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Hämmern statt pauken: In den Ferien werden die Schulen zu Baustellen – Vom Pinselstrich bis zu neuen Sanitäranlagen: Kreis investiert kräftig

(Pressemitteilung 293/2015 vom 04.08.2015)

Marburg-Biedenkopf – Dort, wo sonst die Köpfe rauchen und Vokabeln oder Formeln gepaukt werden, schwingen jetzt Handwerker Hammer, Kelle und Pinsel: Die Sommerferien sind für den Landkreis Marburg-Biedenkopf die Zeit, in der an den Schulen umfangreiche Bauarbeiten ausgeführt werden.

Große und kleine Baumaßnahmen stehen in der sechswöchigen Ferienzeit auf dem Bauplan des Kreises – von kleinen Malerarbeiten bis hin zu aufwändigen Sanierungen ganzer Gebäude. Mehr als drei Millionen Euro investiert der Kreis allein im Sommer in seine Schulen im Rahmen der regulären Sanierung und Instandhaltung. Hinzu kommen nochmal rund fünf Millionen Euro für Arbeiten im Rahmen des energetischen Sanierungsprogramms.

Die Sporthalle der Grundschule an der Biedenkopfer Hainstraße gleicht einer Großbaustelle. Hier steht ein Umbau an und die Handwerker haben in den vergangenen Tagen schon ganze Arbeit geleistet. Die Sanitäranlagen werden erneuert. Dazu müssen die alten Duschen, Fliesen und Wasserleistungen aber erst abmontiert werden. Es gibt also viel zu tun.

„Die Sommerferien sind für uns eine gute Zeit, um an den Schulen auch größere Baumaßnahmen anzupacken und am Stück umzusetzen“, schilderte der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Marian Zachow. Die Schulen seien in dieser Zeit leer, Unterricht und Schulbetrieb würden nicht gestört.

Neben der Grundschule in Biedenkopf stehen in diesem Jahr noch über 40 andere Schulstandorte auf der Bauliste des Kreises. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Fachbereichs Schule und Gebäudemanagement haben bei der Planung wieder ganze Arbeit geleistet“, lobte Zachow. Es sei immer wieder eine Herausforderung, die anstehenden Arbeiten zeitlich zu takten und mit den Firmen abzustimmen.

„Von kleineren Arbeiten wie neue Fensteranstriche, Malerarbeiten in den Gebäuden oder einer Deckenerneuerung bis hin zu richtig großen Brocken wie zum Beispiel neue Heizungsanlagen, Neugestaltung von Schulhöfen oder Dachsanierungen reicht unsere Liste. Die Auftragsvolumen fangen bei 2.000 Euro für ein neues Garagentor an und gehen über 80.000 Euro für eine neue Heizungsanlage an der Grundschule in Gladenbach-Mornshausen bis hin zu 125.000 Euro für die neuen Sanitäranlagen in der Turnhalle der Biedenkopfer Grundschule“, erläuterte Klaus Herrmann, der den Fachbereich Schule und Gebäudemanagement leitet. Die Neugestaltung des Schulhofes an der Grundschule in Niederweimar etwa lasse sich der Kreis 60.000 Euro kosten, so Klaus Herrmann.

„Wir sind für 64 Schulen an 75 Standorten im ganzen Landkreis zuständig“, machte der Erste Kreisbeigeordnete die Dimension der Planungen und den Kostenrahmen deutlich. Damit sei klar, dass nicht alle Arbeiten gleichzeitig und sofort erledigt werden können. Wer schon einmal im privaten Umfeld ein Haus gebaut oder saniert habe, könne sich ungefähr vorstellen, was an Planung und Organisation nötig sei. Bei einem großen Schulstandort müsse dabei in anderen Größenordnungen gedacht werden.

„Wichtig ist die Feststellung, dass wir bei diesen Baumaßnahmen an den Schulen für die Schülerinnen und Schüler arbeiten und damit in die Zukunft investieren“, unterstrich Marian Zachow. Durch die Arbeiten werde ein vernünftiges und modernes Lernumfeld geschaffen, in dem sich die Schülerinnen und Schüler wohlfühlen könnten.

Neben den Umbau- und Sanierungsmaßnahmen aus dem alltäglichen Betrieb organisiert der Kreis parallel auch noch einen weiteren Abschnitt des energetischen Sanierungsprogramms an seinen Schulen. Mehr als 5 Millionen Euro fließen in diesem Jahr aus diesem Sonderprogramm in die Schulen. Ein Großteil der Arbeit findet auch in den Sommerferien statt. So etwa an den Gesamtschulen in Wetter oder Niederwalgern oder an den Beruflichen Schulen in Kirchhain.

