Link auf das Hauptmenü Link auf die Untermenüpunkte Link auf Inhaltsbereich
Masern-Ausbruch an der Waldorfschule ist beendet – Seit vier Wochen keine neuen Fälle / Insgesamt 24 Fälle wurden bekannt

(Pressemitteilung 269/2015 vom 14.07.2015)

Marburg-Biedenkopf – Der Masern-Ausbruch an der Marburger Waldorfschule gilt nun offiziell als beendet. Am Dienstag lief die die Sicherheitsfrist nach dem Bekanntwerden des letztern Masern-Falles ab: Seit dem 11. Juni 2015 wurde dem Gesundheitsamt kein neuer Fall gemeldet. Die Fachleute des Gesundheitsamtes des Kreises betrachten den Masern-Ausbruch daher als abgeschlossen.

Insgesamt registrierte das Gesundheitsamt 24 Masern-Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch an der Waldortschule. Die Infektion eines Schülers der 11. Klasse, der sich sehr wahrscheinlich im familiären Umfeld Anfang Mai 2015 angesteckt hatte, gilt als Ausgangspunkt des Ausbruchs. Weitere Fälle traten dann bis zum 11. Juni bei Schülerinnen und Schülern der Waldorfschule oder in deren familiären Umfeld auf.

Der Masern-Ausbruch und die steigende Zahl der Fälle machte es schließlich erforderlich, dass nur noch Schüler und Lehrer die Schule betreten durften, die sicher gegen die Infektionskrankheit immun waren – also eine zweifache Impfung oder eine durchgemachte Masernerkrankung mit entsprechender nachfolgender Immunität nachweisen konnten. Der Masern-Ausbruch hatte auch Auswirkungen auf eine Studienreise der 12. Klasse nach Florenz: 4 von 28 Schülern konnten keinen sicheren Immunschutz nachweisen und durften nicht mitfahren.

In Einzelfällen ist es zu komplizierenden Begleiterkrankungen der Maserninfektion gekommen, die bei zwei Erkrankten eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderlich machte. Allen, die an Masern erkrankt waren, geht es nach Informationen des Gesundheitsamtes zwischenzeitlich wieder gut.

„Wir haben Glück gehabt, dass es nicht zu lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen gekommen ist. Das konsequente Handeln des Gesundheitsamtes und die gute und reibungslose Zusammenarbeit zwischen Kreis und Schulgemeinde haben auch maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Masern nicht weiter, zum Beispiel auch an anderen Schulen oder Einrichtungen ausgebreitet haben“, stellte Landrätin Kirsten Fründt fest.

Die Experten des Gesundheitsamtes weisen nochmals eindringlich darauf hin, dass nur die Impfung einen sicheren Schutz vor einer Ansteckung mit dem Masern-Virus bieten könne: „Die Impfung schützt nicht nur den Geimpften, sie hilft auch gegen eine Ausbreitung der Erkrankung“, erklärte Dr. Martin Just, Arzt beim Gesundheitsamt des Kreises. Er warnte auch davor, eine Masern-Infektion als harmlose Kinderkrankheit auf die leichte Schulter zu nehmen. „Es handelt sich um eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die auch lebensbedrohlich verlaufen kann!“

[ schließen ]