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Würdevolle Gestaltung des letzten Lebensabschnitts: Hospiz leistet wichtige Arbeit für die Menschen in der Region – Erster Kreisbeigeordneter Dr. McGovern besucht St.-Elisabeth-Hospiz in Marburg/ Einrichtung zieht im Herbst um und wird vergrößert
(Pressemitteilung Nr. 283/2012 vom 27.07.2012)
Marburg-Biedenkopf – Um die Arbeit und die Pläne des St.-Elisabeth-Hospizes am Marburger Rotenberg kennenzulernen, hat der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern gemeinsam mit Dr. Ingo Werner (Leiter des Fachbereichs Gesundheit) das Hospiz besucht. „Mich interessiert, was in Einrichtungen passiert, die für die Menschen im Landkreis wichtig sind“, begründete Dr. McGovern seinen Besuch.

Im Gespräch mit Dr. Hans Albrecht Oehler, Vorsitzender des Hospizvereins, Thomas Meyer-Bairam, der die Kassengeschäfte führt, und Eva-Maria Dippel informierte sich Dr. McGovern über die aktuelle Situation und vor allem über die Umzugspläne: Im Herbst zieht das Hospiz vom Rotenberg in ein Haus auf dem Gelände der Marburger Vitos-Klinik an der Cappeler Straße. Dieser Umzug stellt nach Auskunft von Dr. Oehler einen neuen, größeren und modernen Rahmen für die Arbeit des stationären Hospizes sicher. Im neuen Gebäude können demnach künftig zehn Gäste in Einzelzimmern untergebracht werden. Im Moment hat das Hospiz sechs Plätze. „Die Arbeiten im neuen Gebäude und die Vorbereitungen für den Umzug laufen auf Hochtouren“, erläuterte Dr. Oehler.

Im Marburger Hospiz werden die Gäste auf dem letzten Stück ihres Lebensweges seelisch und körperlich betreut und begleitet. Den Gästen und deren Angehörigen soll die letzte Zeit so lebenswert wie möglich gemacht werden. Dabei können die Auseinadersetzung mit Tod und der Kontakt zu Menschen, die kurz vor dem Ende ihres Lebens stehen, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizes sehr belastend sein. „Das ist eine sehr individuelle Beschäftigung mit Menschen, wie man sie sonst kaum kennt. Das ist unter Stress oder Zeitdruck gar nicht zu leisten“, betonte Dr. Oehler. Er Arzt betont, dass ein Hospiz etwas Positives für den Gast und die Angehörigen sei. „Eine Familie kann bei der Pflege eines unheilbar kranken Angehörigen an ihre Grenzen kommen. Das Hospiz ist dann ein guter Ort“; so Dr. Oehler.

Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden mit speziellen Schulungen intensiv auf ihre Aufgaben im Hospiz vorbereitet. Die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehe dabei über die Anforderungen des Gesetzgebers hinaus, erläuterte Dr. Oehler. Regelmäßige Gespräche helfen ihnen zudem dabei, das Erlebte zu verarbeiten.

Gegründet wurde der Hospiz-Verein 1995. Zwei Jahre später öffnete das Hospiz auf dem Rotenberg seine Türen. Fast 1.100 Gäste – das Hospiz spricht nicht von Patienten – hatte die Einrichtung seit dem. Im Durchschnitt verbrachten die Gäste 21 Tage im Hospiz. Von wenigen Stunden bis hin zu mehreren Monaten reichen die Zeitspannen der Aufenthalte. „Der Bedarf an Hospizplätzen ist größer, als ihn die Politik einschätzt“, sagte Dr. Oehler. Die Kosten für den Hospiz-Aufenthalt übernehmen zu 90 Prozent die Sozialträger, also die Kranken- und Pflegekassen. Die restlichen zehn Prozent trägt der Hospiz-Verein, der sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert. Allerdings werde der Bau von Einrichtungen bisher nicht ausreichend finanziert. Daher ist der Verein auch weiterhin auf Spenden zur Finanzierung des neuen Gebäudes angewiesen.

„Ein Hospiz funktioniert nicht von alleine. Es braucht Menschen, die diese Idee leben“, stellte Dr. McGovern fest. Er lobte das große Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Vorstandteams und dankte ihnen für ihre wichtige Arbeit, die das Sterben nicht ins Abseits dränge. Das Hospiz mache vielmehr deutlich, dass auch der Tod ein Teil des Lebens sei und erlaube eine würdevolle Gestaltung des letzten Lebensabschnitts.

Internet: www.hospiz-marburg.de
  Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (li.) und der Leiter des Fachbereichs Gesundheit, Dr. Ingo Werner (re.), informierten sich bei Dr. Hans Albrecht Oehler (2. v. li.), Eva-Maria Dippel und Thomas Meyer-Bairam über die Arbeit des Marburger St.-Elisabeth-Hospizes. (Foto: Landkreis)
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Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (li.) und der Leiter des Fachbereichs Gesundheit, Dr. Ingo Werner (re.), informierten sich bei Dr. Hans Albrecht Oehler (2. v. li.), Eva-Maria Dippel und Thomas Meyer-Bairam über die Arbeit des Marburger St.-Elisabeth-Hospizes.
(Foto: Landkreis)

 

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