Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Japaner lassen sich frische Bratwurst und „stracke Rote“ schmecken – Schülergruppe aus Fukushima besucht Marburger Metzgerei und bekommt Einblicke in die Wurstproduktion
(Pressemitteilung Nr. 297/2012 vom 07.08.2012)
Marburg-Biedenkopf – Die Produktion heimischer Wurstwaren haben sich die japanischen Schülerinnen und Schüler angeschaut, die im Moment zu Besuch im Landkreis Marburg-Biedenkopf sind. Martin Meier von der Metzgerei Meier III GmbH führte die Gäste durch seinen Betrieb in Marburg und erklärte ihnen den Weg vom Fleisch zur Wurst. Die Besichtigung einer Metzgerei war ein Wunsch der Japaner, die wissen wollten, wie deutsche Bratwurst hergestellt wird.

Martin Meier erläuterte, dass in seinem Betrieb pro Tag bis zu 25 verschiedenen Fleisch- und Wurstprodukte hergestellt werden. Die Schülerinnen und Schüler aus Japan erhielten Einblicke in den Kühlraum und die Räucherkammer, sie sahen, wie die Wurstmasse in den Darm gefüllt oder wie Pizza-Fleischkäse hergestellt werden oder welche Maschinen bei der Wurstproduktion zum Einsatz kommen. Wie Martin Meier erläuterte, gibt es in Deutschland mehr als 400 verschiedene Wurstsorten – eine Zahl, die bei den japanischen Gästen Staunen auslöste. Der Metzgermeister betonte, dass Frische, Sauberkeit und Hygiene in einer Metzgerei das A und O seien – weshalb sich die Gäste auch Kittel und Kopfhauben anziehen mussten.

Die Meier III GmbH ist ein Familienbetrieb in dritter Generation und seit rund 80 Jahren in der Region verwurzelt.

Zum Abschluss des Besuches konnten sich die Gäste auch von der geschmacklichen Qualität des deutschen Metzgerhandwerks überzeugen: Es gab frisch gebratene Marburger Paprikaschnecken – eine gerollte Bratwurst – im Brötchen und natürlich die für Oberhessen typische rote Wurst.

Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern dankte Martin Meier für die Gelegenheit, in seinem Betrieb hinter die Kulissen des Metzgerhandwerks blicken zu können. „Für unsere japanischen Gäste waren das spannende und interessante Einblicke“, so Dr. McGovern.

Hintergrund:
Die 18 Schulkinder und ihre erwachsenen Betreuer aus der Region um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima sind für über zwei Wochen zu Gast im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Die Gruppe aus Japan ist auf Einladung des Kreises nach Deutschland gekommen. Die Schulkinder, die in Folge des Erdbebens, des Tsunamis und der Atomkatastrophe im März 2011 Schlimmes erlebt haben, sollen sich in Mittelhessen erholen. Vorausgegangen war eine Spendenaktion des Kreises, die den Besuch aus Japan ermöglicht hat.

 

Martin Meier (links) erklärte den japanischen Schülerinnen und Schülern sowie dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern (2. v. li.) den Weg vom Fleisch zur Wurst.
Download Druckversion
Martin Meier (links) erklärte den japanischen Schülerinnen und Schülern sowie dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern (2. v. li.) den Weg vom Fleisch zur Wurst.

So wird Wurst gemacht: Die Gäste aus Japan erhielten in Marburg Einblicke in das Metzgerhandwerk.
Download Druckversion
So wird Wurst gemacht: Die Gäste aus Japan erhielten in Marburg Einblicke in das Metzgerhandwerk.

Wie Pizza-Fleischkäse hergestellt wird erfuhren die Schülerinnen und Schüler aus Japan beim Besuch in der Marburger Metzgerei Meier III.
Download Druckversion
Wie Pizza-Fleischkäse hergestellt wird erfuhren die Schülerinnen und Schüler aus Japan beim Besuch in der Marburger Metzgerei Meier III.

 

[ schliessen ]