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Ein Hutestein aus dem 18. Jahrhundert ist das Exponat des Monats August im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf – Ausstellungsstück ist Zeuge der landwirtschaftlichen Nutzung heimischer Wälder

(Pressemitteilung Nr. 281/2013 vom 31.07.2013)

Marburg-Biedenkopf – Das Exponat des Monats August im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf ist ein Hutestein. Es handelt sich um einen nur wenig bearbeiteten Grünstein (Diabas) mit dem gemeißelten oder gravierten Buchstaben H und der Nummer 62. Er hat eine Höhe von 62 Zentimetern.

Der Stein wurde unter Laub und Erde gefunden und dem Museum übergeben. Er ist der einzige bisher bekannte von einst 72 Hutesteinen, die 1792 in der Gemarkung Biedenkopf gesetzt wurden. Hiermit wurde die Grenze markiert, bis zu der den Dexbachern und Engelbachern ein Huterecht im Wald zustand, also das Recht, im Wald das Vieh zu hüten. Dieses Recht geht wahrscheinlich auf die Aufteilung der Gemarkung der Wüstung Pferdsbach zwischen den drei Anrainergemeinden Biedenkopf, Dexbach und Engelbach zurück.

Bei der Nutzung des Waldes durch Landwirte wird zwischen Blumen- (= Grashute), Laub- und Masthute unterschieden. Die sogenannte „Blumenhutsgrenze“ wird bereits in Grenzvergleichen des 16. und 17. Jahrhunderts erwähnt. Sie wurde 1832, außer einem kurzen Stück im Bereich der Sackpfeife, zur Grenzlinie zwischen Stadt- und Staatswald in der Gemarkung Biedenkopf. Seitdem wird beim Biedenkopfer Grenzgang diese Grenze begangen, die die Steine 44 und 121 der Gemarkungsgrenze verbindet.

Das Hinterlandmuseum im kreiseigenen Schloss Biedenkopf täglich außer montags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

Das Exponat des Monats August im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf ist ein Hutestein.  (Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)
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Das Exponat des Monats August im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf ist ein Hutestein.

(Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf)

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