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Landrat Robert Fischbach besuchte die Stadt Gladenbach – Großes Lob für die Anstrengungen der Stadt, den Haushalt auszugleichen und für den Pionier in Sachen Strohpellets: Hans-Georg Hof

(Pressemitteilung Nr. 309/2013 vom 21.08.2013)

Marburg-Biedenkopf – In regelmäßigen Abständen besucht Landrat Robert Fischbach die Städte und Gemeinden im Landkreis, um sich vor Ort ein Bild über die aktuellen Probleme, Chancen und Perspektiven zu machen. Von Landrat Fischbach, der von ein paar Führungskräften begleitet wurde, gab es viel Lob für die Anstrengungen und Initiativen der Stadt. So hob Fischbach besonders positiv hervor, dass es der unter dem Schutzschirm des Landes stehenden Stadt Gladenbach gelungen sei, den Haushalt 2013 planmäßig auszugleichen. Das sei etwas Besonders, zumal diese Anstrengungen auch immer unangenehme Dinge mit sich bringe. „Ich bin mir aber sicher, dass ihr das schafft“, sagte Landrat Fischbach ermunternd.

Es sei außerdem eine kluge Entscheidung, das Gewerbegebiet am alten Bahnhof neu zu strukturieren. Es würde ein positives Signal geben, dass die Stadt das Thema aufgreift und für noch bessere Rahmenbedingungen für die Betriebe sorge. Neue Zufahrten könnten zudem den Verkehr entlasten.

Lob gab es vom Landrat außerdem für die Neuplanung der Innenstadtinsel, die durch die Zuwegung und die Parkplätze sehr attraktiv werden dürfte. Das großzügige Parkplatzangebot in Gladenbach sei insgesamt „ein großes Pfund“ für die Stadt.

Besonders interessant fand Fischbach den Besuch der Firma Hof, die seinen Stammsitz in Lohra hat, mit weiteren Standorten aber auch in Rüchenbach und Mornshausen vertreten ist. Er bezeichnete Geschäftsführer Hans-Georg Hof in Rüchenbach als Pionier im Zusammenhang mit der Strohverwertung als Pellets. Hof habe einen Brennstoff verwertbar gemacht, der der Landwirtschaft keine Flächen wegnähme. Hier würde es also die Diskussion „Teller oder Tank“ gar nicht erst geben. Aus einem mehr oder weniger Abfallprodukt habe Hof ein Produkt entwickelt, das sich weiter entwickeln werde. Es gibt genügend Stroh im Landkreis und Nachahmer werden sich finden, betonte Fischbach, der zudem nach Möglichkeiten sucht, vielleicht auch Heizungsanlagen kreiseigener Schulen umzurüsten, um Strohpellets abnehmen zu können. „Hans-Georg Hof hat hier nicht nur eine große Investition in eine zukunftsweisende Technik getätigt, sondern er setzt hier einen Meilenstein für die Nutzung regenerativer Energien“, hob Landrat Fischbach hervor.

Landrat Fischbach nutzt die Gemeindebesuche als Brandschutzdezernent auch immer dazu, ein Gespräch mit den Feuerwehren zu führen. Fischbach strich die außerordentliche Bedeutung der Feuerwehren im Landkreis heraus und lobte das Engagement der freiwilligen Feuerwehren für ihren mutigen ehrenamtlichen Einsatz. Besonders positiv fand der Landrat, dass in den Jugendfeuerwehren in Gladenbach inzwischen bis zu 50 Prozent weibliche Mitglieder sind. Aus Sicht der Feuerwehren gab es großes Lob dafür, dass die Stadt spezielle Brandschutzlehrgänge in Gießen bezahlt, die den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sehr viel bringen würden, sagte Stadtbrandinspektor Reiner Horak. Er verdeutlichte jedoch auch, dass er sich in Teilbereichen wie etwa der Bauverwaltung eine noch engere Zusammenarbeit mit der Stadt wünsche. Kreisbrandinspektor Lars Schäfer machte darauf aufmerksam, dass insgesamt viele Kommunen auf sehr unterschiedliche Art und Weise versuchen, Anreize für das ehrenamtliche Engagement in den freiwilligen Feuerwehren zu geben. Sei es über das Zurverfügungstellen von preisgünstigem Bauland oder das zwischenzeitliche Betreuen von Kinder während der Einsätze oder auch, wie in Gladenbach, durch die Abfrage bei Stellenausschreibungen zur Mitgliedschaft in der Feuerwehr.

Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim bedankte sich für den Besuch des Landrats mit seiner kleinen Delegation und erläuterte nochmals die Vorteile der Stadt durch den Schutzschirm des Landes z.B. durch die finanzielle Unterstützung, die die Stadt erhält. Er machte allerdings auch deutlich, dass sich das die Stadt Gladenbach sehr hart erarbeiten müsste. Kurz riss er weitere für die Stadt wichtige Themen an. So nannte er Windkraftprojekte an zwei Standorten oder beispielsweise die Erneuerung der Straßenbeleuchtung mit Nutzung der modernen LED-Technik, aus der sich künftig deutliche Einsparungen ergeben sollten. Auch in Bezug auf die Sportstätteninfrastruktur sei die Stadt gut aufgestellt.

Schließlich bedankte sich Landrat Fischbach bei Bürgermeister Knierim, bei den Mitgliedern der städtischen Gremien, die diesem Besuch beiwohnten und extra dafür frei genommen hatten sowie bei den städtischen Mitarbeitern, die alle gemeinsam zu einem gelungenen Gemeindebesuch beigetragen hätten.

Geschäftsführer Hans-Georg Hof (3.v.r.) erläuterte Landrat Robert Fischbach (5.v.r) und Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (4.v.r.) die Funktionsweise der Strohpelletsanlage, die er nach einem bereits erfolgten Probebetrieb Ende des Jahres geliefert bekommt.
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Geschäftsführer Hans-Georg Hof (3.v.r.) erläuterte Landrat Robert Fischbach (5.v.r) und Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (4.v.r.) die Funktionsweise der Strohpelletsanlage, die er nach einem bereits erfolgten Probebetrieb Ende des Jahres geliefert bekommt.

Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim  (li.) erklärte Landrat Robert Fischbach die Planungen zur neuen Innenstadtinsel.
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Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim  (li.) erklärte Landrat Robert Fischbach die Planungen zur neuen Innenstadtinsel.

Fotos: Landkreis



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