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Fördergelder in Höhe von 232.284 Euro bringen Sterzhausen, Momberg und Erfurtshausen der Zukunft näher und machen Dörfer attraktiver – Landrat Robert Fischbach übergibt Zuwendungsbescheide für die Dorferneuerung
(Pressemitteilung Nr. 269/2012 vom 05.07.2012)
Marburg-Biedenkopf – Über Zuschüsse aus dem Dorferneuerungsprogramm können sich Lahntal, Neustadt und Amöneburg freuen. Landrat Robert Fischbach übergab den Bürgermeistern Manfred Apell (Lahntal), Thomas Groll (Neustadt) und Michael Richter-Plettenberg (Amöneburg) am Donnerstag im Landratsamt die entsprechenden Bescheide. Gefördert werden mit einer Gesamtsumme in Höhe von 232.284 Euro Projekte und Maßnahmen in Lahntal-Sterzhausen, Neustadt-Momberg und Amöneburg-Erfurtshausen.

Landrat Robert Fischbach lobte das Engagement der Kommunen im Bereich der Dorferneuerung. „Von kommunaler Seite und auch von privater Hand wird hier viel bewegt, um die reizvollen und liebenswerten Dörfer in unserer Region auch in Zukunft attraktiv zu machen und die Lebensqualität dort zu erhalten und zu steigern. Die Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm sind hierbei eine wichtige Hilfestellung“, betonte der Landrat.

Im Neustädter Stadtteil Momberg endet das Dorferneuerungsprogramm, das 2004 begann, in diesem Jahr. Fünf kommunale Maßnahmen werden in 2012 noch umgesetzt und dabei 216.074,23 Euro investiert. Neustadt bekommt dafür Zuschüsse in Höhe von 162.054 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm. Auf dem Plan steht dafür die Bestandssicherung des Momberger Backhauses. Am Dorfteich und am Krieger-Ehrenmal werden zudem das Umfeld durch neue Wege, Bepflanzungen und das Aufstellen neuer Sitzbänke freundlich gestaltet. In der Schützenstraße werden Randbereiche der Straße neu gestaltet, ebenso der Bereich um die Abfallcontainer. Das in diese Maßnahmen eingebundene Christopherusdenkmal wird dadurch optisch aufgewertet und auch die Funktion des dortigen Brunnens wird wieder hergestellt. Darüber hinaus wird der Fußweg zwischen der Hauptstraße und der Pfaffenhöfer Straße erneuert. Das vorhandene Kopfsteinpflaster wird entfernt und in den Seitenbereichen des Weges neu verlegt. Der Weg selbst bekommt ein neues Betonpflaster.
Insgesamt wurden und werden seit 2004 in Momberg 22 kommunale Maßnahmen mit Investitionskosten von fast 760.000 Euro und einem Zuschussvolumen von rund  570.000,00 Euro auf den Weg gebracht. Im privaten Bereich wurden insgesamt 53 Maßnahmen bewilligt und größtenteils auch schon umgesetzt. Es wurden rund 1.200.000 Euro investiert und etwa 360.000 Euro an Zuschüssen bewilligt.

Im Lahntaler Ortsteil Sterzhausen, wo das Dorferneuerungsprogramm von 2009 bis 2017 läuft, steht der Umbau des Stallgebäudes auf Krafts Hof zu einer Backstube auf dem Plan. Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich auf 99.755 Euro. Hierfür gibt es einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent – nämlich 62.883 Euro. Die Einrichtung einer Backstube in das ehemalige Stallgebäude resultiert aus der Überlegung, dort traditionelles Handwerk in Verbindung mit der Begegnungsstätte Krafts Hof zu bewahren. Das Projekt ist ein besonderer Baustein im Konzept des Generationentreffs Krafts Hof in Sterzhausen und bietet privaten Nutzern, Vereinen, Organisationen und interessierten Gruppen die Möglichkeit, gemeinschaftlich die Backstube zu nutzen. Die Backstube wird vom Kulturverein Krafts Hof betrieben. Das Gebäude wurde von der Gemeinde Lahntal für einen Zeitraum von mindestens 20 Jahre vom Elisabeth Verein gepachtet.
Das Projekt verfolgt die Ziele, das traditionelle Brotbacken fortzuführen und für den privaten Bedarf zu backen. Vereine, Einrichtungen und Organisationen haben die Möglichkeit, für dörfliche Feste und Veranstaltungen zu backen sowie das Wissen rund um das traditionelle Brotbacken von erfahrenen Brotbäckern in Kursen weiterzugeben. Außerdem können Kinder und Jugendliche Wissenswertes über das Brotbacken und im Dialog mit älteren Bürgern vieles über Dorfgeschichte und handwerkliche Kultur erfahren. Schließlich fördern gemeinsame Backaktivitäten die Dorfidentität und die örtliche Gemeinschaft.

