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Gemeinsame Pressemitteilung des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Universitätsstadt Marburg: Biologische Vielfalt geht alle an – Offene Arbeitsgruppen bieten ab September die Möglichkeit zum Engagement

(Pressemitteilung 287/2016 vom 15.07.2016)

Marburg-Biedenkopf / Marburg – Etwa 200 Besucher haben mit der ersten Kreiskonferenz zum Thema Biodiversität den Startschuss zur Umsetzung der „Hessischen Biodiversitätsstrategie“ im Landkreis Marburg-Biedenkopf gegeben. Umgesetzt werden soll das Konzept nun unter der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Bereits während der Veranstaltung wurden verschiedene Themen für Arbeitsgruppen angeboten, für die sich Interessierte melden konnten. Entstanden sind daraus sechs Arbeitsgruppen, die ab September ihre Arbeit aufnehmen werden: Landwirtschaft und biologische Vielfalt (AG 1), Biotopvernetzung über lineare Strukturen, also zu Feldwegen, Gewässerläufen, Hecken und Gräben (AG 2), Streuobst (AG 3), Gewässerrenaturierung, -schutz, und -entwicklung (AG 4), Artenschutz im Siedlungsbereich (AG 5) sowie Biodiversität im Wald (AG 6).

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen sich für eine Mitarbeit bei einer oder mehreren Arbeitsgruppen zu melden. Informationen über die vergangene Kreiskonferenz sowie über das weitere Vorgehen finden sich auf der Beteiligungsplattform des Landkreises auf www.mein-marburg-biedenkopf.de. Wer sich für die Teilnahme an den Arbeitsgruppen interessiert, kann sich unter der Rufnummer 06421/405-1212 oder über die E-Mailadresse Buergerbeteiligung@marburg-biedenkopf.de anmelden.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hatte die Auftaktveranstaltung gemeinsam mit der Universitätsstadt Marburg organisiert. Mit der „Hessischen Biodiversitätsstrategie“ sollen auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf sogenannte Verantwortungsarten und Lebensräume geschützt werden. Umgesetzt werden soll das Konzept langfristigen und transparenten Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Hierbei schärften mehrere Impulsvorträge den Blick auf bestehende Probleme im Bereich der Biodiversität ebenso wie auf zahlreiche positive Beispiele des Schutzes von Arten und Lebensräumen. Das Ziel des Landkreises und der Universitätsstadt Marburg, deutlich mehr für die biologische Vielfalt zu erreichen, soll nun gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gelingen.

Hintergrund
Bereits im Jahr 1992 haben die Vereinten Nationen ein Übereinkommen zum Erhalt der biologischen Vielfalt (Biodiversität) abgeschlossen. Auch die Europäische Union hat sich die Eindämmung des Verlusts der Biodiversität bis zum Jahr 2010 als Ziel gesetzt. Gelungen ist das bislang nicht.

Die internationale Staatengemeinschaft hat daher im Jahr 2010 im japanischen Nagoya eine Strategie zur Rettung der Biodiversität formuliert und das sogenannte Nagoya-Protokoll beschlossen. Die darin formulierten Ziele sollen bis zum Jahr 2020 umgesetzt werden und sind zugleich die Grundlage für die Hessische Biodiversitätsstrategie, die 2013 verabschiedet und  zu Beginn des Jahres 2016 weiterentwickelt wurde. Die Inhalte der Hessischen Strategie finden sich im Einzelnen unter: https://umweltministerium.hessen.de

Die Auftaktkonferenz zur Biologischen Vielfalt im Landkreis bot Informationen und Gelegenheiten zum Austausch. Ab September bieten sechs Arbeitsgruppen weitere Wege, die inhaltliche Arbeit fortzusetzen. (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Die Auftaktkonferenz zur Biologischen Vielfalt im Landkreis bot Informationen und Gelegenheiten zum Austausch. Ab September bieten sechs Arbeitsgruppen weitere Wege, die inhaltliche Arbeit fortzusetzen.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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