durchaus kompliziertes Verfahren, aber wir haben ja schon zusammen mit den Städten und Gemeinden gut vorgearbeitet“, verdeutlichte Fischbach. Er ist optimistisch, dass der Landkreis und die Kommunen diese Aufgabe gemeinsam zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger und der heimischen Firmen und Betriebe bewältigen können.
  Um die flächendeckende Einführung der Breitbandtechnik im Landkreis gewährleisten zu können, müssen vor allem an vielen Stellen im Landkreis Leerrohrleitungen (hier ein Querschnitt) verlegt werden, durch die dann später entsprechende Glasfaserkabel gezogen werden. Dann können Betriebe und Haushalte mit "schnellem" Internet versorgt werden. Foto: Landkreis
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Um die flächendeckende Einführung der Breitbandtechnik im Landkreis gewährleisten zu können, müssen vor allem an vielen Stellen im Landkreis Leerrohrleitungen (hier ein Querschnitt) verlegt werden, durch die dann später entsprechende Glasfaserkabel gezogen werden. Dann können Betriebe und Haushalte mit "schnellem" Internet versorgt werden.
Foto: Landkreis

 

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