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Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern lobte die Einrichtung „Der Treff“ in Biedenkopf für ihre gute Arbeit – Ein Beratungszentrum der Bürgerinitiative Sozialpsychiatrie e.V.
(Pressemitteilung Nr. 280/2012 vom 27.07.2012)
Marburg-Biedenkopf – Eine an den Bedarfen der Bürgerinnen und Bürgern ausgerichtete soziale Infrastruktur ist für den Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern ein wichtiges Anliegen. Für Menschen mit spezifischen Problemlagen steht im Landkreis Marburg-Biedenkopf ein qualitativ gut ausgebautes Netz von Beratungsstellen zur Verfügung. Die Beratung selbst wird durch freie Träger durchgeführt. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf stellt dafür entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung.

Bei dem Besuch einiger ausgewählter Beratungsstellen möchte sich Dr. McGovern vor Ort gezielt informieren. So besuchte er jetzt die Beratungsstelle „der Treff“ in Biedenkopf, wo er von dem Geschäftsführenden Vorstand der Bürgerinitiative Sozialpsychiatrie e.V., Michael Kessler, und den Mitarbeitern des Treffs in Biedenkopf empfangen wurde. Kessler wies vor allem auf die finanziellen Probleme hin. Auf der einen Seite würde der Bedarf an Beratungen und Aufgaben stetig steigen, aber auf der anderen Seite wäre es immer schwieriger, diese Arbeit auch zu finanzieren, sagte er für den Träger dieser Einrichtung.

Der Erste Kreisbeigeordnete drückte zuerst einmal seinen Dank gegenüber der dort geleisteten guten Arbeit aus. Die hier zusammengefügten Angebote seien aus seiner Sicht sicherlich ein Gewinn, da viele Menschen oft mehrere Beratungsbedarfe hätten, wie etwa psychische Belastungen die mit finanziellen Problemen einhergingen. „Unser Ziel ist es“, so Dr. McGovern, „den betroffenen Menschen wieder die gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, es zu ermöglichen, dass Menschen wieder auf ‚eigenen Beinen’ stehen oder ihre Arbeit behalten können. Das sind lohnenswerte und wichtige Ziele, die wir Dank der guten Arbeit solcher Einrichtungen wie dem Treff erreichen wollen und können“. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, dass die betroffenen Personen sich helfen lassen müssten und eine Eigenverantwortung für die Lösung ihrer Probleme zu übernehmen hätten. Deswegen sei es gut nachvollziehbar, dass trotz manchmal größter Anstrengungen nicht jedem auch geholfen werden könne.

Ortwin Schäfer, Leiter des Beratungszentrum Biedenkopf "Der Treff", freute sich über die lobenden und sachbezogenen Aussagen von Dr. McGovern. Hervorzuheben sei das besondere Profil dieser Einrichtung, die nicht nur eine Art der Beratung, sondern mehrere anbieten könne. Dadurch sei eine sinnvolle Zusammenarbeit bei verschiedenen Problemlagen möglich. Als Beispiel nannte er mögliche Folgen in Stichworten „Arbeitslosigkeit“ – „Scheidung“ – „Schulden“ oder etwa „Arbeitslosigkeit“ – „Finanzprobleme“ – „Psychische Probleme“.
Rund 600 Beratungen pro Jahr würden von der Einrichtung durchgeführt, wobei rund 46 Prozent davon dem Bereich “existenzielle Schwierigkeiten“ zuzurechnen sei. „Unser Beratungskonzept hat sich bewährt“, so Schäfer.

Anschließend stellten die Mitarbeiterinnen Claudia Heinze-Schäfer (Pädagogische Mitarbeiterin der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle), Marita Conrad (Pädagogische Mitarbeiterin der Jugend und Drogenberatungsstelle) und Manfred Cieslik-Kraft (Schuldnerberater) ihre Arbeits- und Beratungsbereiche vor. Die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle ist für Menschen mit psychischen Erkrankungen und in akuten psychischen Krisensituationen zuständig. Sie bietet Beratung und Unterstützung für Betroffene und deren Angehörige. Die Jugend- und Drogenberatungsstelle berät Jugendliche und junge Erwachsene in Konfliktsituationen. Sie bietet Beratung für Sucht- und Drogengefährdete und vermittelt ggf. in stationäre Therapie. Eltern und Angehörige werden in die Beratung mit einbezogen. Die Schuldner- und Insolvenzberatung bietet für Menschen in Existenz bedrohenden, wirtschaftlichen Notlagen die Bewältigung ihrer finanziellen Probleme durch Beratung, Anleitung und Begleitung an. Außerdem ist sie anerkannt zur Durchführung von Verbraucherinsolvenzverfahren.

Träger des Beratungszentrums ist die Bürgerinitiative Sozialpsychiatrie e.V. Unter einem „Dach“ befindet sich dort die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle, die Jugend- und Drogenberatungsstelle sowie die Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle. In der Arbeit und in der Begegnung mit den Klienten stehen für den Träger des Treffs deren individuelle Lebensgeschichte und Lebensplanung, ihre spezifischen Wünsche, Bedürfnisse, Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten im Zentrum. Das Beratungszentrum bietet hierbei für die Bürgerinnen und Bürger des ehemaligen Altkreises Biedenkopf („Hinterland“) unterschiedliche Formen von Hilfen und Beratung.

  Einen sehr guten Eindruck vom Beratungszentrum "Der Treff" in Biedenkopf nahm der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (re.) nach seinem Besuch mit. Er wurde informiert von (v.l.n.r.): Claudia Heinze-Schäfer, Manfred Cieslik-Kraft, Michael Kessler,  Marita Conrad und Ortwin Schäfer. Foto: Landkreis
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Einen sehr guten Eindruck vom Beratungszentrum "Der Treff" in Biedenkopf nahm der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (re.) nach seinem Besuch mit. Er wurde informiert von (v.l.n.r.): Claudia Heinze-Schäfer, Manfred Cieslik-Kraft, Michael Kessler,  Marita Conrad und Ortwin Schäfer.
Foto: Landkreis

 

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