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Gemeinsame Pressemitteilung der Universitätstadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf: Stadt und Landkreis helfen Marburger Geburtshaus – 12.000 Euro sichern Fortbestand

(Pressemitteilung 282/2014 vom 13.08.2014)

Marburg – Die Universitätsstadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf wollen die Existenz des Geburtshauses sichern. Beide Seiten haben sich deshalb darauf verständigt, dem gemeinnützigen Trägerverein, der seit 20 Jahren in Marburg bestehenden Einrichtung, kurzfristig mit einer einmaligen Unterstützung von 12.000 Euro zu helfen.

Der Grund für die schwierige Finanzlage des Marburger Geburtshauses liegt in der bundesweit angespannten Arbeitssituation für den Berufsstand der Hebammen. Denn seit 2008 sind die Beiträge der Berufshaftpflicht für Hebammen erheblich gestiegen. Hebamme Melani Trofimow vom Vorstand des Marburger Geburtshauses erklärt, dass die Belastung durch Versicherungskosten seitdem pro Hebamme und Jahr um insgesamt 3.500 Euro zugenommen habe. Eine tragfähige Lösung soll auf Bundesebene nächstes Jahr erfolgen. Über eine Zwischenlösung wird zwischen Krankenkassen und Hebammenverbänden derzeit noch verhandelt. Hierbei geht es jedoch lediglich darum, den letzten Anstieg der Versicherungskosten von rund 800 Euro pro Hebamme auszugleichen. Das restliche Defizit bliebe bestehen. „Unsere Lage hat sich dramatisch zugespitzt“, informiert Trofimow.

Damit der Fortbestand des Marburger Geburtshauses mit seinen vielfältigen Angeboten nicht gefährdet wird, springen der Landkreis mit einer Unterstützung von 4.000 Euro und die Universitätsstadt mit 8.000 Euro aus laufenden Haushaltsmitteln ein. Hier leisten die Universitätsstadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf Nothilfe.

„Der gemeinnützige Verein Geburtshaus Marburg erbringt für die Marburger Stadtgesellschaft einen äußerst wertvollen und unverzichtbaren Beitrag. Durch seine Arbeit wird alles dafür getan, neues Leben gesund und wohlbehalten auf die Welt zu bringen. Der Landkreis und die Universitätsstadt unterstützen und würdigen daher aus Überzeugung das engagierte Wirken des Geburtshauses“, betont Oberbürgermeister Egon Vaupel. 

„Wir möchten nicht nur die Möglichkeit der außerklinischen Geburt, sondern auch das darüber hinausgehende Angebot der Vor- und Nachsorge sichern“, erklärt Landrätin Kirsten Fründt. Rund 30 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer kommen aus dem Kreisgebiet. 

„Wir freuen uns sehr, dass uns die Stadt und der Landkreis in unserer schwierigen Situation den Rücken stärken“, so Melani Trofimow vom Verein des Geburtshauses Marburg. Diese Unterstützung helfe vor allem auch den aus familiären Gründen in Teilzeit arbeitenden Hebammen. „Diese müssen nämlich auch die volle Versicherungsprämie zahlen."

Im vor 20 Jahren in der Schwanallee in Marburg eingerichteten Geburtshaus sind bisher 1466 Menschen zur Welt gekommen. Darüber hinaus bieten die Hebammen ein umfangreiches Kursangebot für Schwangere und junge Familien mit Kindern bis zum Ende des ersten Lebensjahres an. Allein 5000 Eltern nahmen bisher an den Geburtsvorbereitungskursen der Marburger Einrichtung teil.

Für das Geburtshaus machen sich Stadt und Landkreis gemeinsam stark  (v. l.): Oberbürgermeister Egon Vaupel, Hebamme Karin Danhof, Melani Trofimow vom Vorstand des Geburtshauses Marburg und Landrätin Kirsten Fründt.  (Foto: Edith Pfingst, Stadt Marburg)

Für das Geburtshaus machen sich Stadt und Landkreis gemeinsam stark  (v. l.):

Oberbürgermeister Egon Vaupel, Hebamme Karin Danhof, Melani Trofimow vom Vorstand des Geburtshauses Marburg und Landrätin Kirsten Fründt.

(Foto: Edith Pfingst, Stadt Marburg)

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