Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Ein Lächeln und glückliche Kinderaugen: Schüler aus Fukushima werden sich gerne an den Aufenthalt in Deutschland erinnern – Dr. McGovern verabschiedet Gäste aus Japan / Schüler „Wir würden gerne noch bleiben“
(Pressemitteilung Nr. 305/2012 vom 09.08.2012)
Marburg-Biedenkopf – Zum Abschied gab es ein Lächeln und glückliche Augen zufriedener Kinder: Per Handschlag hat der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern am Donnerstagmorgen die japanische Schülergruppe aus der Region um Fukushima verabschiedet, die zweieinhalb Wochen zu Gast im Landkreis Marburg-Biedenkopf war. „Ich wünsche mir, dass sich die Jugendlichen und ihre Betreuer gerne an den Aufenthalt hier erinnern“, sagte Dr. McGovern.

Der stellvertretende Schulleiter der Schule Tomioka 1, Hideyoshi Hoshi, dankte für die Einladung nach Deutschland. Er dankte auch allen Spendern, die diese Erholungsreise möglich gemacht hatten. „Ich habe meine Schülerinnen und Schüler hier glücklich und lachend gesehen. Sie konnten sich von den Erlebnissen in Japan erholen“, unterstrich Hoshi und machte gleichzeitig deutlich, dass die Kinder jetzt nicht nach Hause kommen, sondern in provisorische Unterkünfte in einer anderen Stadt.

Die Schülerinnen und Schüler stammen aus Tomioka, einer Stadt in der Präfektur Fukushima. Diese Region wurde im März 2011 nacheinander von einem schweren Erdbeben, einem verheerenden Tsunami und schließlich von den Folgen des Unfalls im Atomkraftwerk Fukushima heimgesucht. Die Stadt Tomioka wurde komplett evakuiert. Viele Menschen aus Tomikoka waren zunächst bis zu einem halben Jahr lang in einer zur Notunterkunft umfunktionierten Veranstaltungshalle in einer anderen Stadt untergebracht, bevor sie dann in provisorische Häuser umziehen konnten.

„Wir würden gerne noch bleiben“, sagte der 15-jährige Wataru Watanabe nicht ohne Wehmut. Ihm habe besonders der Besuch einer Schule in Aschaffenburg und die Stadtbesichtigungen in Marburg, Mainz, Frankfurt und Eisenach gefallen. Seiner Mitschülerin Kanako Matsumoto (15) ist besonders das Wasserskifahren am Seepark in Niederweimar in Erinnerung geblieben. Auch für sie ist die Zeit in Deutschland viel zu schnell vergangen.

Hideyoshi Hoshi war von vielen beeindruckenden Bauwerken – Schlösser, Burgen und Kirchen – begeistert. „Wir haben hier auch viel über deutsche Geschichte erfahren und sehr reizvolle Landschaften gesehen“, sagte er.

„Rückblickend können wir sagen, dass unsere Aktion ein Erfolg war. Die Kinder konnten sich erholen und Kraft tanken“, betonte Dr. McGovern. Auch er dankte den Spendern, die sich mit Geld, Sachleistungen oder Benefizaktionen für diese Aktion eingebracht hätten. Zu diesem Erfolg habe auch das Betreuer-Team um Verena Vögl beigetragen, die den Besuch organisiert und ein Programm auf die Beine gestellt hatte, das den Gästen aus Japan ausreichend Zeit zur Erholung gab und auch Möglichkeiten bot, Land, Leute und Kultur kennenzulernen. Der Erste Kreisbeigeordnete dankte schließlich Yasuko Tsuruki, einer in Marburg lebenden Japanerin. Sie hatte den Kontakt nach Japan hergestellt und stand während der gesamten Zeit als Dolmetscherin zur Verfügung.

Hintergrund:
Die 18 Schulkinder und ihre erwachsenen Betreuer aus der Region um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima waren für 17 Tage zu Gast im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Die Gruppe aus Japan ist auf Einladung des Kreises nach Deutschland gekommen. Die Schulkinder, die in Folge des Erdbebens, des Tsunamis und der Atomkatastrophe im März 2011 Schlimmes erlebt haben, konnten sich in Mittelhessen von den Erlebnissen und Erfahrungen erholen. Vorausgegangen war eine Spendenaktion des Kreises, die den Besuch aus Japan ermöglicht hat.
 

Die beiden Schüler Kanako Matsumoto (vorne links) und Wataru Watanabe (vorne rechts) sowie der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (re.), der stellvertretende Schulleiter Hideyoshi Hoshi und die Dolmetscherin Yasuko Tsuruki zogen eine positive Bilanz über den Aufenthalt der japanischen Schülergruppe in Deutschland.
Download Druckversion
Die beiden Schüler Kanako Matsumoto (vorne links) und Wataru Watanabe (vorne rechts) sowie der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (re.), der stellvertretende Schulleiter Hideyoshi Hoshi und die Dolmetscherin Yasuko Tsuruki zogen eine positive Bilanz über den Aufenthalt der japanischen Schülergruppe in Deutschland.

Gruppenbild zum Abschied: Nach 17 Tagen verabschiedete der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (re.) die japanischen Gäste, die am Donnerstag vom Frankfurter Flughafen aus die Heimreise antraten.
Download Druckversion
Gruppenbild zum Abschied: Nach 17 Tagen verabschiedete der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (re.) die japanischen Gäste, die am Donnerstag vom Frankfurter Flughafen aus die Heimreise antraten.

Handschlag: Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern verabschiedete sich persönlich von den Jugendlichen.
Download Druckversion
Handschlag: Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern verabschiedete sich persönlich von den Jugendlichen.

(Fotos: Landkreis)

 

[ schliessen ]