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Kreisleistungshüten der Schäfer findet in diesem Jahr in Kirchhain-Stausebach statt – Sechs Schäfer zeigen mit ihren Hunden und 300 Schafen was sie können / Landrat Fischbach : „Einblicke in anspruchsvolles Handwerk“
(Pressemitteilung Nr. 268/2012 vom 04.07.2012)
Marburg-Biedenkopf – Das Leistungshüten der Schäfer findet in diesem Jahr am Sonntag, 15. Juli, in Kirchhain-Stausebach in der Nähe des Schützenhauses statt. Nach bisheriger Planung werden sich sechs Schäfer dem Publikum vorstellen und ihr Können im Umgang mit eigenen Hunden und der fremden Schafherde zeigen. Die Tiere, rund 300 Schwarzkopf-Schafe, stellt Kreisschäfermeister Winfried Emmerich zur Verfügung. Die Veranstaltung beginnt gegen 8:00 Uhr und dauert bis etwa 16:00 Uhr. Die offizielle Eröffnung und Begrüßung ist für 10:00 Uhr geplant. Im Anschluss daran wird für die Besucher demonstriert, wie Schafe geschoren werden.

Zunächst sollte das Kreisleistungshüten im Kirchhainer Stadtteil Kleinseelheim stattfinden. Die ursprünglich dafür vorgesehenen Flächen konnten aber witterungsbedingt nicht rechtzeitig gemäht werden, so dass der Austragungsort nach Stausebach verlegt wurde.

Die Schäfer zeigen mit einer Herde unter anderem das Ein- und Auspferchen, die Querung einer Brücke oder das Verhalten bei Hindernissen im Straßenverkehr. Die Hunde werden auf Gehorsam, Fleiß oder Selbstständigkeit geprüft. „Das fast schon traditionelle Kreisleistungshüten macht immer wieder deutlich, wie anspruchsvoll das Schäferhandwerk ist und bietet dabei auch interessante Einblicke in die Arbeit mit den Tieren“, sagte Landrat Robert Fischbach. Es sei ein tolles Bild, wenn ein Mensch Wind und Wetter trotze und nur mit Hilfe von Hunden eine große Schafherde unter Kontrolle halte und sicher von einer Weidefläche zur anderen führe, so Fischbach weiter. Das Zusammenspiel zwischen Schäfern und Schäferhunden habe dabei große Bedeutung. Zwei Wertungsrichter werden über ein Punktesystem die Leistungen der Schäfer bewerten und am Ende einen Sieger ermitteln.

„Für die Schafhaltung hat unser Landkreis gute Bedingungen“, sagte Landrat Robert Fischbach im Vorfeld des Kreisleistungshütens. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist der schafreichste Kreis in Hessen. Bei der Viehzählung im Januar 2012 sind 399 Schafhalter mit 17.933 Tieren ermittelt worden. Im Landkreis gibt es dabei eine Reihe unterschiedlicher Schafrassen. Die Rasse „Merino-Landschaf“ hat den größten Anteil, gefolgt von den Rassen „Schwarzkopf“ und „Suffolk“. Aber auch die Rassen Texelschafe, Milchschafe, Bergschafe, Rhönschafe und viele Kreuzungen  sind im Kreis vertreten.

Der Vorsitzende des Kreisschäfervereins Marburg-Kirchhain-Biedenkopf und Kreisschäfermeister Winfried Emmerich aus Kirchhain-Stausebach hat zusammen mit dem Betreuer des Kreisschäfervereins, Norbert Fett vom Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, das Kreisleistungshüten vorbereitet.

Das Hütegelände befindet sich am Stausebacher Schützenhaus und ist ausgeschildert. Der Eintritt ist frei.

 

Das fast schon traditionelle Kreisleistungshüten macht immer wieder deutlich, wie anspruchsvoll das Schäferhandwerk ist und bietet dabei auch interessante Einblicke in die Arbeit mit den Tieren. (Foto: Landkreis)
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Das fast schon traditionelle Kreisleistungshüten macht immer wieder deutlich, wie anspruchsvoll das Schäferhandwerk ist und bietet dabei auch interessante Einblicke in die Arbeit mit den Tieren. 
(Foto: Landkreis)

 

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