Im Amöneburger Stadtteil Erfurtshausen – dort läuft das Dorferneuerungsprogramm von 2010 bis 2018 – soll ein Gesamtkonzept zur Dorfinnengestaltung erstellt werden. Die förderfähigen Kosten belaufen sich dabei auf 9.796 Euro; dafür gibt es einen Zuschuss in Höhe von 7.347 Euro. Im Rahmen der Dorferneuerung sind in Erfurtshausen an mehreren Stellen Aufwertungen und Funktionsverbesserungen vorgesehen. In dem Konzept sollen hierzu entsprechende Umsetzungspläne entstehen. Das Konzept bezieht sich auf die Umgestaltung rund um das erneuerte Bürgerhaus und auf dem alten Friedhofes, die Aufwertung des Kirchenvorplatzes, die Verbesserung der Ortseingänge und des Buswartehäuschens, Gestaltungsmaßnahmen entlang der Hauptstraße sowie die Sanierung der Bildstöcke und Kreuze. Die ersten Schritte sollen noch in diesem Jahr erfolgen.

Stichwort & Hintergrund Dorferneuerungsprogramm:
Das hessische Dorferneuerungsprogramm unterstützt in anerkannten Förderschwerpunkten die dörflichen Aktivitäten sowie die Erhaltung der charakteristischen Baustrukturen der Dörfer. Dabei gilt es auch unter Berücksichtigung des demografischen Wandels, die Attraktivität und Lebensqualität in den Dörfern zu erhalten bzw. zu steigern. Besonders die Dorfmitte soll wieder an Bedeutung gewinnen. Im Zuge der Dorferneuerung wird auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger besonderen Wert gelegt.
Das Dorferneuerungsverfahren läuft über 9 Jahre und wird von der Kommune beim Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Kreises beantragt. Nach der Anerkennung durch das zuständige Ministerium wird im ersten Jahr zunächst das Dorfentwicklungskonzept mit den vorgesehenen Entwicklungsansätzen erarbeitet. Dies bildet die Grundlage für die Förderung und das Vorgehen der nächsten Jahre.
Im Zuge des Dorferneuerungsprogramms können unterschiedliche Maßnahmen sowohl für kommunale als auch für private Projekte gefördert werden.

 

Die Dorferneuerung ist ein wichtiges Infrastrukturprogramm für den ländlichen Raum: (1. Reihe, v. li.) Bürgermeister Thomas Groll (Neustadt), Landrat Robert Fischbach, Bürgermeister Manfred Apell (Lahntal), Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg (Amöneburg) und Dr. Helmut Otto (Fachbereich Ländlicher Raum) sowie (2. Reihe. v. li.) Jörg Grasse (Ortsvorsteher Momberg), Michael Meinel (Kulturverein Krafts Hof, Sterzhausen), Dirk Geißler (Ortsvorsteher Sterzhausen) und Rainer Kieselbach (Sprecher des Arbeitskreises Dorferneuerung, Sterzhausen) freuen sich über die Zuwendungsbescheide, die wichtige Maßnahmen ermöglichen. (Foto: Landkreis)
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Die Dorferneuerung ist ein wichtiges Infrastrukturprogramm für den ländlichen Raum: (1. Reihe, v. li.) Bürgermeister Thomas Groll (Neustadt), Landrat Robert Fischbach, Bürgermeister Manfred Apell (Lahntal), Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg (Amöneburg) und Dr. Helmut Otto (Fachbereich Ländlicher Raum) sowie (2. Reihe. v. li.) Jörg Grasse (Ortsvorsteher Momberg), Michael Meinel (Kulturverein Krafts Hof, Sterzhausen), Dirk Geißler (Ortsvorsteher Sterzhausen) und Rainer Kieselbach (Sprecher des Arbeitskreises Dorferneuerung, Sterzhausen) freuen sich über die Zuwendungsbescheide, die wichtige Maßnahmen ermöglichen.
(Foto: Landkreis)

 

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