„Wir gehen davon aus, dass der Großteil der Arbeiten mit dem Ende der Sommerferien beendet ist“, sagte Zachow. Gleichwohl ließe es sich aber nicht vermeiden, dass einige große und aufwändige Maßnahmen nicht innerhalb von sechs Wochen abgeschlossen seien. „Manche Arbeiten haben wir so geplant, dass Lärm- und schmutzintensive Arbeitsphasen in den Ferien begonnen haben und die Arbeiten dann bis zum Herbst dauern. Das lässt sich manchmal nicht vermeiden“, sagte Marian Zachow. Er sei jedoch davon überzeugt, dass die betroffenen Schulgemeinden Verständnis dafür aufbringen – schließlich werde ja zum Wohle der Schule gebaut. „Wenn nach den Ferien der Schulbetrieb durch Bauarbeiten beeinträchtigt werden sollte, tut uns das leid. Aber die Ergebnisse könnten eine kleine Entschädigung für etwaige Störungen sein-

Auszug aus der Bauliste – Schulsanierung Sommerferien:

Grundschule Amönau:                         
Neue Brandschutztür                              5.000 Euro

Grundschule Bottenhorn:                     
Erneuerung Treppengeländer                   5.000 Euro

Grundschule Hachborn:                       
Malerarbeiten                                         3.000 Euro

Grundschule Großseelheim:                 
Sanierung der Sandstein-Eingangstreppe  2.500 Euro

Grundschule Dreihausen:                     
Anschluss an Nahwärmesystem              50.000 Euro

Grundschule Lohra:                             
Brandschutz, Elektroarbeiten                  123.000 Euro

Mittelpunktschule Dautphetal:              
Neuer Bodenbelag in 2 Räumen              10.000 Euro
Asphaltierung Zufahrt und Parkplatz         50.000 Euro

Gesamtschule Ebsdorfergrund:           
Sanierung Pausengang                           70.000 Euro

Georg-Büchner-Schule Stadtallendorf:  
Erneuerung Türen, Malerarbeiten             40.000 Euro

Burgbergschule, Friedensdorf:         
Brandschutz, Malerarbeiten                     73.500 Euro

Hinterlandhalle, Dautpehtal: 
Sanierung Parkplatz                               15.000 Euro

Herrenwaldhalle, Stadtallendorf:           
Sanierung der Toiletten
(bis Herbst 2015)                                 200.000 Euro

Auszug aus der Bauliste – Energetisches Sanierungsprogramm Sommerferien:

Gesamtschule Wetter:                         
Sprühschaumdämmung Kellergeschoss 200.000 Euro

Gesamtschule Niederwalgern:              
Neue Fassade                                      1,7 Mio Euro

Hintergrund:

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist Schulträger für 64 Schulen: 42 Grundschulen, 15 Weiterführende Schulen, 5 Förderschulen und 2 Berufliche Schulen. Der Kreis muss dabei den kompletten Schulbetrieb rund um den Unterricht sicherstellen. Er ist für die Gebäude, deren Unterhaltung und Funktionsfähigkeit, die Reinigung, die Einrichtung vom Papierkorb über Tische und Stühle bis hin zur Tafel, den Pausengong oder das Toilettenpapier zuständig. Hausmeister Das Land Hessen stellt Lehrer und Bücher.

Großbaustelle: Der Kreis saniert jetzt in den Sommerferien auch die Turnhalle an der Grundschule in Biedenkopf. Wenn das neue Schuljahr beginnt, soll die Halle wieder nutzbar sein.

Großbaustelle: Der Kreis saniert jetzt in den Sommerferien auch die Turnhalle an der Grundschule in Biedenkopf. Wenn das neue Schuljahr beginnt, soll die Halle wieder nutzbar sein.

Die Bauteile für die neue Lüftungsanlage der Sporthalle lagern im Moment dort, wo sonst Sport getrieben.

Die Bauteile für die neue Lüftungsanlage der Sporthalle lagern im Moment dort, wo sonst Sport getrieben.

Baubesprechung: (v.li.) Planer und Ingenieur Wilfried Sauer bespricht mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow, Fachbereichsleiter Klaus Herrmann und Sachbearbeiterin Jenny Beck, die das Bauprojekt an der Schule betreut, den Fortgang der Bauarbeiten.

Baubesprechung: (v.li.) Planer und Ingenieur Wilfried Sauer bespricht mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow, Fachbereichsleiter Klaus Herrmann und Sachbearbeiterin Jenny Beck, die das Bauprojekt an der Schule betreut, den Fortgang der Bauarbeiten.

In den Duschräumen haben die Handwerker schon ganze Arbeit geleistet und alte Liesen und Installationen entfernt: Auch die Sanitäranalgen lässt der Kreis erneuern.

In den Duschräumen haben die Handwerker schon ganze Arbeit geleistet und alte Liesen und Installationen entfernt: Auch die Sanitäranalgen lässt der Kreis erneuern.

(Fotos: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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