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Zielvereinbarung für das Netzwerk Flucht und Integration der Städte Amöneburg, Kirchhain, Neustadt, Rauschenberg, Stadtallendorf und der Gemeinde Wohratal mit dem Landkreis – Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Miteinanderkultur in den Ostkreiskommunen

(Pressemitteilung 300/2015 vom 13.08.2015)

Marburg-Biedenkopf – Die vom Landkreis Marburg-Biedenkopf gemeinsam mit den Städten Amöneburg, Kirchhain, Neustadt, Rauschenberg, Stadtallendorf und der Gemeinde Wohratal entwickelte Zielvereinbarung und Netzwerkbildung „Flucht und Integration“ wurde vom Landkreis Marburg-Biedenkopf durch den Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow und auf Seiten der Bürgermeister durch Michael Richter-Plettenberg (Amöneburg), Jochen Kirchner (Kirchhain), Thomas Groll (Neustadt), Michael Emmerich (Rauschenberg) und Christian Somogyi (Stadtallendorf) sowie Peter Hartmann (Wohratal) in Kirchhain unterzeichnet.

Mit der Zielvereinbarung erklären diese Kommunen ihre Bereitschaft, sich am Modell Marburg-Biedenkopf zu beteiligen, bei dem die Städte und Gemeinden in Kooperation mit dem Landkreis Flüchtlingsunterkünfte anmieten. Darüber hinaus sind die Städte und die Gemeinde dazu bereit, gezielt Besitzer größerer Immobilien anzusprechen bzw. entsprechenden Kontakt zum Landkreis herzustellen.

„Für uns ist das entscheidende Kriterium, nunmehr als gemeinsames Ziel mit dieser Zielvereinbarung zum Ausdruck bringen zu können, dass neben einer menschenwürdigen Unterbringung auch die Stärkung von Integration ermöglicht und gefördert wird“, betonte Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow. Anstelle von Zwang - etwa durch Zuweisungen per Verwaltungsakt – setze der Kreis durch die Zielvereinbarungen auf Kooperation mit den Kommunen, denn nur gemeinsam mit den Kommunen könne man die Unterbringung und Integration erfolgreich gestalten, führte er weiter aus.

Diese Zielvereinbarung ist Bestandteil einer umfassenden Initiative des Landkreises Marburg-Biedenkopf, um im Bereich der Flüchtlings- und Integrationsarbeit Kooperationen und Netzwerke von Gemeinden und Städten aufzubauen und zu fördern. Ziel ist es, eine optimale Abstimmung der Organisation der Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge und der Integrationsarbeit zu erreichen. Der Landkreis wird durch sein Büro für Integration diese Aktivitäten unterstützen und mit fachlicher Beratung begleiten.

Um die Ziele der Vereinbarung umzusetzen werden die Vertreter der Ostkreiskommunen und des Landkreises im Rahmen eines Netzwerktreffens regelmäßig zusammenkommen um ihre Arbeit miteinander abzustimmen und weiterzuentwickeln.

Die Unterbringung von Flüchtlingen ist nicht nur ein Thema für das Jahr 2015. Es wird bestimmt eine bedeutende gemeinsame Aufgabe bleiben. Man kann mit neu hinzu kommenden Flüchtlingen in ähnlicher Größenordnung auch für das Jahr 2016 und die Folgejahre rechnen. Entsprechend werden auch in den Ostkreiskommunen in den Folgejahren zusätzliche Plätze zu schaffen sein. Eine erneute Zielvereinbarung soll jeweils zum Ende des laufenden Jahres in dem Netzwerk besprochen werden.

Inzwischen gibt es in jeder Stadt- und Gemeindeverwaltung eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner, die sich speziell um Fragen von Integration kümmern. Auch beim Landkreis gibt es mit Rainer Flohrschütz in der Stabsstelle Integration einen Ansprechpartner (E-Mail: FlohrschuetzR@marburg-biedenkopf.de , Tel.: 06421 405-1257).

Nach der Unterzeichnung der Zielvereinbarung Netzwerk Flucht und Integration (v.l.n.r.): Bgm. Christian Somogyi (Stadtallendorf), Bgm. Jochen Kirchner (Kirchhain), Bgm. Michael Richter-Plettenberg (Amöneburg),  Bgm. Thomas Groll (Neustadt), Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Bgm. Michael Emmerich (Rauschenberg) und Bgm. Peter Hartmann (Wohratal).  Foto: Stadt Kirchhain

Nach der Unterzeichnung der Zielvereinbarung Netzwerk Flucht und Integration (v.l.n.r.): Bgm. Christian Somogyi (Stadtallendorf), Bgm. Jochen Kirchner (Kirchhain), Bgm. Michael Richter-Plettenberg (Amöneburg),  Bgm. Thomas Groll (Neustadt), Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Bgm. Michael Emmerich (Rauschenberg) und Bgm. Peter Hartmann (Wohratal).

Foto: Stadt Kirchhain


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